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„Guter Bulle, böser Bulle“

Der Forza-Italia-Politiker Carlo Vettori spricht sich für Alessandro Urzì als Präsident der Sechserkommission aus – und kritisiert die SVP.

Carlo Vettori hat am Mittwoch umsonst die weite Reise nach Rom auf sich genommen: Da sich Fratelli d’Italia und Lega bislang nicht auf einen Kandidaten für die Präsidentschaft in der Sechserkommission einigen konnten, reiste der FI-Politiker unverrichteter Dinge nach Bozen zurück.

Bis Freitag nächster Woche müssen FdI und Lega entscheiden, ob Alessandro Urzì oder Eleonora Maines den Vorsitz übernehmen soll. Lega-Kommissar Giuliano Vettorato pocht auf die Bozner Anwältin Maines, weil er die Meloni-Partei im Hinblick auf die Landtagswahlen nicht aufwerten will. Ein deutscher Präsident (Manfred Schullian, Meinhard Durnwalder oder Anton von Walther) kommt für den Vize-LH nicht in Frage.

Vettori spricht sich hingegen für Urzì aus: „Der Vorsitzende muss ein parlamentarisches Profil haben. Es braucht jemanden, der direkten Kontakt zu den Ministerien aufnehmen kann und für den die Regierungsvertreter 24 Stunden am Tag erreichbar sind“, so der Landtagsabgeordnete. Zudem könne Urzì in der Rolle als Präsident beweisen, ob seine autonomiepolitischen Ankündigungen ernstgemeint oder „nur chiacchiere“ seien. Ein erster Härtetest sei die Durchführungsbestimmung zum Ehrenamt.

Vettori kritisiert indes das Verhalten der beiden SVP-Vertreter Schullian und Durnwalder, die „guter Bulle, böser Bulle“ spielen würden. Während Schullian ankündige, sich bei der Wahl in jedem Fall zu enthalten, erkläre Durnwalder, dass man für Maines stimmen werde. Auf diese Weise wolle es sich die SVP weder mit Lega noch mit FdI als nationale Regierungsparteien und potenzielle Partner auf Landesebene verscherzen.

„Statt aus dem Fenster zu schauen, hätten sie sich ihrerseits interimistisch um den Vorsitz bewerben können“, findet der FI-Politiker. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • pingoballino1955

    Die Svp und ihr politisches “ GESCHWURBLE“

  • tirolersepp

    Zum Höhepunkt der Angriffe kam es in der ersten Jahreshälfte 2017. Damals registrierten rumänische Behörden fast 80 Begegnungen zwischen Bär und Mensch. 2019 starben acht Personen durch einen Bärenangriff. Im März 2021 zeigte ein viel geteiltes Video, wie sich ein Braunbär einer Skipiste nähert und schließlich einem Skilehrer folgt, der jedoch auf seinen Skiern viel schneller ist als der Bär und entkommt

  • treter

    Der liebe Carlo Vettori, seines Zeichens der bisher größte Wendehals im Südtiroler Landtag…..

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