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„Zu mild bestraft“

Myriam Atz-Tammerle

Myriam Atz Tammerle ruft alle Frauen, denen Gewalt widerfahren ist, auf, den Mut aufzubringen, sich Hilfe zu suchen – auch wenn dies manchmal sehr schwer sei. 

Seit 1921, also seit fast 100 Jahren, wird jährlich am 8. März der Tag der Frau gefeiert. Die Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, weist darauf hin, dass bereits viele Frauenrechte erworben werden konnten, jedoch immer noch einige Lücken bestünden.

Auch hierzulande hört man immer wieder von Gewalt gegen Frauen – sei es von psychischer, physischer oder sexueller. Die Täter bleiben meist unerkannt und werden – wenn überhaupt – zu mild bestraft. Atz Tammerle ruft daher alle Frauen, denen Gewalt widerfahren ist, auf, den Mut aufzubringen, sich Hilfe zu suchen – auch wenn dies manchmal sehr schwer sei.

Zudem sei es auch noch der Fall, dass Frauen im Alter öfter von niedrigen Renten und Altersarmut betroffen sind als Männer. Ein Grund dafür sind die fehlenden Beitragsjahre durch die Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen.

Neben einzelnen Vätern, die sich mittlerweile in Vollzeitbeschäftigung um die Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen kümmern, sind es dennoch vorwiegend die Frauen, die diese Arbeit übernehmen.

Die Landtagsabgeordnete hat dem Landtag bereits in der vergangenen Legislaturperiode einen Beschlussantrag vorgelegt, in dem sie die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegejahre für die Rente sowie die Wahlfreiheit für Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder forderte. Der Antrag wurde abgelehnt.

Atz Tammerle wird sich dennoch nicht negativ stimmen lassen und weiterhin an ihren Zielen für mehr Frauen- und Mütterrechte arbeiten, erklärt sie in ihrer Aussendung. „Ich hoffe, dass der neugewählte Landtag auch der Meinung ist, dass Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen Arbeit ist und belohnt werden sollte“, sagt die Landtagsabgeordnete.

Daher sei die neue Landesregierung ebenso aufgefordert, neben der Errichtung von Kinderbetreuungsstätten, auch die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegejahre für die Rente voranzutreiben.

„Es gibt viel zu tun für unsere Frauen“, schließt Atz Tammerle.

 

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