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„Unerträgliche Belastung“

Julia Unterberger (EPA/Augusto Casasoli/ POOL)

SVP-Senatorin Julia Unterberger geht davon aus, dass mit dem Unterstützungsdekret die Mittel für Familien mit Kleinkindern erhöht werden.

Juli Unterberger sagt: „Die mit Dekret 30/2021 eingeführten Maßnahmen um erwerbstätige Eltern von Kleinkindern zu unterstützen sind unzulänglich.Daher hoffe ich, dass mit dem Unterstützungsdekret, das voraussichtlich am Freitag verabschiedet wird, die Mittel für Familien mit Kleinkindern erhöht werden. Diese geraten zunehmend in Schwierigkeiten, nachdem für viele Regionen wieder die Regeln der ‚roten Zone‘ gelten und folglich die Kinderkrippen und Kindergärten geschlossen worden sind.“

Es müsse, so die SVP-Senatorin, vor allem der Beitrag für den Babysitter-Bonus erhöht werden: 100 Euro pro Woche könnten höchstens zehn Stunden Babysitting bezahlt werden. „Das sind zwei Stunden am Tag. Dies reicht nicht, wenn man bedenkt, dass man in einer Stadt wie Rom schon mindestens eine Stunde braucht, um überhaupt zu seinem Arbeitsplatz zu gelangen“, so Unterberger.

„Außerdem ist es nicht akzeptabel, dass wie im Dekret 30/2021 vorgesehen, dieser Beitrag nicht auf Eltern von Kleinkindern ausgedehnt wird, die sich im Smart Working befinden. Bekanntlich ist es sehr schwierig, gleichermaßen seiner Arbeit und der Betreuung von Kleinkindern nachzukommen. Es wäre absolut das falsche Signal, hauptsächlich von den Frauen, zu verlangen, dass sie wie selbstverständlich neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Kleinkinderbetreuung übernehmen.“

Überhaupt die beste Lösung wäre es, die Öffnung der Kinderkrippen auch in den roten Zonen wieder zu ermöglichen, so die SVP-Politikerin.

Erst am Mittwoch ha´be der Bildungsminister daran erinnert, dass mittlerweile fast die Hälfte des didaktischen Personals geimpft worden sei. Zudem handle es sich bei Kleinkindergruppen um die kleinsten Gruppen innerhalb der gesamten Bildungslandschaft, was wiederum größere Spielräume hinsichtlich der Sicherheit ermöglicht, so die SVP-Senatorin.

Julia Unterberger weiter:

„Wir dürfen auch nicht vergessen, wie sich die Situation der privat geführten Kinderkrippen, infolge der Einstufung vieler Regionen als ‚rote Zone‘ verschlechtert hat. Diese machen fast die Hälfte des Angebots im gesamten Staatsgebiet aus.

Familien mit Kleinkindern und ganz besonders Frauen werden auf unerträgliche Weise belastet. Wenn sie sich für die Elternzeit entscheiden, hat das entweder den Verlust eines Großteils des Gehalts oder gar des Arbeitsplatzes zur Folge. Wenn sie in Smart Working sind müssen sie gleichzeitig die Kinder betreuen.

Es braucht endlich wirksame Instrumente um berufstätige Eltern, leider vor allem Frauen, stärker zu unterstützen: Die vorhandenen Maßnahmen reichen nicht im Geringsten aus!“

 

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