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„Eine Zumutung“

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Die Lega will das gemeinsame Sorgerecht bei einer Trennung neu regeln. Die SVP-Senatorin Julia Unterberger warnt, dass Mütter und Kinder durch diese Neuregelung stark benachteiligt werden könnten.

Tageszeitung: Frau Unterberger, was sieht der neue Gesetzesentwurf der Lega vor?

Julia Unterberger: Er sieht vor, dass die Kinder nach einer Trennung in jedem Fall gleichberechtigt bei der Vater und bei der Mutter untergebracht werden müssen – und das mindestens 12 Tage im Monat bei jedem. Zudem ist auch vorgesehen, dass kein Unterhalt mehr gezahlt werden muss, sondern der Unterhaltsbeitrag für die Kinder nur noch in direkter Form bezahlt wird. Es soll auch keine Zuweisung der ehelichen Wohnung mehr geben. Das heißt, in der ehelichen Wohnung soll nur mehr der Eigentümer verbleiben, das ist in der Regel der Vater. Der Vater kann damit veranlassen, dass die Mutter mit den Kindern die Wohnung verlassen muss. Zugleich soll auch die Straftat der Verletzung der Fürsorgepflichten abgeschafft werden. Das ist eine Sanktion für Väter, die keinen Unterhalt zahlen. Zudem ist keine Sanktion für Väter, die ihre Kinder nicht an den vorgeschriebenen 12 Tagen zu sich nehmen wollen, vorgesehen. Eine verpflichtende Mediation vor der Elterntrennung soll eingeführt werden. Diese ist oft aber nur eine unnötige Verzögerung. Bereits jetzt versuchen Anwälte und Richter eine Trennung möglichst einvernehmlich zu gestalten. Der Entwurf ist insgesamt eine Zumutung.

Julia Unterberger

Warum?

Der gesamte Gesetzesentwurf geht an der Realität vorbei. Es werden nur die Interessen der Väter und Männer berücksichtigt, die Mütter und Kinder bleiben auf der Strecke und werden benachteiligt. Es ist sicherlich nicht im Interesse der Kinder, wenn sie aus ihrer Wohnung ausziehen müssen. Es können nicht einfach von oben herab verpflichtende Maßnahmen festgelegt werden, die nur eine Seite favorisieren. Jede Familie handhabt die Aufgabenteilung anders. Es gibt Familien, in denen die Väter voll berufstätig sind und die Frauen Hausfrauen sind. Es gibt aber auch Familien, wo die Eltern weit entfernt voneinander wohnen. Die gleichberechtigte Elternschaft erst nach einer Trennung einführen zu wollen, ist ein Angriff auf die vielen Mütter, die für die Familie auf eine Berufstätigkeit und damit auf ihre Karrierechancen verzichten.

Wie wird es derzeit nach einer Trennung gehandhabt?

Derzeit ist die Norm bereits so, dass die paritätische Aufgabenteilung als Idealfall vorgesehen ist. Die gesellschaftliche Realität bedingt jedoch, dass die Kinder in der Vielzahl der Fälle bei der Mutter leben und ca. jedes zweite Wochenende und ein, zwei Nachmittage oder Abende beim Vater sind. Dies, weil die Arbeitsteilung während der Ehe so geregelt war, dass sich hauptsächlich die Mütter um die Kinder gekümmert haben, während die Väter berufstätig waren. Das Anliegen, eine vollkommene gleichberechtigte Aufgabenteilung zwischen den Eltern herbeizuführen, muss also mit Vaterförderungsmaßnahmen am Beginn der Elternschaft erreicht werden und nicht mit einer neuen Änderung des Familienrechts.

Hat der Gesetzesvorschlag Chancen durchgesetzt zu werden?

Auch wenn der Gesetzesentwurf von der Mehrheit stammt, kann ich mir nicht vorstellen, dass er verabschiedet wird und wenn es trotzdem passiert, werden die Richter einen Weg finden, ihn nicht anzuwenden. Denn dieser Gesetzesentwurf ist nicht umsetzbar.

Interview: Eva Maria Gapp

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Kommentare (10)

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  • watschi

    bravo Lega. Manche mütter haben lange genug ihre ex ehemänner ausgenommen und ruiniert und sich einen teufel beschert wie es ihen geht. ob sie unter der brücke oder im auto schlafen mussten. es wird zeit das gleichberechtigung einkehrt, das lieben die frauen doch so sehr…..oder nur wenn es um ihre belange geht?

