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200 Personen in Quarantäne

LH Arno Kompatscher hat nach der Reisewarnung für Südtirol Kontakt mit dem deutschen Außenministerium aufgenommen: 200 Südtiroler seien in Quarantäne, man nehme die Situation ernst. 

LH Kompatscher hat nach der Reisewarnung für Südtirol mit dem deutschen Außenministerium Kontakt aufgenommen. Ganz Europa sei nun im weiteren Sinne ein Risikogebiet.

Das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung empfiehlt den Bundesbürgern, wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol abzusehen. Abgeraten wird ebenso von nicht nötigen Reisen in die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei, sowie in die Stadt Vo‘ in der Provinz Padua. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut Südtirol als Risikogebiet eingestuft.

Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol, erklärt, dass die Reisewarnung aus Deutschland Südtirol hart treffe. „In Südtirol wurden bisher zwei Personen positiv auf den Coronavirus getestet.

Rund 200 Leute befinden sich in häuslicher Quarantäne“, erklärt Kompatscher.

Zur Erinnerung:

Am Donnerstag war es noch 125 Personen.

Es würden unter Berücksichtigung internationaler Standards laufend Tests durchgeführt. Südtirols Landeshauptmann setzte sich noch am Freitagvormittag (6. März) mit dem Deutschen Außenministerium in Verbindung und bot an, bei Bedarf sämtliche Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen.

„Südtirol nimmt die Situation sehr ernst und arbeitet intensiv daran, das Infektionsrisiko weiterhin möglichst gering zu halten. Dabei stützen wir uns auf die Vorgaben des Staates und die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden“, unterstreicht Kompatscher. „Ich kann versichern, dass wir mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Professionalität vorgehen.“ Südtirols Regierungschef will den wirtschaftlichen Schaden für sein Land möglichst geringhalten, betont aber, dass der Schutz der Gesundheit der Einheimischen und Urlaubsgäste in jedem Fall absoluten Vorrang hat.

Landeshauptmann Kompatscher dementiert zugleich Meldungen, wonach nun Grenzkontrollen vorgenommen und/oder die Grenzen zu den Nachbarstaaten geschlossen würden. „Ganz Europa ist im weiteren Sinne ein Risikogebiet“, so Kompatscher. „Und wir tun in Europa alle gut daran, die Menschen seriös zu informieren, Vorsichtsmaßnahmen anzumahnen und auf lokaler Ebene die Infektionsketten zu durchbrechen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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