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Der Rekord-Umzug

In Terlan wird heute der größte Faschingsumzug in der Dorfgeschichte organisiert. Gleichzeitig sollen mehr als 150 Einsatzkräfte für die Sicherheit sorgen. 

von Lisi Lang

Nach den großen Problemen vor zwei Jahren und einem gelungenen Neustart im Vorjahr wird in Terlan am heutigen Unsinnigen der größte Faschingsumzug in der Dorfgeschichte organisiert. „Es haben sich 25 Gruppen und Wägen aus Andrian, Nals, Mölten und Terlan mit rund 350 aktiven Darstellern angemeldet“, freut sich Bürgermeister Klaus Runer auf den 49. Terlaner Umzug.

Damit die Besucher aber auch in Ruhe feiern können und die Teilnehmer des Umzugs gleichzeitig sicher sind, stehen heute mehr als 150 Sicherheitskräfte im Einsatz. Neben 80 Security-Männern sind auch 50 Feuerwehrleute sowie Polizei, Carabinieri und Rettung vor Ort. „Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen vom Vorjahr aufrecht erhalten und sogar potenziert“, sagt Klaus Runer.

Der Bürgermeister von Terlan war wegen des Umzugs sogar letzte Woche zum Sicherheitsgipfel im Regierungskommissariat geladen, um die verschiedenen Aspekte mit den Sicherheitsbehörden durchzusprechen.

Heuer will man auch dem Umweltgedanken beim Umzug vermehrt Rechnung tragen. Alle aktiven Teilnehmer dürfen nur aus den eigens angefertigten „Pansele, Pansele- Schalelen“ Getränke zu sich nehmen. An den Verpflegungsständen hingegen wird auf Plastikbecher verzichtet und es gibt nur Pappbecher.

Neue ist heuer ebenfalls, dass die teilnehmenden Wägen vorab überprüft wurden, ob diese auch den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprechen und die Teilnehmer mussten sich alle anmelden. „Es dürfen also nur identifizierte und gemeldete Personen mit auf die Umzugswägen“, sagt Runer. Grund für diese zusätzliche Verschärfung ist ein Unfall, der im Vorjahr bei einem Umzug in der Nähe von Mailand passiert ist. „Damals ist ein Mann tödlich verunglückt und daraufhin hat uns das Regierungskommissariat nahe gelegt, diese Aspekte genauer zu überprüfen“, erklärt Klaus Runer.

Wenn er an das Thema Alkohol denkt, ist Bürgermeister Klaus Runer bereits vor dem Umzug etwas nervös. „Ich bin ganz ehrlich: Ich übernehme keine Garantie, dass es keine Betrunkenen geben wird – es ist unmöglich alles zu kontrollieren“, sagt er. Allerdings will man genaue Kontrollen vor allem an den Zugängen zum Umzug durchführen und die Geschäfte im Dorf bleiben geschlossen, damit Jugendliche keinen Alkohol kaufen können. „Wir können die Verantwortung für die Minderjährigen nicht übernehmen – da sind die Eltern gefragt“, unterstreicht der Bürgermeister von Terlan.

Um 13.00 Uhr startet der Umzug am Haus des Apfels, fährt dann durch das Dorf und kommt über die gesperrte Hauptstraße gegen 16.00 Uhr wieder zurück zum Dorfplatz. Auch heuer wieder verlangt das Faschingskomitee einen Eintritt von 5 Euro.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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