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„Es hat reibungslos funktioniert“

Die Landesnotrufzentrale

Der Zivilschutzprobealarm am Donnerstag hat funktioniert: Um 10 nach 10 heulten in Südtirol landesweit die Sirenen.

Eine Überflutung steht bevor, die Bürgerinnen und Bürger müssen über das Bevölkerungsinformationssystem BISaufgefordert werden, sich in höhergelegen Stockwerke zu begeben: Ein solches Szenario wurde am Donnerstag im Zuge eines Zivilschutzprobealarms in der Landesagentur für Bevölkerungsschutz an der Drususallee in Bozen simuliert. Dabei wurde der neue interne Ablauf getestet. „Er hat reibungslos funktioniert“, berichtet der Direktor des Landesamtes für ZivilschutzGünther Walcher. Im Ernstfall wird eine Zeit unter 30 Minuten garantiert.

Was heute nicht funktioniert hat, sind die Push-Meldungen über die Meteo-App. In der Einheitlichen Notrufzentrale 112 gingen während der Übung lediglich 30 Anrufe ein, diese geringe Anzahl lässt darauf schließen, dass die vorab erfolgte Information der Bevölkerung erfolgreich war, erklärt deren Koordinator Paolo Berenzi.

In der Zentrale der Berufsfeuerwehr geht ein Anruf ein: Diese Anfrage zur Auslösung eines Zivilschutzalarms können nur berechtigte Amtspersonen vornehmen: der Landeshauptmann, der Bevölkerungsschutzlandesrat, der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, alle Bürgermeister und die Vorsitzenden der Bezirksleitstellen.

Nach dem Anruf informiert die Berufsfeuerwehrzentrale die Landesnotrufzentrale und die Verkehrsmeldezentrale. Dort wird der Text für das Bevölkerungsinformationssystem aufgenommen. Das Passwort zur Auslösung des Zivilschutzalarms wird von der Berufsfeuerwehr der Landesnotrufzentrale übergeben. Dort wird am Computer der Alarm im betroffenen Gebiet ausgelöst. Die BIS-Meldung wird über die Verkehrsmeldezentrale an Radiosender und Fernsehstationen übermittelt und im Bürgernetzveröffentlicht.

Jede Gemeinde, unterstreicht Amtsdirektor Walcher, wurde im Vorfeld durch ein Schreiben von Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler aufgerufen, selber zu überprüfen, ob die Sirenen zu hören sind. Auch jede Bürgerin und jeder Bürger ist eingeladen, seiner Gemeinde mitzuteilen, ob die Sirenen gut, nicht so gut oder gar nicht gehört wurden.

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