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„Zutiefst ungerecht“

Luis Durnwalder

Der römische Rechnungshof hat am Donnerstag das Urteil in der Sonderfonds-Affäre gegen Luis Durnwalder bestätigt. Der Alt-LH muss 386.000 Euro bezahlen.

Die unterfertigen Rechtsanwälte des Landeshauptmanns a.D. Alois Durnwalder, Gerhard Brandstätter, Prof. Leonardo Di Brina und Andreas Widmann geben bekannt, dass der Rechnungshof in Rom, zentrale Sektion für Berufungsverfahren, am Donnerstag das Urteil in der Sonderfonds-Affäre hinterlegt hat.

Der Rechnungshof in Rom bestätigte die Entscheidung des Rechnungshofes Bozen, mit welchem der frühere Landeshauptmann zur Zahlung zugunsten der Autonomen Provinz Südtirol des Betrages in Höhe von insgesamt Euro 385.890,36 verurteilt worden war.

Dabei bestätigte der Rechnungshof in der zweiten Instanz auch die Interpretation, wonach Durnwalder keinesfalls ein Vorsatz angelastet werden kann, gleichzeitig weist der Rechnungshof in seinem Urteil auch die Berufung der Regionalen Staatsanwaltschaft am Rechnungshof in Bozen ab, welche wiederum auf eine Verurteilung wegen Vorsatz plädierte und einen Gesamtschaden von insgesamt Euro 1.276.277,47 geltend machte.

Alt-Landeshauptmann Durnwalder nimmt die Entscheidung mit Fassung zur Kenntnis, obwohl er sich – wie seine Anwälte schreiben – keiner Verantwortung und schon gar keiner Schuld bewusst sei, und behält sich jedes weitere mögliche Rechtsmittel zur Anfechtung diese Urteils vor, das er für „zutiefst ungerecht“ hält.

 

 

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Kommentare (23)

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  • ralf

    Gerecht finde ich es auch nicht, denn damals war die Regelung halt so.

    Anderseits hat man früher, wenn er die Brieftasche zuckte (für Vereine, Kinder ecc.) immer geglaubt der Landeshauptmann sckenkt MIR von seinem Geld was und war mächtig stolz darauf. Doch eigentlich was er mir schenkte, gehörte schon mal mir, bevor ich es als Steuern und ecc. abführen musste.
    Und wenn das nicht Wähler Beeinflussung ist, dann weiss ich auch nicht….

    Also werden jetzt eigentlich nur vorgestreckte „Wahlkampfspesen“ von ihm zurückverlangt, gut gemacht Rechnungshof.

  • franz1

    Der Rechnungshof Rom (Latium) lässt sich nicht von der – wie hier-zu-Lande – von der Politik verschaukeln, wie ein anderes Urteil zeugt.
    Nur gibt es scheinbar keine Richtlinien, Wie und innerhalb Welcher Zeitspanne die Strafe beglichen werden muß.
    Ein ehemaliger Ressordirektor nannte das „Gaunerei“ hoch³!

  • einereiner

    Heute ist ein guter Tag für Südtirol.

  • alexbozen

    Luis halt durch. …für mich bist du immer noch der Landeshauptmann!

  • exodus

    Wie wär es, wenn man sein Fehlverhalten einsehen würde und das bezahlt was Rechnungshof Rom und Bozen entschieden haben. Immerhin hat man sich doch fast
    70% von dem Gesamtschaden erspart. Aber nein, der Herr kann sich Toprechtsanwälte leisten, die müssen doch beschäftigt und bezahlt werden!

  • paul1

    … was solls für Durnwalder ein Caffe, abgesehen vom ganzen Pesnionsvorschuss!!

  • ostern

    Das Gesetz sollte für alle gleich sein.
    auch für den Durnwalder. Der Umgang
    mit Steuergelder(der Pensionisten und Arbeiter)
    muss gerehtfertigt sein.(Bauern zahlen ja wenig bis
    keine Steuern).

    • einereiner

      Lieber Ostern,
      was hast du für ein Problem mit den Bauern, dass kein Kommentar von dir ohne Seitenhieb inklusive Lüge auskommt?
      Hat dir ein Bauer die einzige Frau in deinem Leben ausgespannt? Hat dir einer Gülle in dein Auto gekippt?

      • vogelweider

        Nein, @ostern hat größtenteils einfach nur recht.

