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„Die Schnellschuss-Dekrete“

Die Freiheitlichen finden, dass die Landesregierung mit ihrem „Tingeltangel-Lockdown“ erneut für Chaos sorge.

„Landeshauptmann Kompatscher erzeugt mit seinem neuesten Dekret schon wieder für Chaos. Nicht genug damit, dass nach Wochen des Schönredens die Landesregierung im völligen Alleingang einen wochenlangen Teil-Lockdown beschlossen hat, folgt nach nur einer Woche ein neues, unausgegorenes Dekret, das einmal mehr für Verunsicherung und Unmut sorgt“, so der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber.

„Die Tatsache, dass in den nächsten Wochen so viele Menschen wie möglich Arbeit und Unterricht mit digitalen Geräten von zu Hause aus verrichten sollen, aber zugleich Computerfachgeschäfte geschlossen halten müssen, ist gravierend und leider bezeichnend für die Schnellschuss-Dekrete des Landeshauptmanns. Sogar im Dekret vom 23. März 2020 waren der Kauf und die Reparatur digitaler Kommunikationsgeräte jederzeit möglich“, so Leiter Reber.

„Auch den Handwerksbetrieben, welche ab Montag unter verschärften Bedingungen weiterarbeiten dürfen, lässt der Landeshauptmann keinerlei Möglichkeit sich auf die neuen Regeln vorzubereiten. Wer sich wie Kompatscher Solidarität und Zusammenhalt wünscht und den Schulterschluss zur Bevölkerung beschwört, darf nicht selbst Woche für Woche für noch mehr Chaos und Verunsicherung sorgen“, so der F-Obmann.

Auch Dietmar Zwerger, Vertreter der freiheitlichen Handwerker ist aufgebracht: „Ist es zu viel verlangt, dass die Regeln klar und frühzeitig kommuniziert werden? Es ist Freitagabend, die allermeisten Mitarbeiter haben bereits Feierabend, und sind bereits ins Wochenende gestartet. Wir wissen aber noch nicht, unter welchen Voraussetzungen unsere Betriebe am Montag arbeiten dürfen.“

„Der Verweis auf die Sicherheitsprotokolle und Vereinbarungen mit dem Sanitätsbetrieb lässt viele Fragen offen: Brauchen wir einen Test, wer braucht einen Test, sind FFP2-Masken empfohlen oder verpflichtend, dürfen wir in die Wohnungen oder nicht, das alles ist völlig unklar! Wann will uns Kompatscher dies mitteilen, wann sollen wir unsere Angestellten informieren, wann mit unseren Kunden Termine vereinbaren oder absagen? In der Nacht von Sonntag auf Montag? Wenn wir und andere Branchen nur unter strengen Regeln arbeiten dürfen, dann müssen diese rechtzeitig und vor allem klar und deutlich mitgeteilt werden“, so Zwerger.

„Längst sind viele Südtiroler der Meinung, dass ein zweiwöchiger echter Lockdown, nicht nur effektiver als dieses Chaos auf Raten wäre, sondern auch erträglicher für Familien, Firmen und Angestellte. Während Kompatscher wohl in den nächsten Tagen erneut eine Nachbesserung, der Nachbesserung folgen lassen wird, bleiben die versprochenen Hilfsgelder für viele Südtiroler aus. Immer mehr sind finanziell am Ende und viele von ihnen werden seit bald einem Jahr von der Landesregierung im Stich gelassen“, schließt Parteiobmann Leiter Reber.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • bw

    Der Bauernvertreter Reber fordert und fordert und fordert, zu wenig für mehr als 5.000 Euro netto/Monat. Bude rocken und Lösungsvorschläge wären angesagt Herr 0,0 Euro Einkommenserklärer.

  • iceman

    Herr Reber, nehmen sie sich ein Beispiel an ihrer Parteikollegin, die bringt die Bevölkerung in dieser tristen Zeit mit Zugvögel Geschichten wenigsten zum lachen. Also strengen sie sich bitte an und bringen konkrete Vorschläge oder lustige Geschichten, das ist das mindeste was wir für unser Steuergeld erwarten.

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