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„Wichtiger Schritt“

Alexander Schiebel und Karl Bär

Umweltinstitut München: “Erst wenn die letzte Anzeige gegen uns zurückgezogen ist, ist der Angriff auf die Meinungsfreiheit in Südtirol beendet.”

Wie am Mittwoch bekannt wurde, verzichten Landesrat Arnold Schuler sowie zwei Obleute von Südtiroler Obstgenossenschaften auf ihre Nebenklägerschaft im Prozess wegen übler Nachrede gegen den Agrarreferenten des Umweltinstituts München, Karl Bär.

Da jedoch bislang alle der 1376 Anzeigen gegen den Pestitzidkritiker weiter bestehen bleiben, geht der Strafgerichtsprozess gegen Bär am Freitag in Bozen weiter.

Die Rücknahme der Nebenklägerschaft von Landesrat Schuler kommentiert Karl Bär, Agrarreferent des Umweltinstituts München, wie folgt:

„Die Rücknahme der Nebenklägerschaft Schulers ist ein erster wichtiger Schritt. Der öffentliche Protest aus der Zivilgesellschaft gegen diesen absurden Prozess wirkt. Doch nach wie vor stehe ich vor einem Strafgericht, nur weil ich den nachweislich hohen Pestizideinsatz in Südtirol kritisiert habe. Dafür trägt Landesrat Schuler die volle politische Verantwortung. Erst wenn jede einzelne Anzeige gegen uns zurückgezogen ist, ist der Angriff auf die Meinungsfreiheit in Südtirol beendet – und erst dann hat Arnold Schuler wirklich sein Tiroler Wort gehalten.”

Der Landesrat hatte seit Herbst letzten Jahres mehrfach öffentlich einen Rückzug aller Anzeigen und ein Ende der Verfahren angekündigt.

Am Freitag, den 28. Mai, findet nun jedoch entgegen dieser Versprechen der zweite Prozesstag gegen Bär statt.

An diesem Tag werden die Beweisanträge für das Verfahren aufgenommen.

Gleichzeitig startet am Freitag der Gerichtsprozess wegen übler Nachrede gegen den Buchautor Alexander Schiebel. Als Prozessbeobachter:innen vor Ort werden Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestages, des Bayerischen Landtags und des Südtiroler Landtages erwartet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (31)

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  • mannik

    Jetzt man man ihnen erneut geholfen den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, aber sie können es dennoch nicht lassen zu provozieren.Wenn Bär schon von Meinungsfreiheit spricht, dürfte zuallererst er sie nicht missbrauchen. Was er genau mit seiner Aussendung wieder tut. Störrische Kinder lernen eben nie. Der Rückzug war klar ein Fehler.

    • fritz5

      @mannik: sehe ich genauso

      • batman

        MANNIK und FRITZ hier offenbart sich euer Horizont

        • mannik

          Batman, jeder Ihrer Kommentare ist ein Beweis Ihrer geistigen Unzurechnungsfähigkeit. Auch dieser wieder. Sie verstehen bei keinem Thema irgendetwas und tragen deshalb auch nie etwas Vernünftiges bei. Das enzige was Sie können ist Links zu zweifelhaften Internetseiten zu posten. Das zeigt Ihren Horizont.
          Verstehen Sie, dass es hier nicht um umwelttechnische Fragen geht, sondern um Verleumdung und Markenrechtsverletzung? Verstehen Sie, dass Bär und Schiebel versuchen sich als Opfer zu positionieren, aber die eigentlichen Täter im Zusammenhang mit der Verleumdung und der Markenrechtsverletzung sind? Haben Sie verstanden, weshalb es um die beiden Tatbestände geht? Nein? War ja klar.

    • leser

      Mannik
      Hast du sie nicht alle
      Es ist doch glasklar, dass schuler eine tatsache als lûge darstellen wollte
      Nun ist doch genau er und seine verbandskollegen, die den kopf aus der schlinge ziehen und ein paar dorftrottl herhalten müssen
      Warum wohl meinst zieht sich schuler zurūck?

  • wollpertinger

    Der Herr Schiebel kann es nicht lassen, Unwahrheiten zu verbreiten. Kein Mensch wird belangt, weil er den hohen Pestizideinsatz in Südtirol verurteilt (der Pestizideinsatz in Deutschland ist für Schiebel ja kein Thema). Herr Schiebel hat aber nicht nur den Pestizideinsatz kritisiert, sondern bewusst verleumderische Unwahrheiten verbreitet. Daher ist zu hoffen, dass er wegen übler Nachrede verurteilt wird. Das ist auch in Deutschland ein Delikt.

