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DFB bei Pinzger

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bereitet sich 2020 in Seefeld auf die EM vor – und logiert im Hotel Nidum der Südtiroler Hoteliersfamilie Pinzger. Warum der HGV-Präsident keine Vorwürfe befürchtet.

von Heinrich Schwarz

Jetzt ist es fix: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird sich im kommenden Jahr nicht in Südtirol auf die Europameisterschaft 2020 vorbereiten, wo das Team in Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat. Der DFB gab am Freitag bekannt, dass das Trainingslager – im Falle der erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde – erstmals in Seefeld in Nordtirol stattfinden wird.

Bundestrainer Joachim Löw wird in der DFB-Pressemitteilung so zitiert: „Die Voraussetzungen in Seefeld und die große Erfahrung unserer Gastgeber haben mich absolut überzeugt. Die Bedingungen, um konzentriert und zielgerichtet zu trainieren, sind sehr gut. Insgesamt werden wir uns dort auch sehr wohlfühlen, da bin ich ganz sicher.“

Als Unterkunft hat der DFB das Hotel Nidum ausgewählt. „Es ist uns eine große Ehre, den DFB in unserem Hotel zur EM-Vorbereitung willkommen zu heißen. Die besten Fußballer Deutschlands werden sich in unserem besonderen Haus rundum wohlfühlen“, sagt Nidum-Geschäftsführer Maximilian Pinzger.

Er ist der Sohn von Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes. Die Vinschger Hoteliersfamilie hattedas 5-Sterne-Luxushotel vor drei Jahren gekauft. Manfred Pinzger hält 40 Prozent der Firmenanteile, Sohn Maximilian 60 Prozent.

Der HGV-Präsident sagt, er sei nicht an den Verhandlungen beteiligt gewesen: „Das macht alles mein Sohn. Ich bin zwar noch Gesellschafter, aber nicht in das operative Geschäftsgebaren eingebunden. Mein Sohn führt das Hotel vollkommen autonom. Ich habe zwar mitgekriegt, dass verhandelt wird, habe aber erst heute (gestern, Anm. d. Red.) von meinem Sohn erfahren, dass der DFB zu ihm kommt.“

Maximilian sei ein Profi in der Betreuung von Fußballmannschaften, sagt Manfred Pinzger. In der Tat: Im Hotel Nidum logierten unter anderem bereits die japanische Nationalmannschaft, Dynamo Kiew und Red Bull Leipzig im Rahmen von Trainingslagern in Seefeld.

Dass ihm als HGV-Präsident nun vorgeworfen werden könnte, lieber auf das Geschäft in Nordtirol zu schauen als sich für ein weiteres DFB-Trainingslager in Südtirol einzusetzen, beunruhigt Manfred Pinzger nicht: „Da habe ich überhaupt keine Sorge, weil ich die Entscheidung nicht beeinflussen kann. Ich bin bei keiner Aussprache irgendwie einbezogen worden und wüsste nicht, was ich in der Sache falsch gemacht haben könnte. Es entscheidet ja der DFB und nicht der Pinzger. Und mein Sohn hat draußen nun einmal eine perfekte Struktur und eine große Erfahrung.“

 

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