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Die Wasserstoff-Tagung

Die Wasserstoff-Technologien vorantreiben, ist ein strategisches Ziel der Europäischen Kommission. Südtirol ist durch LR Alfreider bei Konferenz in Brüssel vertreten.

Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für eine nachhaltige, emissionsreduzierte Zukunft: Es speichert erneuerbare Energien und kann unter anderem in Brennstoffzellen als emissionsfreier Treibstoff eingesetzt werden.

Mit dem Thema Wasserstoff und seiner Anwendung in den verschiedenen Sektoren beschäftigte sich die Tagung „Hydrogen for Climate Action„, die in Brüssel von der Europäischen Kommission organisiert wurde. Ziel war es, die EU-Strategie für eine gemeinsame europaweite Vision und einen abgestimmten Masterplan für eine zukünftige europäische Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben.

Der designierte EU-Vizekommissionspräsident für Klimaschutz, Frans Timmermans, unterstrich in einem Video die enorme Wichtigkeit, in Wasserstoff zu investieren, damit Europa nicht den Anschluss zu den Konkurrenzmärkten verliere.

Auch Südtirol wird in diesen Prozess miteinbezogen und bei der Entwicklung neuer H2-Technologien dabei sein.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der bei der Tagung über die Entwicklung der H2-Technologien in Südtirol im Sektor öffentliche Mobilität referierte, unterstrich: „Mit der Unterstützung der EU wollen wir die Wasserstoff-Technologien fördern und Südtirol zu einem ‚Hydrogen Valley‚ der sauberen Mobilität hinführen.“ Ziel sei es, eine Wasserstoff-Offensive  auf mehreren Ebenen zu starten sowie ein flächendeckendes Versorgungsnetz vor allem entlang des Brennerkorridors aufzubauen.

Belastung entlang des Brennerkorridors senken

„Wir Südtiroler sind genauso wie die Nachbarregionen durch den täglichen Transitverkehr belastet. Wir wollen eine Infrastruktur entlang der Brennerachse aufbauen und die Fahrzeuge im ÖPNV und im Transitverkehr schrittweise auf Wasserstofftechnologien umstellen“, sagte Alfreider. Dafür brauche es unterstützende Maßnahmen von Seiten der EU, so der Landesrat. Südtirol habe durch seine enorme Wasserkraft ein großes Potential, diese saubere Energie auf regionaler Ebene für Mobilitäts- und Transitlösungen besser zu nutzen.

Derzeit wird das von Alfreider vorgebrachte Projekt „Hydrogen Valley – Green Brennercorridor zusammen mit den europäischen und nationalen Behörden und Südtiroler Partnern definiert. Das Projekt zielt darauf ab, Wasserstoff-Infrastrukturen und Fahrzeugflotten für den Schwerverkehr entlang der Brennerachse zu etablieren und Unterstützungsprojekte (Busse, Nutzfahrzeuge, stationäre Anwendungen) einzubinden.

Mit dem Thema „saubere Antriebstechnologien“ befasst sich am Donnerstag auch die Generaldirektion Move der Europäischen Kommission unter Vorsitz von Elisabeth Werner. In einem Arbeitstreffen unter Einbezug aller Partner am Brennerkorridor sollen mögliche Maßnahmen zur Förderung sauberer Technologien ausgelotet werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • drago

    „Hydrogen Valley – Green Brennercorridor„
    Worthülsen en masse. Darin sind sie gut, unsere Politiker. Als ob das Transitproblem mit sauberen Antrieben gelöst wäre. Wenn die Laster die ganze Autobahn vollgeparkt haben, nützt auch der sauberste Antrieb nichts. Aber was soll’s. Eine Wirtschaft der kurzen Wege und ein Abkehr vom grenzenlosen Warenverkehr ist allerhöchsten in einigen Sonntagsreden präsent. Ansonsten heisst es: immer mehr, immer schneller, immer größer.

    • einereiner

      @erich….Da hast du einen guten Artikel gefunden, danke.
      Ein Wasserstoffauto ist auch nur ein Elektroauto mit einer zusätzlichen Brennstoffzelle un einen Tank. Um H2 zu erzeugen braucht man Industrieanlagen. Danach Tankwagen und Tankstellen…..ein Riesenaufwand.
      Insgesamt verliert man dabei zwei Drittel der Energie. Somit kostet das Autofahren mit H2 dreimal so viel wie direkt mit Strom.
      Nur die Südtiroler Landesregierung ist so dumm und gibt so viel Geld für H2 aus.

  • george

    Wasserstoff? Eigentlich müsste man jene die Produktion aus eigener Tasche zahlen lassen, die davon als Antriebsstoff so schwärmen, dann würde das Ganze schnell wieder aufhören. Ineffizienz pur, die leider wir alle teuer bezahlen müssen.

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