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Mehr Arbeitsplätze

Federico Giudiceandrea

Im Jahr 2013 beschäftigten die Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes knapp 30.000 Menschen. Heute ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 479 Mitgliedsunternehmen auf 41.212 gestiegen.

„Die Zunahme der Arbeitsplätze ist vor allem auf die positive Entwicklung der Unternehmen der Industrie und der industrienahen Dienstleistungen zurückzuführen, die seit jeher das Rückgrat unseres Verbandes bilden“, so der Präsident des Unternehmerverbandes, Federico Giudiceandrea anlässlich der Veröffentlichung des „Sozialberichtes 2019“.

Die im Sozialbericht zusammengefassten Zahlen basieren auf den bei der Handelskammer Bozen hinterlegten Bilanzen der Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes. Die Ergebnisse spiegeln einen Sektor wider – nämlich die Industrie – der vor allem in seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit seine Stärke hat. Die Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes exportieren in mehr als 170 Länder der Welt Produkte „made in Südtirol“, und weisen eine positive Handelsbilanz (= Exporte – Importe) von über 1,2 Mrd. Euro auf: „Auf diese Weise schafft der Außenhandel Mehrwert und Arbeitsplätze vor Ort“, sagt Giudiceandrea. Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes haben im vergangenen Jahr zudem 11,3 Mrd. Euro an Produkten und Dienstleistungen von anderen Betrieben, besonders heimische KMUs, angekauft: „Die gesamte Produktionskette erzielt somit einen erheblichen Mehrwert durch die internationale Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens“.

Einer sehr hohen Produktivität (96.514 Euro je Mitarbeiter: ein Wert, der mit jenem der stärksten Industrieregionen Europas vergleichbar ist) entspricht eine Entlohnung, die im Schnitt um 40 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt: die Personalkosten liegen bei 59.035 Euro je Mitarbeiter. In den Mitgliedsbetrieben des Unternehmerverbandes sind die Entlohnungen im Schnitt in den letzten fünf Jahren inflationsbereinigt um jährliche 2,5 Prozent gestiegen.

Das Steueraufkommen ist ebenfalls sehr bedeutend. Im letzten Jahr wurden an Unternehmenssteuer IRES, Wertschöpfungssteuer IRAP und Einkommenssteuer IRPEF auf die Entlohnungen der MitarbeiterInnen 663,9 Mio. Euro bezahlt. Diese Summe deckt die Mittel, die im Landeshaushalt für das Kapitel Familien- und Sozialpolitik vorgesehen sind, vollständig.

„Wer entscheidet Unternehmerin oder Unternehmer zu werden, übernimmt eine große Verantwortung für die Menschen und das Umfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt. Die fast 500 Mitgliedsbetriebe des Unternehmerverbandes sind sich dieser ihrer Verantwortung bewusst. Ihre Bilanzen belegen dies eindrucksvoll. Noch stärker unterstreicht dies die Wertschätzung, die sie den Menschen, angefangen bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und dem Umfeld entgegenbringen, in dem sie sich bewegen und in dessen Mittelpunkt Südtirol steht“, fasst der Präsident des Unternehmerverbandes zusammen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • latemarbz

    Mehr Arbeitsplätze in der Industrie bedeutet auch mehr Grundverbrauch mit evtl Rodungen von (Au-)-Wäldern. Mehr Arbeitsplätze bedeutet auch mehr definitive Ansässigkeit von Zuwanderern und neue Zuwanderung. Schon jetzt finden fast alle geeigneten MIgranten, wenn sie mindestens eine Landessprache sprechen und den Führerschein B haben, eine Arbeitsstelle. In der klein-strukturierten Industrie werden meistens wenige Akademiker gesucht und gut bezahlt, sodass Südtiroler vom Ausland wieder zurückziehen würden. Und wenn, dann brauchen sie Physiker, Chemiker und Ingenieure, die überall eine Mangelware sind.

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