    • nicola

      bravo? dann haben väter die sich einen dreck darum scheren wie es den müttern und vor allem den kindern geht noch leichteres spiel….ich spreche aus erfahrung….kinder sieht er aufgrund der entfernung nur alle 6-7 monate für ein paar Tage oder maximal eine woche…unterhalt zahlt er weniger als das minimum erlaubt (und das noch sehr ungern, aber nicht weil er es sich nicht leisten könnte)…und um die vereinbarten extras wie schulgeld, arztspesen usw. schert er sich einen dreck….
      also watschi…es geht auch andersrum und da sage mir wie das mit der gerechten aufteilung (kinder jeder mindestens 12 tage, kein unterhalt usw.) funktionieren soll…

      • kurt

        @nicola
        Es gibt auch viele Männer deren Existenz von Frauen ruiniert wurden weil die Frauen nie die Vorgeschichten erzählen denn dann würde man der Wahrheit zu nahe kommen.
        Die Emanzipation lässt grüßen !!!!.

  • goggile

    wäre ich landeshauptmann würde ich Unterberger von Rom zurueckziehen. den schaden den sie mit ihren ständig gegen die regierungsmehrheit durhc ihre verbalen entleissungen macht ist um ein vielfaches höher für uns Steuerzahler als ihr gehalt!

  • meinemeinung

    ist das die Meinung von Unterberger als Rechtsanwältin (Ihr Geschäft) oder der Wille der Volksvertreter in Rom oder deren der Frauen die man sooo schützen muß , die Armen

  • exodus

    @watschi
    Vertrete Ihre Meinung. Es kommt noch dazu vor, dass diese „heiligen“ Frauen mit
    dem neuen Liebhaber in der Wohnung des Exmannes hausen und sich ins Fäustchen lachen. Auch Dank Unterberger!

  • berni

    Eine Zumutung ist schon diese Frau Rechtsabwältin. Möchte nicht wissen , wie viele Männer Schicksale sie schon auf dem Gewissen hat. Bezeichnend Ihre Ablehnung der Meiditation , die sie als Zeitverschwendung abtut! Das sagt alles, denn damit würde Sie und Ihren Rechtsanwalts Kollegen eine wichtige Einnahme Quelle verloren gehen. Besonders wichtig finde ich den Passus des neuen Gesetzes, wo zumindest nur der Besitzer das Bleiberecht hat. Kenne selbst einen Fall wo der Erbe eines Hofes diesen verlassen musste, obwohl Frau sich neu verliebt und die Scheidung wollte. Jetzt wohnt sie mit dem neuen Lover auf dem Hof ! Wenn das gerecht sein soll dann versteh ich gar nichts mehr.

  • eselka

    Es sind immer beide Seiten die verlieren. Zum Streiten und Vertragen braucht es immer zwei….

    Ehe ist heute nicht mehr zeitgemäß demzufolge kann sie auch abgeschafft werden. Ich kenne einige Fälle wo die Frau sich einen „reichen Bauern“ geangelt -, Kinder gezeugt haben und danach mit einem Anderen abgehauen sind. Er zahlt sie vergnügt sich.
    Ich will jetzt nicht nur die Frauen als böse darstellen, aber manchmal ist es sogar Vorsatz…. unter dem Motto „abgesichtert ist abgesichert“ egal ob es gut geht oder nicht…..

    • yannis

      @eselka,
      Kenne im meinen persönlichen Umfeld genau auch so einen Fall, wo die Frau meinte sie könnte sich auf diese Tour bereichern, bzw. den ganzen Hof verprassen.
      Zum Glück hatte sie bei der Heirat nicht bemerkt dass sie die Vereinbarung der Gütertrennung unterschrieben.hat.
      Schließlich rannte sie dann auch zu dieser Männerhasserin, aber diese ist mitsamt ihrer Mandantin „ogschlifft“

      • kurt

        @yannis
        Ich habe immer schon gesagt,der größte Fehler der Menschheit ist die Emanzipation weil die Frauen die ersten sind die nichts damit anfangen können außer Vorteile für sich zu eruieren und das beste Beispiel ist wohl die ehrenwerte Frau Unterberger mit den ganzen Existenzen die sie auf dem Gewissen hat ,denn Kindern hat sie da sicher nicht geholfen ihren Geldbeutel schon !!!!.

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