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„Keine echte Demokratie“

Die EU-Kandidatin Renate Holzeisen kritisiert die „Apartheid“ im Südtiroler Bildungswesen – und die „kapillare Macht der Verbände“.

Die EU-Spitzenkandidatin des Teams Köllensperger, Renate Holzeisen, stellte am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz ihre programmatischen Schwerpunkte vor. „Das Thema Transparenz ist leider nach wie vor Mangelware in Südtirol“, sagte Holzeisen, die auf der Liste von +Europa kandidiert.

Die Wirtschaftsanwältin forderte die Schaffung eines Lobbyregisters für alle EU-Parlamentarier und kritisierte, dass der „mit öffentlichen Steuergeldern aufgebaute Flughafen, ähnlich wie die Brennercom, praktisch an Private verschenkt“ werde.

Nachholbedarf sah Holzeisen auch in Sachen Demokratie. In Südtirol gebe es noch keine „echte Demokratie“, da die Bevölkerung durch die kapillare Macht von Verbänden und Interessensvertretungen, wie etwa die Sparkassenstiftung, in ihren Entscheidungen beeinflusst werde. Die Bürger hätten Angst vor einem Verlust von Beiträgen oder befürchteten, bei Ausschreibungen nicht zum Zuge zu kommen, wenn sie sich der Macht der Verbände entgegenstellten. Holzeisen sprach sich auch für einen mehrsprachigen Unterricht aus. Derzeit gebe es in der Südtiroler Sprachbildung eine „Apartheid“.

„Ich wünsche mir, dass so viele Bürger wie möglich von ihrem Wahlrecht Gebrauch nehmen und Südtirol eine zweite politische Vertretung in Südtirol erhält“, so die TK-Kandidatin.

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