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„Jetzt sperren wir auf“

Renate Gebhard

Die römische Regierung leitet eine „neue Phase“ im Kampf gegen das Coronavirus ein: Bis zum Sommer sollen alle Einschränkungen fallen.

Tageszeitung: Frau Gebhard, welche nächsten Schritte setzt Rom im Kampf gegen das Coronavirus?

Renate Gebhard: Ministerpräsident Mario Draghi hat nun endlich öffentlich bestätigt, dass der Notstand am 31. März 2022 enden und dann eine neue Phase der schrittweisen Lockerungen beginnen wird. Die Impfpflicht für Über-50-Jährige wird noch bis Mitte Juni aufrecht bleiben, auch der Green Pass wird nur schrittweise abgeschafft werden. Die definitive Entscheidung zu den Details steht jedoch noch aus, am Wochenende ist eine Videokonferenz der Gruppensprecher mit Minister Roberto Speranza dazu geplant.

Womit werden die Maßnahmen (zb Lockerungen) gerechtfertigt?

Einerseits werden die Lockerungen mit den sinkenden Zahlen und den großteils milden Verläufen der Omikron-Variante gerechtfertigt. Andererseits will Italien die Fehler der vergangenen beiden Jahre vermeiden und für den Herbst vorbereitet sein, vor allem in Hinblick auf neue mögliche Varianten des Virus. Selbst Experten wissen derzeit noch nicht, was uns im Oktober erwartet. Damit wird die Beibehaltung der Impfpflicht und des Green Passes begründet.

Was ist der SVP in diesem Zusammenhang wichtig?

Als Südtiroler Volkspartei fordern wir für unsere Familien und Betriebe zeitnah klare Perspektiven hinsichtlich der geplanten Öffnungen, auch was den angepeilten Zeitplan angeht. Besonders wichtig sind mir außerdem Maßnahmen zum Wohle der Kinder, daher sollen zum Beispiel die aktuellen Bestimmungen an den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, in der Mobilität und für sportliche Aktivitäten schnell gelockert werden.

Wird es auch in Italien einen Freedom Day geben bzw. wann fallen alle Einschränkungen?

Wann alle Einschränkungen fallen werden, ist laut heutigem Stand noch nicht vorauszusehen. Dass es in Italien einen Freedom Day geben wird, ist wohl eher auszuschließen. Geplant sind schrittweise Lockerungen, der Sommer wird sehr wahrscheinlich ziemlich frei und ohne Einschränkungen ablaufen.

Interview: Matthias Kofler

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (31)

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  • rumer

    Wow, jetzt kapierts sogar die EsseVuPi.
    Delta ist seit Anfang Januar verschwunden, er Höhepunkt von Omikron war am 20. Januar. Wir hätten schon Mitte Januar komplett aufmachen können. Aber die SVP hats nicht kapiert.
    Ich hoffe, dass Draghi und Kompatscher für die Suspendierung der Pfleger und Ärzte , allesamt gesunde arbeitsfähige Menschen, vor Gericht gestellt und verurteilt werden.

    • andreas

      Ich habe dir schon mal geschrieben, dass du jederzeit bei jeder Polizei- oder Carabinieristelle Anzeige gegen Draghi, dem LH oder jeglichen Politiker machen kannst.
      Du scheinst aber Blödsinn zu verbreiten und darauf zu warten, dass andere diesen Blödsinn umsetzen, zu bevorzugen.

      Würdest du Anzeige erstatten, du wärst der Held der Impfgegner, QAnon Anhänger, Jurtenbauer, Freiheitsklatscher, Reichsbürger und Esoteriker.
      Auch könntest du von der STF zu dieser NoWax Partei wechseln, welche in Kurtatsch gegründet wurde.
      Wobei ich nicht ganz verstanden habe, ob das ein Faschingsscherz war oder effektiv 250 leichtere Gemüter zusammengefunden haben.

