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Der Schritt zurück

Arnold Schuler

LR Schuler und die Spitzenvertreter der Erzeugerorganisationen der Obstwirtschaft treten wie angekündigt als Nebenkläger aus den Strafprozessen gegen Umweltinstitut München und Schiebel zurück.

Die Südtiroler Obstwirtschaft will den Gerichtsweg verlassen: Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler sowie die Obmänner der Erzeugerorganisationen „Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften“ (VOG) und „Verband der Vinschgauer Produzenten“ (VIP), Georg Kössler und Thomas Oberhofer, haben ihre Ankündigung wahrgemacht und werden nicht mehr als Nebenkläger in den Strafprozessen gegen Karl Bär vom Umweltinstitut München und den Autor Alexander Schiebel auftreten.

Die Verantwortungsträger der Südtiroler Obstwirtschaft und 1371 Bauern hatten im Jahr 2017 die Strafanträge mitunterzeichnet. Nun wollen sie den Weg des Dialoges und des respektvollen Umganges gehen und sind daher bereit, ihre Strafanträge zurückzuziehen. Wie angekündigt, sind die Nebenkläger daher zurückgetreten.

Die schriftliche Mitteilung dazu erging am Mittwoch um 18.00 Uhr von ihren Anwälten an die Gegenseite.

Auch die 1371 Bauern haben mit ihrer Unterschrift zur Rücknahme der Starfanzeigen bekundet, diesen Weg mitgehen zu wollen. Nur zwei Strafantragsteller haben dem Aufruf bisher nicht Folge geleistet. Sollten die beiden bis zum Prozesstermin am Freitag weiterhin nicht einlenken, können die Verfahren formalrechtlich nicht gestoppt werden.

„Über Monate haben die Anwälte außergerichtlich beraten und schließlich vereinbart, dass man vom Gerichtssaal an einen Tisch des konstruktiven Dialogs wechseln will. Dieses Ziel verfolgen wir weiterhin“, erklärt Arnold Schuler. Weil zwei Bauern diesen Weg bislang nicht mitgehen wollten, bleibt der Fortgang des Verfahrens unklar. „Sollten die beiden auch beim Prozesstermin am Freitag noch bei ihrer Haltung bleiben, wäre dies sehr bedauerlich“, erklärt Arnold Schuler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (19)

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  • criticus

    Ja Herr Schuler, zuerst werden die Bauern in den Genossenschaften zur Unterschrift „eingeladen“ um eine Anzeige zu starten und danach wieder um einen Rückzieher zu machen. Hätten Sie Herr Schuler von Anfang an den Dialog gesucht, dann hätte es kein Tam Tam gegeben und das Plakat wäre nach Wochen vergessen gewesen. Aber es musste ja die Macht gezeigt werden. 1371 Bauern sind nicht viel, aber die Geister die man rief wird man nicht los! Übrigens, wie hoch sind ihre verursachten „Machtkosten“ und wer bezahlt sie? Macht ja nichts, ziehen wir den Bauern wieder einen halben Cent von der Ernte ab, oder?

  • pingoballino1955

    Machtgehabe ,viel Geschrei-SVP Stolz zeigen und dann kleinlaut den Schwanz einiehen.Dieser Schuss ging wohl gewaltig nach hinten los,Herr Schuler!!

  • silverdarkline

    Den zwei verbliebenen Giftspritzern gefälligst beibringen, dass sie selbst die Prozesskosten zu tragen haben!

  • esmeralda

    die Gift- und Güllespritzer sägen am eigenen Ast, auf dem sie sitzen

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh. Wie hoch muss die Anzahl der Schùsse nach hinten sein……um den Sessel zu ràumen? Hirni auf Postensuche.

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh. Wie hoch mùssen die Kosten der Rechtsexperten steigen……um kalte Fùsse zu kriegen?

