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Debout

„Yoga – die Kraft des Lebens“ erzählt die Geschichte von einem, der nicht mehr stehen konnte.

von Renate Mumelter

Stéphane Haskell war jung, als ihn seine Beine nicht mehr tragen wollten. Seine Frau hatte ihn verlassen, weil sie keinen Partner wollte, der trinkt. Zu Haskell kam ein Bandscheibenvorfall und es kamen die Schmerzen gepaart mit dem Verdruss darüber, dass es mit der Beweglichkeit für immer vorbei zu sein schien. Debout, aufrecht stehen, war nicht mehr. Einer seiner Ärzte riet ihm zu Yoga, zunächst zu jenem schmerzhaft aussehenden Iyengar-Yoga, das den Körper wieder zum Atmen bringt. Er hielt durch und beschloss, einen Film über sich und Yoga ganz allgemein zu drehen.

Der Film ist einfach gemacht, aber um Kunstfertigkeit geht es dem Autor auch nicht. Es geht ihm darum, zu zeigen, wie Yoga dazu imstande ist, Geist und Körper in Einklang zu bringen, wenn der dazu gehörige Mensch es will, weltweit. Das gelingt im Hochsicherheitsknast in den USA genauso wie unter den Massai- Kindern im Amboseli-Naturpark. Haskell zeigt besonders viele Kinder, die an Yoga ihre Freude haben und dadurch besser leben.

Der Autor selbst geht heute wieder. Yoga hat dabei geholfen „zu heilen, was nicht ausgehalten werden muss und auszuhalten, was nicht geheilt werden kann“. Ein Film, der wieder richtig Lust auf Yoga macht, ganz ohne esoterisches Drumherum.

„Yoga – die Kraft des Lebens“ (Debout), FR 2019, 85 Min., Regie: Stéphane Haskell. Bewertung: Interessant

Was es sonst noch gibt: „Dicktatorship“ mit Gustav Hofer am 18. Juli im Stanglerhof. Kino im Tschumpus, UFO-Kino, Stadtviertelkino in Bozen

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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