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Das Spitzenspiel

Der FC Südtirol trifft am Sonntag auswärts auf Tabellenführer Padova. Was ist für die auswärtsstarke Truppe von Coach Stefano Vecchi drin?

Nach dem 2:2-Unentschieden in Imola, steht für den FC Südtirol an diesem Sonntag, 10. November das zweite Auswärtsmatch in Serie an. Und es handelt sich um keine gewöhnliche Partie, denn Fabian Tait & Co. sind an diesem 14. Spieltag beim Tabellenführer Padova gefordert. Der Anpfiff im Euganeo-Stadion erfolgt um 17.30 Uhr.

Auch wenn es der FC Südtirol an diesem Wochenende mit dem Titelanwärter Nummer 1 zu tun bekommt, kann Coach Stefano Vecchi mit Zuversicht auf dieses Gastspiel blicken. Die Weißroten konnten nämlich auswärts 16 der insgesamt 26 Punkte einfahren und mussten sich fern von Bozen lediglich Feralpisalò geschlagen geben. Zudem sind die Südtiroler seit jener Niederlage, d.h. seit vier Spieltagen, ungeschlagen.

DIE SITUATION IM HAUSE FCS

Wie bereits gegen Imolese, muss Coach Vecchi ohne Kapitän Hannes Fink und Marco Crocchianti auskommen. Weiters wird auch Luca Berardocco nicht mit von der Partie sein: Der 28-jährige Spielmacher wurde nach seiner Verwarnung gegen Imolese vom Sportrichter für einen Spieltag gesperrt.

DER GEGNER

Vor fünf Jahren, um genau zu sein am 24. Juli 2014, gab es die Neugründung des „Calcio Padova“. Doch es handelt sich mehr um eine Förmlichkeit, denn die eigentlichen Wurzeln des historischen Fußballvereins gehen auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Die Stadt Padua spielte im italienischen Fußball immer schon eine große Rolle. Das wird auch von der Tatsache bestätigt, dass sie in den 20er-Jahren für die erste Serie A-Meisterschaft mit nur einem einzigen Kreis ausgewählt wurde.

Zur ersten Legende des Vereins entwickelte sich Silvio Appiani, der in der Saison 1914/15 18 Treffer in 14 Spiele für Padova erzielte. Im Oktober desselben Jahres verunglückte das junge Talent auf dem Karst. Für die Einwohner Paduas blieb er auch nach seinem Tod ein Symbol für Jugend und Leidenschaft in der lokalen Fußballbewegung.

Auch Nereo Rocco ist in der Provinzhauptstadt unvergessen. Der Trainer aus Triest leitete von 1955 bis 1961 die Geschicke der „Biancoscudati“. Padova beendete unter Nereo Rocco die Serie A 1957/58 auf dem 3. Tabellenplatz, was auch heute noch das beste Resultat der Vereinsgeschichte darstellt.

Auch die 90er waren für Padova von Erfolg geprägte Jahre. In der Saison 1992/93 verpasste der Club aus Venetien haarscharf den Wiederaufstieg in die Serie A. In jenem Team stürmte ein junger Wilder, der sich in den nächsten Jahrzehnten als absoluter Ausnahmekönner entpuppte: Alex Del Piero. Im darauffolgenden Jahr spielte Padova wiederrum eine starke Saison und konnte diesmal die Rückkehr in Italiens Eliteklasse unter Dach und Fach bringen.

Nach der Neugründung im Jahr 2014 schaffte es Padova in nur vier Jahren von den Halbprofis in die Serie B aufzusteigen. Der Klassensprung in die 2. Liga gelang in der Saison 2017/18, als man die Meisterschaft mit acht Punkten Vorsprung auf den FCS auf Platz 1 beendete. Padova konnte in der darauffolgenden bzw. letztjährigen Saison die Klasse nicht halten, zählt aber heuer schon wieder als heißester Titelanwärter. Dieser Rolle werden die „Biancoscudati“ auch gerecht.

Padova führt die Tabelle der Gruppe B an und liegt zurzeit drei Zähler vor dem FCS, der sich mit Reggiana die dritte Position teilt. Von den bisherigen sechs Heimspielen konnten die „Biancoscudati“ vier gewinnen (Fano, Cesena, Arzignano und Sambenedettese). Padova musste sich lediglich Ravenna in der heimischen Spielstätte geschlagen geben, während man sich gegen Carpi mit einem torlosen Remis trennte. Am letzten Spieltag gewann die Elf von Coach Salvatore Sullo das Auswärtsderby gegen Vicenza mit 1 zu 0 und überholte somit den direkten Herausforderer in der Tabelle.

Aktueller Top-Torjäger des Teams ist Claudio Santini mit vier Treffern, gefolgt von Luca Castiglia und Edoardo Soleri mit jeweils drei. Aufgrund einer Gelbsperre werden sowohl Daniele Cappelli als auch Pampeu da Silva Ronaldo gegen den FCS nicht im Aufgebot stehen.

DER „EX“ DES SPIELS

Lediglich für den gesperrten Luca Berardocco handelt es sich um ein Wiedersehen mit einem seiner ehemaligen Vereine. In der Rückrunde der Saison 2016/17 kam der linksfüßige Playmaker acht Mal für Padova zum Einsatz.

DIE BILANZ

Zwischen Padova und dem FCS herrscht zurzeit perfektes Gleichgewicht: zwei Siege für Padova, zwei Unentschieden und zwei FCS-Erfolge, so die bisherige Bilanz. Im letzten Aufeinandertreffen, welches am 24. Februar 2018 im Bozner Drusus-Stadion über die Bühne ging, trennten sich die beiden Teams mit einem 1:1-Unentschieden. Auf den anfänglichen Führungstreffer von Rocco Costantino folgte der Ausgelich von Marco Guidone.

DER SCHIEDSRICHTER

Die Leitung der Partie wurde Matteo Gariglio aus Pinerolo anvertraut. Mattia Massimino aus Cuneo und Claudio Gualtieri aus Asti werden als seine Assistenten agieren.

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