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„Konsequente Trentiner“

Philipp Moser

Die Autonome Provinz Trient hat vor kurzem die Sonn- und Feiertagsschließungen mittels Landesgesetz neu geregelt. Das Trentiner Landesgesetz sieht eine grundsätzliche Schließung der Geschäfte mit Ausnahmen für hochtouristische Orte und bei bestimmten Anlässen vor.

„Die Entscheidung wurde vom dortigen Landtag mit breiter Mehrheit und ohne Gegenstimme getroffen. Auch die Trentiner haben wie Südtirol keine primäre Kompetenz in diesem Bereich. Aber allein der Mut und die Konsequenz wie die verantwortlichen Entscheidungsträger in der Nachbarprovinz das Ganze durchgezogen haben, zeigt, dass mittlerweile die Sensibilität für die Sonntagsruhe auch über unsere Grenzen hinaus Vorrang und oberste Priorität hat“, kommentiert Philipp Moser, Präsident des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol.

Auch der hds hatte vor kürzlich lediglich für eine Öffnung der Geschäfte in den 24 hochtouristischen Orte in Südtirol – also jene, die 120 Nächtigungen pro Einwohner pro Jahr überschreiten – plädiert. Wie sich am Ende herausgestellt hat, ist aber diese Ausnahmeregelung nur für einige Orte rechtlich nicht haltbar. „So wird das Trentiner Landesgesetz voraussichtlich starken Gegenwind aus Rom bekommen und angefochten werden“, sagt Moser.

Der hds plädiert nach wie vor für eine lokale Bestimmung der Öffnungszeiten und für geregelte Sonntagsöffnungen im Sinne der Vielfalt des Südtiroler Handels. „Wir brauchen eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung, die auch Ausnahmen für die Tourismusorte sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe vorsieht“, so der hds-Präsident.

Voraussetzung für eine eigene Landesregelung ist, dass auch für die Öffnungszeiten die Zuständigkeit vom Staat an das Land übergeht und die Materie wieder autonom geregelt wird. Eine entsprechende Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut hat das Land bereits in Rom eingebracht. „Darauf aufbauend kann dann eine eigene Südtiroler Regelung verabschiedet werden“, so Moser abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • thefirestarter

    die Trientner als Vorreiter…

    sich mit Ihnen zusommentian… ah, der Stolz isch a schreckliche soch.

  • hansi

    Hut ab……. das Trentino ist uns i n so manchem voraus und um einiges schlauer – haben die Autonomie (welche ihnen ja gar nicht zustünde in gewisser Hinsicht) und nutzen diese besser – zudem als Stadt mittlerweile auch interessanter als Bozen von Strukturen und Einrichtungen im Zentrum , vorallem hinsichtlich Bars und Tourissmus, in Bozen lediglich fast mehr China und Pakistaniviertel

  • n.g.

    @hansi was an Bozen noch schön sein soll, frag ich mich seit Jahren! Zum Thema Chinesen, Ausländern an sich…. ich sehe es an den Albanern, Bruneck… Das Problrm, wrnn mans denn so nennen will, einige tuns ja, ist, dass Vielen die zu uns kamen keine Arbeit gegeben wurde. Angst das klappt nicht usw…. was tun dann Einige, sie machten sich selbstständig um zu überleben… ganz einfach… darum haben wir an jeder Ecke in Bruneck albanische Bars, oder Pizza und.. Läden. Mir ist egal, werd gut behandelt und mann isst genau wir woanders. Chinesen haben ibre eigene Mentalität und sich selbstständig zu machen liegt in ihrem Wurzeln… die überennen langsam sowieso alles. Warum? Weil, wie hier gesagt, die Ausländer gezwungen sind was zu tun und die Einheimischen meist schiss vor Selbständigkeit haben.. Das wird mir übrigens auch so von vielen gesagt! Was hindert einen Einheimischen genau das Selbe zu tun? Ok, der Chinese und Albaner leiht sich sein Geld ift aus maffiösen Strukturen… aber der Einheimische könnte es sich leihen… hm

    • thefirestarter

      Ok aber die Chinesen haben auch ein Mafia ähnliches Netzwerk hinter sich für das Geld anscheinend kein Problem ist.
      Lass dir von Barbesitzern in Bozen erzählen wie und welche Angebote die Chinesen für die Übernahme der Lokale machen.. cash.

  • drago

    Aha, Schließung der Geschäfte am Sonntag, natürlich mit Ausnahme der hochtouristisch entwickelten Orte.
    Mir scheint, da geht es weder um die Angestellten noch um die Kunden, sondern darum eine Konkurrenz auszuschließen und trotzdem, wo es geht, um mehr Verdienst.

  • hansi

    n.g habe an und fr sich nichts gegen Ausländer – bzw solche die sich anpassen und eben arbeiten – sicher unsere Leute generell zu bequem – Samstag und Sonntag frei haben wollen, aber auch mit Geldleihe ist es so eine Sache – da werden wir teils arg im Regen stehn gelassen von den Banken – bekommt man ja nur Geld wenn man Sohn/Tochter eines Apfelbauern ist – fazit die Schere klafft immer weiter auseinander – es gibt bald nur mehr arm oder reich.

  • andreas

    So langsam nervt es, wenn alles für die Touristen gemacht wir und die Einheimischen, so wie in Bozen mit dem Verkehr und den Parkplätzen in der Industriezone, nur noch schikaniert werden.

    Sonntagöffnung nützt nur den Großen, ist aber z.B. bequem, wenn in Bozen das Interspar offen ist.
    Nebenbei sind auch einige der Angestellten froh, Sonntag arbeiten zu dürfen, da sie da mehr verdienen.

  • hallihallo

    alle schreiben nach freier marktwirtschaft und wollen geschäfte öffnen. wenn sie dann sonntags nicht arbeiten wollen, sollen die anderen geschäfte auch nicht öffnen können. es steht doch jedem frei ob er am sonntag sein geschäft öffnen will oder nicht. im tourismus müssen auch alle am sonntag arbeiten, meistens noch mehr als an wochentagen. es ist doch komisch , daß alle sonntags frei haben wollen und dann am montag klagen , daß die straßen und die infrastrukturen, usw. alles überfüllt waren. aber niemand will am montag oder dienstag frei.

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