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Der erste Akt

Foto: Antonello Vanna

Der HCB Südtirol hat am Sonntag Spiel 1 des Halbfinales gegen die Vienna Capitals gewonnen.

Auftakt des Halbfinales der ICE Hockey Legaue mit Spiel 1 in der Eiswelle zwischen dem HCB Südtriol Alperia und den spusu Vienna Capitals.

Es war ein hochklassiges Playoff Match, beide Teams gingen sofort hart aber fair zur Sache und alle Checks wurden zu Ende geführt. Bernard brachte die Weißroten nach zwei Minuten in Führung, Nissner glich im mittleren Abschnitt aus und ein sehenswerter Alleingang von Robertson zu Beginn des Schlussabschnittes sorgte für die Entscheidung.

Bozen führt nun in der Serie mit 1:0, nun geht es im Zwei-Tage-Rhythmus weiter. Spiel 2 folgt bereits übermorgen, Dienstag 30. März, in der Erste Bank Arena von Wien (19,30 Uhr).

Das Match. Coach Greg Ireland stand heute wieder Dennis Di Perna zur Verfügung, dafür fehlten Alberga, Stollery und auch Ivan Tauferer, Vienna ohne Antal, Leduc, Flemming und Campbell. Schrecksekunde für die Weißroten nach 15 Sekunden durch einen Scheibenverlust hinter dem eigenen Tor von Findlay, den Backhander aus kürzester Distanz von Wukowitz schnappte sich Irving. Fast im Gegenzug schickte Fournier den Bozner Kapitän mit einem herrlichen Lochpass auf die Reise und dieser vollendete mit einem Wristshot in die rechte Kreuzecke. Ein Auftakt nach Maß für die Hausherren.

Bozen hatte mehr Spielanteile und weitere Chancen durch Findlay und Gazley und es dauerte bis zur Hälfte des Drittels für den ersten gefährlichen Schuss von Fischer aus der Distanz. Die Foxes hatten zwei Powerplay zur Verfügung, ließen die Scheibe zwar gut laufen, es haperte aber am Abschluss. Drei Minuten vor Drittelende stoppte Fischer Gazley mit einem Kniecheck, der Bozner blieb kurz liegen und konnte nicht mehr weiterspielen, überraschenderweise gab es dafür keine Strafe für den Übeltäter.

Die Capitals übernahmen zu Beginn des mittleren Abschnittes das Kommando und kamen nach vier Minuten etwas glücklich zum Ausgleich: die Scheibe kam nach einem Abpraller zu Nissner im hohen Slot, der einfach draufhaute und Irving bezwang. Nach einer etwas ruhigeren Phase verschärften die Foxes das Tempo und erspielten sich gleich einige gute Möglichkeiten durch Catenacci auf Zuspiel von Bardaro, Youds versuchte es allein, sein Abschluss ging haarscharf am Wiener Gehäuse vorbei und Insam zielte mit einer Bombe genau auf Starkbaum, der nicht immer den sichersten Eindruck hinterließ.

Gegen Mitte des Drittels kamen sich Loney und Pietroniro in die Haare und Bozen hatte ein weiteres Powerplay zur Verfügung, auch dieses endete ohne Torerfolg, während auf der Gegenseite eine Überzahl von Vienna durch ein starkes Penaltykilling neutralisiert wurde. Kurz vor der zweiten Pause kam Findlay durch einen Fehler im Aufbau der Gäste in gute Schussposition, Starkbaum wehrte ab, im Gegenzug verhinderte Irving mit einem Big Save auf Loney eine Wiener Führung.

Kurz nach dem Einwurf zum Schlussabschnitt kassierte Wukovitz eine Strafe und auch diesmal konnten die Hausherren die Überzahl nicht nutzen, allerdings hätte Halmo mit einer feinen Einzelleistung fast die Führung erzielt, Starkbaum wehrte etwas glücklich mit dem Helm ab. Dann brachte Robertson wie schon oft in der heurigen Saison sein Team durch ein Klassetor wieder in Front: er setzte zu einem unwiderstehlichen Alleingang an, ließ zwei Verteidiger aussteigen und begleitete die Scheibe ins Tor. Ein Leckerbissen auf dem Eis!

Das Match wog nun hin und her und  Nissner hatten fast im Gegenzug den Ausgleich auf dem Schläger, für Bozen segelte ein ansatzloser Weitschuss von Plastino um Millimeter neben das Tor und Giliati hatte bei einem Alleingang den dritten Bozner Treffer vor den Augen, auch er setzte die Scheibe äußerst knapp daneben. Bozen versuchte nun den Gegner durch ein hartnäckiges Forechecking früh zu stören und schirmte nach hinten gut ab. Logischerweise erhöhte Vienna nun den Druck: Irving schnappte sich einen Distanzschuss von Peter und Rotter traf die Scheibe nicht vor dem leeren Bozner Kasten.

Die beste Chance hatten jedoch abermals die Hausherren: Frank eroberte sich die Scheibe und bediente Bernard mit einem Querpass allein vor dem gegnerischen Tor, es wäre die endgültige Entscheidung in diesem Match gewesen. So brachte Coach Cameron brachte eine Minute vor Spielende den sechsten Feldspieler, die Hausherren verteidigten gut und schrammten sogar zwei Mal am Empty Net Goal vorbei.

HCB Südtirol Alperia – spusu Vienna Capitals 2:1 (1:0 – 0:1 – 1:0) – Serie: 1 – 0

Die Tore: 01:46 Anton Bernard (1:0) – 24:04 Benjamin Nissner (1:1) – 42:13 Dennis Robertson (2:1)

Schiedsrichter: Piragic/Trilar – Riecken/Seewald
Zuschauer: hinter verschlossenen Türen

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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