      • ostern

        @einereiner
        Willst einfach nicht wahrnehmen daß Bauern in Südtirol ein
        previlegierter „Verein“ sind. Ich habe ganz sicher nicht gelogen,
        dazu kennst du wahrschnlich nicht die Biebel. Lies sie dir
        einmal , dann kanst du verstehen was Lügen sind. DU kannst
        nicht zugeben was jeder andere Bauer ehrlicherweise zugibt.
        Oder plagt dich das schlechte Gewissen weil dir Steuergelder
        von Rentner und Pensionisten in den Rachen geworfen werden.
        Ja, ja die Wahrheit tut eben weh. Mir hat kein Bauer die Frau
        ausgespannt, aber umgekehrt, ich hab sie einem Bauern ausgespannt.
        Bei dir stinkt wahrscheinlich das Auto und das ganz Haus nach Gülle.
        Ha, ha, ha……….

      • kurt

        @einereiner
        So was blödes kann nur von so einen eingebildeten Bauern Tscheggl kommen !!!!.

  • rota

    Gerecht, das wäre auch eine finanztechnische Durchleuchtung der Handelskammer, oder? Das würde zumindest die gewesenen und aktuellen Politakrobaten des Landhauses relativieren.

  • watschi

    ich glaube dem luis geht es weniger ums geld, sondern um den umstand, dass er als dieb dasteht

    • ahaa

      Du meinst ,sie waschen ihm die Schminke ab?Hat er doch so vielen gegeben.Sicher helfen sie ihm.Es sind ja alles Freunde.Bald brauch er es ja nicht mehr.Und es verteilt sich.
      Ach der Lois ist doch das Beste Beispiel .
      Politiker landen vor Gericht und werden verurteilt weil es alle die selben sind.Da brauch keiner auf Berlusconi zu zeigen.Die sind dem blos neidisch.
      Am Ende sterben solche oft jammernd.Viele gàben alles her um es noch zu àndern.

  • pingoballino1955

    Dem Luis geht es um seinen sturen Stolz und sonst um gar nichts.Geld hat er genug abkassiert,das zahlt er aus der Portokasse und das ist GUT so.!

  • hansi

    Es ist schon schäbig was hier abläuft in einem jeden anderem Land hat ein Präsident oder der gleichen Imunität, jetzt nach der Abdankung kommen sie vor die Heuchler wie Ratten aus dem Loch – beschämend. Die Art u Weise ist zum Kotzen – zuvor Alles halleluja und dann in den dreck ziehen. Schäm mich auch für die Partei die zusieht und einige sich gar ins Fäustchen lachen. italienisch gesagt und kaum besser beschreibbar – omertà
    Sag lediglich man kann zu LH Durnwalder stehn wie man will, aber er hat vieles erreicht für uns und unser Land – und wer regiert u entscheidet kannne es nicht allen recht machen. – Aber irgendwann ist genug lieber Rechnungshof konzriert Euch auf das Jetzt und ein Maß an Fingerspitzengefühl würde Justizia auch gut tun – Letzter Akt mit Anklage der Rollstulfahrerin bzgl läpischer 18 Euro Strfae stinkt auch zum Himmel

    • andreas

      Gehts noch?
      In einem anderen Land hätte sie ihn für den SEL Skandal an die Wand genagelt, war ja laut seinen Aussagen Chefsache.
      Und Steuergelder dazu verwenden, um einen gut verdienenden Direktor im Landesdienst ein recht üppiges „Trinkgeld“ zu geben, ist auch nicht überall gängige Praxis.

      Er hat viel erreicht für Südtirol, das steht außer Frage, über den Gesetzen stand und steht er aber auch nicht, auch wenn du ihm die anscheinend die Absolution erteilen möchtest.

    • kurt

      @hansi
      Das ist wäre ein plumper Vertuschungs Versuch !!!!.

  • goggile

    die Diktatur lässt grüssen. bürger geht auf die strasse fuer luis! solch ein justizapparat ist nicht menschenwürdig. gibt es noch urteile die den frieden und die Freiheit der menschen waren? der mensch steht nicht im Mittelpunkt. DAS IST DIE HEUTIGE KRIEGSFORM.

    luis sollte Tacheles reden und sagen welcher hochrangige ihn gewarnt hat. dass aufgeklärt wird wird schwierig werden da Justiz und ordungsorgane keinerlei aufsicht unterliegen. bild.de zeigt aber, dass auch medien viel bewegen können und Skandale aufdecken.

    frissts goggilen in dieser verkriegten welt! vieles muss sich ändern. schafft als erstes Gesetze für ehtik und mitgefühl und Menschlichkeit.

    der mensch ist eine art Tier. auch menschenerfundene trachten ändern das nicht.

    wir sind Staubkörner im universum

  • kurt

    Von mir braucht er sicher kein Mitleid erwarten !!!.

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