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Die Putzmänner

Die ersten Parteien haben bereits ihre Wahlplakate aufgehängt: Casapound provoziert mit einem unsäglichen Wahlplakat.

von Thomas Vikoler

Unten, natürlich, die (schwarzen) Flüchtlinge, darüber die acht Mitglieder der Südtiroler Landesregierung. Und dazwischen das Schildkröten-Symbol von Casapound Italia.

Diese Bildkombination hat die neofaschistische Bewegung als Plakat-Motiv für ihren Landtagswahlkampf ausgewählt. Die drei Bildelemente allein enthalten eine für Casapound-Verhältnisse vergleichsweise harmlose Botschaft: Wir sind gegen die aktuelle Landesregierung und, selbstverständlich, gegen Einwanderer aus Afrika.

Unsäglich – und in bester Tradition faschistischer und nationalsozialistischer Regime – ist freilich der Slogan zu den Bildern: „Ripulire L`Alto Adige“, am Plakat schief übersetzt mit „Südtirol Reinigen“. „Ripulire“ impliziert, dass Südtirol einmal „sauberer“ war als heute, womit wohl das faschistische „Ventennio“ gemeint ist. „Reinigen“ ist eine bekannte politische Metapher zur Stigmatisierung von Gegnern und Minderheiten zu einem hygienischen Problem. Bis die Putzmänner kommen…

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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