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Impf-Stopp für AstraZeneca

AstraZeneca (Foto: SABES/ 123RF.com)

Die Impfungen mit AstraZeneca werden jetzt auch in Italien ausgesetzt. Für Südtirol heißt das: Es müssen Termine abgesagt werden.

+++ UPDATE 17:08 UHR +++

Jetzt ist die Aussendung des Südtiroler Sanitätsbetriebes da.
Darin heißt es:
„Nach der Aussetzung der Corona-Schutzimpfung mit AstraZeneca stoppt Südtirol die AstraZeneca-Impfungen.

Die italienische Agentur für Medikamente AIFA hat in Erwartung von Aussagen von Seiten der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und in Analogie zu Maßnahmen in anderen europäischen Ländern die Verimpfung des Impfstoffes AstraZeneca vorsorglich und zeitweilig ausgesetzt.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat diese Maßnahme unverzüglich umgesetzt und die Impftätigkeiten mit AstraZeneca ebenfalls unterbrochen. Die für morgen und die kommenden Tage vorgemerkten Impftermine sind vorerst abgesagt. Betroffen sind die Altersgruppe der 75-79-Jährigen sowie eventuell noch vorgemerktes Schulpersonal und Sicherheits- und Ordnungskräfte.

Die Corona-Schutzimpfungen für die über 80-Jährigen mit den Impfstoffen BioNtech-Pfizer und Moderna gehen wie gewohnt weiter.“

Florian Zerzer

DAS HABEN WIR BERICHTET

Am Montagnachmittag hat zuerst Deutschland die Impfungen mit AstraZeneca gestoppt.

Und jetzt hat auch Italien die Reißleine gezogen und die Impfungen mit AstraZeneca vorerst ausgesetzt.

Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Florian Zerzer, bestätigte kurz nach 16.00 Uhr die Meldung gegenüber TAGESZEITUNG Online:

„Die Impfungen mit Astra Zeneca werden sofort ausgesetzt.

Wir impfen jetzt mit Pfizer und Moderna weiter und sind jetzt leider zum wiederholten Male in der unguten Situation, dass wir viele Impftermine absagen müssen.“

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA will von AstraZeneca genauere Daten zu den mutmaßlichen Impfschadensfällen und Nebenwirkungen des Vakzins.

Die Entscheidung der italienischen Arzneimittelbehörde AIFA, die Impfungen mit dem schwedisch-britischen Impfstoff mit sofortiger Wirkung auszusetzen, gilt so lange, bis die EMA grünes Licht erteilt.

Die italienische Regierung, die am Vormittag noch eine Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca ausgeschlossen hatte, spricht nun von einer Vorsichtsmaßnahme, die gelten soll, bis sich die europäische Arzneibehörde EMA über die Sicherheit des Impfstoffes aussprechen wird.

Der schwedisch-britische Pharmakonzern selbst hatte zuletzt erneut die Sicherheit seines Corona-Impfstoffs betont.

Auch Frankreich hat indes die Impfungen mit AstraZeneca ausgesetzt.

Deutschland nannte als Grund für die Aussetzung eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu „notwendigen weiteren Untersuchungen“ nach neuen Meldungen über Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit dem Vakzin.

Als erstes Land hatte in der vergangenen Woche Dänemark das Impfen mit dem Vakzin von AstraZeneca gestoppt. Norwegen, Island, Bulgarien, Irland und die Niederlande folgten.

Eine offizielle Stellungnahme des Südtiroler Sanitätsbetriebes dürfte in den nächsten Stunden veröffentlicht werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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