    • leser

      Wollpertinger
      Na dann zähl mal eine verleumderische unwahrheit von schiebel auf
      Wenn du kim yong un einen dikatator bezeichnet, dann lässt er dich erschiessen, aber es ist nicht gelogen

      • esmeralda

        Schiebel hat immer gesagt, dass in D auch viel Pestizid eingesetzt wird und das Münchner Umweltinstitut kämpft auch dagegen. Nur sind dort die Bauern nicht so blöd und verklagen sie deshalb und sorgen damit indirekt für viel größere Reichweite. Südtirol macht halt sehr viel Werbung als Tourismusland und gleichzeitig verpestet es Luft, Erde und Wasser, was halt ein Widerspruch ist und den haben die Herren einfach aufgezeigt, wie andernorts auch. Es gibt dutzende Dokumentarfilme über Umweltsünden auf der ganzen Welt, aber natürlich auch in Südtirol, dem Land der Schlaumeier und Saubermänner

        • mannik

          Auch für Sie zum Mitschreiben: Es geht hier nicht um umwelttechnische Fragen, sondern um Verleumdung und Markenrechtsverletzung!
          Das Umweltinstitut blitzt in D laufend ab, etwa mit der Behauptung Bier enthalte zuviel Glyphosat. Nur damit die Seriosität dieser Firma – es ist nämlich ein Unternehmen und keine Institution – klar wird.

      • mannik

        1. Das Umweltinstitut behauptet ganz Südtirol sei pestizidverseucht, was natürlich ein totaler Schwachsinn ist, aber halt dramatisch klingt (das Umweltinstitut hat jede Menge Spenden eingesackt im Zusammenhang mit dem „Wunder von Mals“, und um Geld geht es eigentlich).
        2. Schiebel hat die Bauern in seinem Buch als Mörder bezeichnet, die durch fahrlässiges Ausblenden von Gefahren, den Tod von Menschen in Kauf nehmen.
        Es geht um geschäftsschädigende und ehrenrührige Pauschalisierung. Wenn ich beispielsweise in Ihrem Restauran schlecht gegessen hätte und ich öffentlich und medienwirksam behaupten würde in allen Restaurants Südtirols würde man Müll aufgetischt bekommen, wie würden Sie das bezeichnen?
        Dazu kommt noch die Markenrechtsverletzung im Zusammenhang mit den Plakaten die das UI aushängen ließ auf denen ohne Genehmigung die Dachmarke angebracht war. Sie wissen hoffentlich dass die Benutzung der Marke eine Genehmigung voraussetzt.

  • schnabel

    meine lieben obergescheiten das sind nicht Pestiden das sind Pflanzenschutz mittel bitte bleibt in Deutschland den Eiertreter haben wir auch genug auf nie Wiedersehen

  • batman

    WOLLT IHR DIE TOTALE KONTROLLE UND ABHÄNGIGKEIT VON DEN KONZERNEN?

    https://m.youtube.com/watch?v=k4lv_3hcE9o

  • baludergrosse

    Haben diese beiden keinen Besen, der vor der eigenen Tür kehrt???

  • rota

    Lieber Schnabel: Pflanzenschutz bedeutet Pflanzen vor Fressfeinden und Parasiten zu schützen,. Meistens handelt es sich dabei um tierisches oder pilzliches Leben, ja auch chemische Aggressive. Nachdem Pflanzenschutz nicht klar selektiv ist, muss man unabhängig vom Auge des Betrachters immer auch von Pestiziden sprechen.

    Als Pestizide, nach heutigem Verständnis, werden sämtliche Pflanzenschutzmittel und sonstige Mittel zur Schädlingsbekämpfung aufgefasst, dabei werden immer wieder absichtlich die Verweise auf Gefährlichkeit und Giftigkeit dieser Mittel gegenüber unbeteiligten Organismen (auch Mensch) unterlassen.

  • rota

    das war ein Test anscheinend passt der Zensurautomatik mein Inhalt nicht ??!?!?

  • batman

    Resistentes Pflanzgut liebe Laimburg, braucht die Landschaft.

  • batman

    SCHULER ist kein Visionär.

  • alsobi

    Schiebel und Bär hat uns der liebe Gott geschickt.

  • esmeralda

    Freispruch für Schiebel! Die Bauern, die Obstgenossenschaften und Anwälte müssen einfach die deutsche Sprache besser verstehen lernen. Der Satz war niemals eine Beleidigung.

    • esmeralda

      ich kann mir nicht vorstellen, dass Anwälte mit einer humanistischen Bildung und zusätzlichem Jurastudium diesen Satz nicht verstanden haben. Kann es sein, dass sie die Bauern, die teilweise wirklich solche komplizierten Sätze nicht richtig einordnen können, aus niederen Motiven, wie ein üppiges Honorar, nicht gebremst haben und von einer Klage abgeraten haben, sondern im Gegenteil eine Klage sogar befürwortet haben?

  • treter

    Tatsache ist aber dass in Südtirol gespritzt wird was das Zeugs hält. Sogar schon im frühesten Frühjahr bevor ein Apfelbaum überhaupt ein Blatt bzw. eine Blüte hat. Hab das heuer selber öfters beobachtet. Von wegen biodynamisch bzw. man spritzt ja nur wenns unbedingt notwendig ist!!!
    Wers glaubt wird selig….

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