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Benincasa über Mullican

Antonino Benincasa: Die Geschichte der Piktogramme beginnt schon mit den ersten Höhlenmalereien (Foto: Museion)

Der Designer Antonino Benincasa setzt sich mit Matt Mullicans „102 Signs for a Museum Fence in der Museion Passage auseinander.


Die Aufnahme eines Dialogs zwischen der Kunst und verschiedenen anderen Disziplinen wie der Neurowissenschaft, der Philosophie, der Literatur und dem Design: Dieses Ziel verfolgt das Museion mit einer Reihe von Videointerviews zur Installation „102 Signs for a Museum Fence” des US-amerikanischen Künstlers Matt Mullican. Das Werk hängt seit dem vergangenen November im Erdgeschoss des Museion und eröffnet dort ein neues Format, das unabhängig von den Ausstellungen Exponate aus der eigenen Sammlung vorstellt.Am 9. März setzte sich der Designer und Professor für Kommunikationsdesign an der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen Antonio Benincasa mit dem Werk auseinander. Dabei untersucht er vor allem die Funktion der Piktogramme, die seiner Ansicht nach vor allem der Orientierung dienen, beispielsweise in öffentlichen Gebäuden. Die Entwicklung der Piktogramme für die Olympischen Spiele in München 1972 war ein entscheidender Schritt in diese Richtung. Aber die Geschichte der Piktogramme ist noch viel älter und beginnt schon mit den ersten Höhlenmalereien. Zu Matt Mullicans Kunst gehören auch Zeichen für immaterielle oder religiöse Inhalte. Vergleichbare Ansätze gibt es auch im Kommunikationsdesign, indem diese versuchen, menschliche Situationen und Lebenswirklichkeiten zu erfassen, die über eine enggefasste alltägliche Funktion weit hinausgehen. In diesem Fall stimmen Kunst und Design überein.

Antonino Benincasa (*1967) ist Designer. 1993 schloss er sein Studium an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd ab. Seit 1996 lebt er in Italien. In Mailand gründete er das Designstudio „72 dpi“. Von 1997 bis 2005 unterrichtete er am Politecnico in Mailand Visuelle Kommunikation. 1999 gründete er mit Nicole Husmann das Designstudio „Husmann-Benincasa Corporate & Brand Design“. Im Jahr 2000 gewann er den internationalen Wettbewerb für die Entwicklung des Logos und der Corporate Identity der olympischen Winterspiele Turin 2006. Seit 2005 ist er Professor an der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen.

Das Video mit Antonio Benincasa wurde in deutscher Sprache produziert. Versionen mit englischen und italienischen Untertiteln stehen auf dem YouTube-Kanal des Museion bereit. Zu sehen auf dem YouTube-Kanal des Museion „MUSEIONbz”

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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