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„Nicht ewig Zeit“

Der Neustrukturierung des Zustelldienstes der Post wird vorerst Einhalt geboten. Und LH Kompatscher stellt der Post die Rute ins Fenster.

von Markus Rufin

Seit Wochen sorgt die Umstellung des Zustelldienstes bei der Post für Aufsehen. Lokale Gewerkschaften und Landespolitiker befinden sich in Dauerverhandlungen, um die Neustrukturierung und die Arbeitszeitenregelung abzuändern.

Nun scheint ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht worden zu sein. Die Arbeitszeit der Briefträger, die in den Zentren arbeiten, in denen die Umstrukturierung des Zustelldienstes bereits gestartet ist, wird vorverlegt. In einigen Zentren um eine halbe Stunde, in anderen um eine ganze Stunde.

Dieses Verhandlungsergebnis ist am Montag bei einem Treffen der konföderierten Postgewerkschaften mit Poste Italiane bestätigt worden. Betroffen sind die Postzentren von Sterzing, Toblach, Bruneck und Schlanders.

„Es ist sehr wichtig, dass wir dieses Ergebnis einfahren konnten, das einen weiteren Schritt in die richtige Richtung bedeutet. Wir hatten uns stark für die Vorverlegung der Beginnzeiten eingesetzt, um die Arbeitsbedingungen der BriefträgerInnen und den Dienst im Allgemeinen zu verbessern. Mit dieser Regelung wird den Südtiroler Besonderheiten besser Rechnung getragen“, sagen die Postgewerkschafter.

Nun gehe es darum, die von der gesamtstaatlichen Umstrukturierung vorgesehenen Arbeitszeiten auch in jenen Zonen abzuändern, in denen die Neuordnung noch nicht gestartet ist.

Aber auch in den Zentren, in denen die Umstellung bereits gestartet ist, pochen die Gewerkschafter auf eine Verbesserung. Zumindest versprechen sie, dass sie sich für die „bestmögliche“ Lösung einsetzen werden.

In den Zonen, in denen die Neustrukturierung noch nicht eingeführt wurde, wird sie dennoch in den nächsten Tagen folgen. „Auch wenn wir wissen, dass es Probleme geben wird, verlangt Poste Italiane, dass wir die Neustrukturierung zuerst einführen und erst dann die Probleme lösen“, erklärt Gewerkschafterin Monica Messina.

LH Arno Kompatscher gibt sich dagegen noch abwartend: „Man hat mir versichert, dass man so weit wie möglich zu den alten Zustellzeiten zurückkehren wolle, aber eben nur so weit wie möglich.“

Der Landeshauptmann erklärte gegenüber der TAGESZEITUNG, er wolle zuerst Fakten sehen, bevor er sagt, es passt. „Wir werden genau kontrollieren und dranbleiben, und eines ist klar: Wir zahlen erst, sobald die Leistung passt und behalten uns vor, den Vertrag gegebenenfalls nicht zu verlängern.“

Auch drängt Arno Kompatscher auf eine rasche Klärung und stellt der Gegenpartei die Rute ins Fenster. „Wir geben der Post nicht ewig Zeit.“

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