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„Gegen das Tödliche“

Angesichts der Pandemie spürten wir die Verwundbarkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens ganz besonders, betonte Bischof Ivo Muser am Ostersonntag.

Das Osterfest ist das höchste Fest im christlichen Kirchenjahr. Am Ostersonntag , dem Fest der Auferstehung Jesu Christi, stand Bischof Ivo Muser dem Pontifikalamt im Bozner Dom vor: „An Ostern feiern wir den Grund unserer Hoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod. Diese Hoffnung ist eine Macht, die sich gegen das Tödliche und Sinnlose unseres Lebens stellt und auf eine gute Zukunft setzt“, sagte der Bischof.

Angesichts der Pandemie spürten wir die Verwundbarkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens ganz besonders, betonte Ivo Muser. Er ging in seiner heutigen Predigt auf die Hoffnung ein, die Ostern schenke: „Sie kommt aus dem Glauben, dass Gott selbst am Ostermorgen am toten Jesus gehandelt hat“, so der Bischof. „Und deswegen legt uns Ostern die Gewissheit ins Herz, dass Gott alles zum Guten zu wenden vermag, weil er sogar aus dem Grab das Leben hervorgehen lässt.“

Muser bezeichnete Ostern als Wendepunkt. „Für alle, die auf den Gott des Lebens vertrauen, hat sich zu Ostern der Sinn der gesamten Geschichte offenbart“, so der Bischof. In Jesus Christus habe sich eine Hoffnung über die Welt erhoben, die nicht einmal der Tod zerstören könne. „Ich habe in diesen letzten Monaten der Pandemie oft über die Hoffnung gesprochen und die Menschen ermutigt zu hoffen“, so Muser. „Gäbe es kein Ostern, wäre Hoffnung aber nichts anderes als ein Schlagwort zum Durchhalten in schwierigen Zeiten. Und sie wäre letztendlich ohnmächtig und nutzlos.“

Bischof Muser wünschte daher vom Bozner Dom allen Menschen im Land ein gesegnetes, von Hoffnung, Lebensmut und Lebensfreude erfülltes Osterfest. „Möge dieses Osterfest eines sein, das wir in Solidarität und Gemeinschaft feiern und ganz besonders mit jenen, die durch Schmerz, Krankheit und Einsamkeit, durch wirtschaftliche Schwierigkeiten oder den Verlust ihrer Arbeitsstelle geprüft werden“, so Muser. „Möge es uns geschenkt sein, als Menschen unserer Zeit, auch angesichts der vielen Gräber und Ängste unserer Zeit, mit Herz und Verstand einzustimmen in jenes Bekenntnis, mit dem der gesamte christliche Glauben steht und fällt: Der Herr ist wahrhaft auferstanden“, so Bischof Muser.

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