    • exodus

      @rumer Sind Sie ein Hellseher, oder ein Virologe? Anscheinend fühlen Sie sich beides, denn seit Monaten schreiben Sie, ohne Begründung, den selben Mist. Ihre Respektlosigkeit kennt keine Grenzen, zum Schämen………

  • honsi

    „Verglichen mit dem Rest Europas ist Schweden relativ gut durch die Pandemie gekommen“, schrieb die Kommission. Es zähle zu den Ländern mit der geringsten Übersterblichkeit im Zeitraum 2020/2021“

    „Gleichzeitig kam die Kommission aber auch zu dem Schluss, dass der schwedische Weg mit Ratschlägen und Empfehlungen, die die Menschen freiwillig befolgen sollten, generell richtig war.“

    https://orf.at/stories/3249208/

    • enfo

      Der schwedische Weg ist für Schweden richtig, aber nicht für uns, da sich die Bevölkerung radikal von unserer unterscheidet und zwar im Einhalten von Regeln. Die Nordländer sind in dieser Hinsicht sehr diszipliniert, was man von uns nicht sagen kann. Ich würde mal empfehlen ein solches Land zu besuchen und die Kultur kennenzulernen. Die meisten werden erstaunt sein, wie verschieden die sind. Die haben sogar verstanden, dass der Staat nicht ihr Feind ist, sondern die Gesamtheit der Bevölkerung

      • honsi

        @enfo Also brauchen wir einen Führer? Eine Demokratie funktioniert nicht ohne mündige Bürger und wenn der Staat meint seine Bürger sind nicht mündig genug, hat dieser versagt.

        • enfo

          Kannst dus nicht verstehen, oder willst dus einfach nicht. Wo steht in meinem Kommentar irgendetwas von einem Führer?
          Das Problem ist, wie du deine Mündigkeit auffasst. Die Skandinavier haben ein anderes Demokratie- und Mündigkeitsverständnis. Denen ist klar, dass man auch Pflichten und nicht nur Rechte hat. Dabei wägen sie eben anders als du ab, ob in diesem Fall die Pflicht dem Recht vorzuziehen ist.
          Dein Kommentar zeigt ja, dass Typen wie du nicht fähig sind das zu verstehen und ergo ko,,t dieser Weg für uns auch leider nicht in frage.

          • honsi

            @enfo “ Typen wie du nicht fähig sind das zu verstehen“
            Beim urteilen bist du aber ziemlich schnell, vor allem da mein obiger erster Satz bezüglich Führer ein Fragezeichen am Ende hat. Und nach meiner Auffassung stellt eine Frage meistens einen Dialog in Aussicht, es sei denn sie ist ironisch gemeint. Seis drum, schönen Tag und schönes Wochenende.

          • honsi

            Und noch ergänzend‘ „Die Skandinavier haben ein anderes Demokratie- und Mündigkeitsverständnis“

            Wer hat ihnen das beigebracht, etwa die staatlichen Schulen?

          • enfo

            Sorry Hansi, aber lies dir doch mal deinen letzten Satz nochmals durch? Was schreibst du da zusammen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das ist eine kulturelle Eigenart. Keine Ahnung, das hat halt auch was mit Erziehung zu tun. Was tut die staatliche Schule zur Sache? Ich habe den Eindruck ich unterhalte mich da mit einem der geistig falsch abgebogen ist.
            Ich gebs auf, bringt ja nichts. Versucht man dir etwas zu erklären, kommst du mit irgend einer wirren Theorie oder Frage daher.
            Schönes Wochenende

          • honsi

            @enfo Andere zu verstehen muss man halt auch können, leichter ist es diese als geistig wirr abzustempeln. Hut ab für diese geistige Leistung und ein wunderbares Beispiel unserer gesellschaftlichen Denke.

      • enfo

        Ja wenn dir alle sagen, dass du verrückt bist, du aber denkst, die anderen seien es, dann stehst du halt mit deiner Meinung alleine da.
        Egal, lassen wirs gut sein.

      • asterix

        Soll heißen dass die Südländer eher opportunistische menefregisti sind? Da könnte glatt was Wahres dran sein. Aber nützen da Gesetze? Ich denke eher nicht. Da hilft nur Angst und medialer Terror. Und genau das hat man getan.

  • sigo70

    „Womit werden die Maßnahmen (zb Lockerungen) gerechtfertigt?“
    Soll das ein Witz sein? Bleibende Einschränkungen müssen gerechtfertigt werden und nicht Lockerungen. Wenn es keinen Notstand mehr gibt, darf es auch keine Einschränkungen von Grundrechten mehr geben.

  • ostern

    De „ploppert“ e olles noch wos mir schon längst wissn.
    Wos tuat de no olles in Rom ausser za „kassiern“?
    …….schloflei weiter……..

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