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Die Ausnahmen

Federico Giudiceandrea und LH Kompatscher (Archivfoto)

Der Industriellenverband hat beim LH Erleichterung für die Produktionsbetriebe in den von den Corona-Mutationen betroffenen Betrieben erwirkt.

Eine Aussprache zu den Einschränkungen für Produktionstätigkeiten in den Gemeinden Meran, Riffian, Moos in Passeier und Sankt Pankraz gab es zwischen dem Präsidium des Unternehmerverbandes Südtirol und Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Verbandspräsident Federico Giudiceandrea hat dabei darauf hingewiesen, dass die für Produktionstätigkeiten vorgesehenen Einschränkungen ein Einzelfall in ganz Europa darstellen und die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung heimischer Unternehmer gefährden, da ihre Mitbewerber im Rest der Welt weiterarbeiten dürfen. Südtiroler Unternehmen würden damit von ihren Kunden in den internationalen Lieferketten ersetzt werden und dadurch Arbeitsplätze in Südtirol langfristig verloren gehen.

Landeshauptmann Kompatscher hat daraufhin, mit ausdrücklichem Bezug auf die Regelung für die produktiven Tätigkeiten klargestellt, dass aufgrund der vereinbarten massiven Teststrategie eine Erleichterung  der Regelungen für die Produktionsunternehmen in den 4 Gemeinden Meran, Riffian, Moos in Passeier und Sankt Pankraz kurzfristig vorgenommen werden kann und diese überarbeiteten Regeln dann eventuell auch in anderen Südtiroler Gemeinden ausgedehnt werden, in denen Mutationen festgestellt werden.

Beim Treffen wurde auch auf die Wichtigkeit der regelmäßigen Testung hingewiesen. In einem Schreiben an die Mitgliedsbetriebe hat sich deshalb Verbandspräsident Federico Giudiceandrea bei den Unternehmen dafür bedankt, dass gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Regeln der Sicherheitsprotokolle, die gemeinsam mit den Gewerkschaften erarbeitet wurden, sowie die Empfehlung der regelmäßigen Testung der Mitarbeiter mit großem Verantwortungsbewusstsein umgesetzt werden. Diese Bemühungen wurden auch vom Landeshauptmann anerkannt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • hallihallo

    unglaublich, in den industriebetrieben darf immer weitergearbeitet werden.
    egal ob gelb, orange, rot, dunkelrot, lockdown, mutanten, ….
    dafür hat sich giudiceandrea ja beim lh für den lockdown ausgesprochen. wichtig sei , daß bei einem lockdown die industrie weiterarbeiten darf.
    lh wird wohl ab 2023 direktor des industriellenverbandes werden.

    • cif

      halli…

      Die Wichtigkeit liegt darin und sollten Menschen mit einem logischen Hausverstand verständlich sein.

      Verbandspräsident Federico Giudiceandrea hat dabei darauf hingewiesen, dass die für Produktionstätigkeiten vorgesehenen Einschränkungen ein Einzelfall in ganz Europa darstellen und die Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung heimischer Unternehmer gefährden, da ihre Mitbewerber im Rest der Welt weiterarbeiten dürfen. Südtiroler Unternehmen würden damit von ihren Kunden in den internationalen Lieferketten ersetzt werden und dadurch Arbeitsplätze in Südtirol langfristig verloren gehen.

      • hallihallo

        na die firma von giudiceandrea gehört wie soviele andere industrieunternehmen keiner lieferkette an. das sind ausreden, die wohl nur auf die autoindustrie zutreffen. aber für jeden sind halt die eigenen betriebe die wichtigsten. es fällt auf , daß sich nicht behaupten, daß sich in der industrie niemand infiziert hat, denn dann müßten sie wohl lügen.
        wir stehen auch im internationalen wettbewerb.
        die hotels und lifte in der schweiz haben geöffnet und die zahlen der schweiz sind nicht schlechter als in südtirol. die lifte in österreich sind geöffnet und die hotels erhalten sehr hohe ausgleichszahlungen.

  • drago

    Die Nachrichten diesbezüglich klangen gestern aber ganz anders. Aber was soll’s, dass der LH gestern hü und heute hott sagt, ist nichts neues. Eigentlich fehlt nur der Hinweis auf’s Zusammenhalten.

  • lucky

    Dieser komische Typ Federico Giudiceandrea ist ein Schleimer, kricht dem Landeshauptmann in den ……….. Betriebsmensen sind geöffnet, ob die Hygiene dort besser ist als in den Restaurants und der Absand lasse ich mal offen.
    Die Mittarbeiter der Industrie gehören wohl zu den Spitzenreitern der Coronainvizierung. Gemeinsame Fahrt zu Arbeit, Pause im Betrieb vor der Kaffemaschine usw. Natürlich die Indurstie hat viele Wählerstimmen (SVP).
    Gegenüber den Handwerkern ist das eine Frechheit, die müssen im freien Essen mit Abholservice.

  • derweissehelge

    Und dann muss noch beim LH gebettelt werden. Abgesetzt und ausgesetzt gehört dieser. Er ist oberster Mitläufer dieser Verfassungswidrigen Verordnungen!

  • franz19

    Was kassiert denn unser Landeshauptmann von den Industriellen..Essen ,Reisen oder Gutscheine..??
    Sie dürften immer arbeiten kein Problem,in verschieden Betriebe gab es zig Fälle an Covid aber alles lief weiter. Schön still sein und den Landeshauptmann ab und zu einladen…
    Der Tourismus hat jetzt zum Teil über 4 Monate zu und keine Aussichten auf eine Besserung .
    Herr Kompatscher wir sind tief enttäuscht so einen Landeshauptmann zu haben…

  • normalsterblicher

    Nur gut, wenn die Industrie ohne Einschränkungen weiterarbeiten kann.
    Wir dürfen aber nicht vergessen, dass auch in den anderen Wirtschaftssektoren wie im Handwerk, im Handel (Groß- und Einzelhandel), im Kultur- und Eventbereich, im Hotel- und Gastgewerbe, im Dienstleistungsbereich und im Baugewerbe Arbeitsplätze verloren gehen können und auch bereits verloren gegangen sind, nicht nur in der Industrie.

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