    • leser

      Ohnehirn
      Da geht es nicht um prozesskosten
      Da hat schuler 2 trottl gefunden, die für ihn den kopf hinhalten
      War doch er und seine 2 verbandsvorsitzenden, die die dummen bauern aufgehusst haben und jwtzt mit der scheinheiligkeit auf dialog alle wieder blenden und sich reinwaschen

  • checker

    In ihrer Arroganz haben die Bauern zunächst auf Konfrontation gesetzt, bis sie ihren strategischen Fehler erkannt (auch weil die Umweltthemen von der EU sehr stark in den Fokus gerückt werden) und nun den Rückzieher eingeleitet haben. Aus lobbytechnischer Sicht eine weise Entscheidung, da eine gerichtliche Auseinandersetzung nur noch mehr Wasser auf die Mühlen der Kritiker gebracht hätte. Dies und kein anderer Grund sind ausschlaggebend für die aktuelle Politik der Bauern. Mal schauen. Man wird sich bezüglich der Spritzmittel auf jeden Fall was einfallen lassen müssen.
    Denn ich glaube nicht, dass es in Zukunft tolieriert wird, wenn in unmittelbarer Nähe der Wohneiheiten mit Kindern, Gift gespritzt wird.
    Ich bin auf jeden Fall strikt dagegen und grundsätzlich dafür, dass der intensive Obstbau in Südtirol zurückgedrängt wird . Weitere Förderung sollte es für den Bergbauern geben. In den Tälern würde ich eine Techfirmen mit hohem gesellschaftlichen Multiplikator bevorzugen, die hochqualitative Arbeisplätze schaffen, anstatt Billiglöhner aus den Ostländern einzufliegen.

    • mannik

      Sie haben in der ganzen Zeit offenbar nicht verstanden, dass es in diesem Verfahren nicht um umwelttechnische Fragen geht, sondern um Verleumdung und Markenrechtsverletzung? Selbst wenn die Verteidiger der Beklagten im Verfahren Dokumente vorlegen sollten, die einen wenn nicht gesetzeswidrigen aber doch „lässigen“ Umgang mit Spritzmitteln irgendwie belegen, bleibt der Tatbestand dennoch aufrecht. Mit anderen Worten, ein diesbezüglicher Beweis führt nicht automatisch zum Freispruch, denn es geht um die überzogenen und pauschalisierenden Aussagen (die zum Teil der Geschäftsschädigung gleichkommen) und um die nicht erlaubte Verwendung der Dachmarke. Wenn Bär behauptet ganz Südtirol sei pestizidverseucht ist das nämlich genau so falsch wie die Aussage Schiebels, die Bauern seien Mörder, weil sie den Tod von Menschen in Kauf nehmen.
      Abgesehen von der Tatsache, dass die beiden schon wieder den Fehler begangen haben so zu tun als seien sie die Opfer. Haben sie die Presseaussendung des Umweltinstitus München gelesen?

  • rota

    Auf der Vorderseite des Banzens in der Laimburg finden wir das Gesicht Schulers. Auf dem Boden bzw Hinterseite sollten nun die ausgesessenen Abdrücke eingraviert werden….

  • hilti

    Da wäre leider zu Wenig Platz dafür, da muß der Schuler noch einige Fasslen hinställen

  • hilti

    Habe bewußt hinstellen mit (ä) geschrieben, somit kann sich jeder selber seinen Reim dazu machen……Stall…………Schw………stall

  • meran77

    gut so: bloß kein Prozess!!!

    Wenn die deutschen Hirnis im Rahmen der Prozessberichterstattung erfahren, wie viel Gift wir auf die Äpfel und die Landschaft spritzen, könnten sie keine Lust mehr auf unsere Gift-Äpfelen haben und sich dazu noch überlegen, ob sie ihren Urlaub in den Bergen Nord-Tirols verbringen, wo sie zum Radeln keine Gasmaske brauchen…

    also: Prozess und damit verbundenes Ans-Licht-Kommen der Wahrheit mit allen Mitteln verhindern

  • zeit

    nicht verzagen,schuler fragen.
    der weis alles,sogar wann der baer auf brautschau geht.

    zum schluss aber von nix eine ahn————

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