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Die erste Tat

Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle

Die Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit hat am Donnerstag einen Begehrensantrag im Landtag eingereicht, der die Begnadigung der verbliebenen Süd-Tiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre fordert.

Noch immer sei es diesen Männern nicht möglich, lebend nach Südtirol einzureisen bzw. von ihren bürgerlichen Rechten Gebrauch zu machen.

Die Süd-Tiroler Freiheit erinnert in diesem Zusammenhang an das Schicksal von Siegfried Steger, der vor einigen Jahren nicht am Begräbnis seiner eigenen Mutter teilnehmen durfte, sowie an jenes von Heinrich Oberlechner, der nur mehr als Toter in sein Heimattal zurückkehren konnte.

„Nach 100 Jahren Beendigung des Ersten Weltkrieges und seinen Folgen ist es höchste Zeit, dass auch der italienische Staat mit seiner eigenen Vergangenheit aufräumt und ein Zeichen des Friedens setzt, indem die verbliebenen Süd-Tiroler Freiheitskämpfer endlich begnadigt werden“, zeigt sich die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, überzeugt.

Die neuste Geschichtsforschung belege eindeutig, dass den im Exil lebenden Süd-Tiroler Freiheitskämpfern Taten vorgeworfen würden, die sie nicht begangen hätten

„Der italienische Staat hat bereits unzählige Schwerverbrecher und Terroristen begnadigt. Es ist daher ein notwendiger Akt der Willensbekundung, dass auch der neugewählte Süd-Tiroler Landtag die Forderung nach einer Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer in Rom erhebt“, betont der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

 

 

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