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„Mehrwertsteuer muss runter“

Der SVP-Landtagsabgeordnete Helmut Tauber fordert eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen.
Die Regierungen Österreichs und Deutschlands haben beschlossen, zur Ankurbelung der Wirtschaft die Mehrwertsteuer auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen zu reduzieren. Dies gilt speziell auch für die touristischen Übernachtungen und für die Verabreichung von Speisen und Getränken in den Gastbetrieben. „Diesem Beispiel soll auch die italienische Regierung folgen und die Mehrwertsteuersätze zumindest temporär reduzieren“, fordert SVP-Landtagsabgeordneter Helmut Tauber.

Speziell in den von der Corona-Pandemie stark betroffenen Sektoren, wie Handel, Beherbergung und Gastronomie, würde eine Reduzierung der Mehrwertsteuersätze zu einer Belebung beitragen. Tauber verweist dabei auf die jüngsten Umfragen der Gastgewerbeverbände „Fipe“ und „Federalberghi“ zu den wirtschaftlichen Aussichten der Gastbetriebe. Laut „Fipe“ haben die Gastronomiebetriebe ihre Umsätze gegenüber der Zeit vor dem Lockdown halbiert. Zwei Drittel der Betriebe hätten das Personal reduzieren müssen. 52 Prozent der befragten Gastronomen sprechen von starken Einnahmenverlusten.

Nach wie vor schwierig gestaltet sich auch die Lage in der Hotellerie. In der Zeit des totalen Stillstandes in Italien hat die Beherbergungsbranche rund 29 Millionen touristische Ankünfte bzw. 81 Millionen Nächtigungen verloren. Das sind rund 18 Prozent aller Nächtigungen von in- und ausländischen Touristen pro Jahr in Italien. „Diese Umsatzrückgänge lassen sich in der Hotellerie nicht mehr aufholen. Deshalb sind Maßnahmen gefragt, welche zur touristischen Belebung beitragen. So wäre unter anderem auch eine Senkung der Mehrwertsteuer sehr sinnvoll; noch dazu, wenn unsere Nachbarländer diese Maßnahme ebenso nutzen“, so Tauber.

Er werde darauf hinarbeiten, in enger Abstimmung mit der Landesregierung, mit SVP-Senator Dieter Steger und den anderen SVP-Parlamentariern in Rom, die Regierung von dieser kurzfristigen aber sehr wirksamen Maßnahme zu überzeugen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (21)

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  • andreas

    3% MwSt. Reduzierung animiert wohl keinen Einzigen dazu, deshalb Urlaub zu machen.
    Wenn der Urlaub 2.000 Euro kostet, machen es die 60 Euro auch nicht mehr wirklich aus.
    Und ob man im Restaurant 30 Euro oder 29,10 Euro zahlt, ist auch nicht unbedingt entscheidend.

    Coronafrei, maskenfrei und logische und nachvollziehbare Sicherheitsmaßnahmen sind da weit effizienter.

    • rumer

      Sehr gut, 22 % in Italien, 16% in München. Die Italiener sollen brav zahlen und wir Südtiroler fahren nach München um den neuen Fernseher zu kaufen.

    • summer

      @andreas
      Herr Tauber ist Gastronom, er fordert die MwSt.-Reduzierung sicher nicht wegen der Kunden.
      Die von dir genannten Beträge würden sicher nicht an die Kunden weitergegeben werden. Bei hunderten Restaurant- oder Hotelgästen wäre dies dann am Ende der Saison doch ein schöner Patzen mehr.
      Also Herr Tauber schein ein offizieller Lobbyist zu sein.

  • paul1

    … das Land soll mit gutem Beispiel vorausgehen, und auch einmal die Steuer herabsetzen. Wann kann nicht immer vom Wasser predigen und Wein trinken..!!!!!!!!!!!!!!!!

    • yannis

      @paul1

      richtig, z.B. die Tourist-Tax aussetzen, oder besser ganz abschaffen, schließlich zahlt jeder Tourist mit jeden Brötchen was er isst MwSt., sofern diese gemäß dem italienischen Volkssport nicht hinterzogen wird

  • n.g.

    Wie sich die Zeiten ändern. Da wird doch plötzlich von Herrn Andreas die Abschaffung der Maskenpflicht vorgeschlagen. Nicht 2 Wochen her das der selbe Herr jeden runter geputzt hat der gegen Masken war. Anscheinend hat andreas die Coronakriese in Bezug Masken für beemdet erklärt.

  • nix.nuis

    Wem würde der Herr Tauber die Mwst.-Senkung dann angedeihen lassen?
    Dem Gast/Kunde oder würde der Dienstleister ganz einfach die Preise gleich lassen und die Reduzierung in die eigene Tasche stecken?

    Die Hotels arbeiten mit Preislisten – die werden sie kaum um die Cent-Beträge reduzieren…!

    Also geht es eigentlich um das selbe wie sonst auch immer – sie hätten gerne einen „kleinen Beitrag“ 😉

  • freitag

    Das Gegenteil sollte heutzutage der Fall sein. Erhöhte Mwst für Luxusgüter, und weniger für lebensnotwendige.

    Ps. sorry, wusste gar nicht, daß es einen Landtagsabgeordneten Tauber gibt.

  • tirolersepp

    3 % Mehrwertsteuerreduzierung = Falsch
    3 % Lohnerhöhung = Richtig

    aber auf die Idee kommt natürlich keiner – ehh klar !

  • pfendtpeter

    Eh klar, die Senkung würden die Wirtschaftstreibenden einbehalten und die üblichen Zahler wären wieder die Deppen!

  • ostern

    Die Steuern werden sicher nicht herabgesetzt,
    denn es betrifft nicht die Bauern.Es lebe die Lobby!!!

    • rumer

      @ostern
      Du hast wenig Ahnung! 80% der Bauern sind im Pauschalsystem und es würde sie sehr wohl treffen. Alle Ausgaben wären für sie günstiger um, z.B. 3%. Für Milch und Äpfel würden sie auch weniger kriegen, wahrscheinlich aber nur 1,5%. Folglich eine gute Zeit für Investments.

  • franz1

    Für den Unternehmer ein schönes Zubrot, für den Arbeitnehmer (?) der spürt sicher nix…
    Des wird nicht weitergegeben..

  • ahaa

    Abgekartetes. Die Preise bleiben gleich um dann wiederum beides zu erhöhen. Sollte ich recht haben, was glaubt ihr dann noch von ihm. Vermutlich wieder alles. Oder einfach ein anderes Gesicht zulassen. Das Spiel beginnt von neuem. .

  • meintag

    Man sucht ein Thema für das Sommerloch. Da die verschuldete SVP Wahlwerbung machen muss, kann es nur auf diesem Weg für den September gehen. Auch ein Anderer hat Heute im Radio von Mehrwertsteuererhöhung für den Online Handel geschwafelt. Mal schauen ob die römischen SVP Mücken den dortigen Herbst überhaupt überleben.

  • nix.nuis

    Das geht dann so:
    1. Jetzt die Mwst senken – Preise für den Endverbraucher bleiben aber gleich!
    2. Dann die Mwst wieder erhöhern – Preise für den Endverbraucher steigen!

    Dieses Spiel haben wir ja mit den Telefonverträgen bereits einmal mitgemacht – und was macht die Politik?
    Richtig, sie schaut zu…

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