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Das gerettete Bären-Baby

Quelle: PAT

Der Trentiner Förster Alberto Stoffella hat erst vor wenigen Wochen einem Kleinbären das Leben gerettet. DAS VIDEO.

(arob) Es war am 27. Mai dieses Jahres in einem Wald unweit des Molveno-Sees, als Alberto Stoffella den Baby-Bären entdeckte. „Der Kleine war gerade mal vier Kilogramm schwer“, erinnert sich der Trentiner Förster.

Alberto Stoffella vermutet, dass der Baby-Bär vor einem männlichen Bären geflüchtet ist bzw. einen Angriff eines männlichen Bären überlebt hat.

Der Hintergrund:

In der Paarungszeit steigt das Risiko für junge Braunbären von männlichen Artgenossen getötet zu werden.

Denn männliche Bären töten regelmäßig die Nachkommen anderer Männchen, um sich dann selbst mit der Mutter zu paaren.

Alberto Stoffella (Foto: PAT/Luca Bolli)

Das Bären-Baby hätte nicht überlebt, wenn es Stoffella uns eine Kollegen nicht in das Gehege von Casteller gebracht und dort gepflegt und aufgepäppelt hätten. „In dem Alter sind die Jungen noch sehr schwach, ihnen fehlt die Mutter“, weiß der Förster.

Das Bären-Baby zu pflegen sei aber nicht leicht gewesen. „Das Junge sollte so wenig Kontakt zu Menschen haben wie nur möglich“, erklärt Stoffella, „möglichst nur zu einer Person – und nur ganz kurz.“

Nach 37 Tagen hat Alberto Stoffella das Baren-Junge, inzwischen fast 17 Kilogramm schwer, in die freie Wildbahn entlassen (siehe das VIDEO).

Das Junge hat – immer laut Stoffella – „dieselben Überlebenschancen wie ein in Freiheit aufgewachsenes Bären-Baby, also um die 50 Prozent.“

LESEN SIE AM MITTWOCH IN DER PRINT-AUSGABE:

Kommt M49 nach Südtirol?

Jetzt spricht erstmals der Förster, der den Bären M49 eingefangen hat: Alberto Stoffella erzählt, wie der Bär gefangen wurde, warum er geflüchtet ist – und er erklärt, warum M49 nicht gemeingefährlich ist.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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