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„Keine Prämie erhalten“

Der ehemalige HCB-Spieler Austin Smith beendet seine Karriere als Eishockeyprofi und erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Verein und Sportdirektor Dieter Knoll.

Austin Smith beendet seine Karriere. Der ehemalige HCB-Profi erklärt in einem ausführlichen Instagram-Post, dass er wegen der Folgen einer schweren Gehirnerschütterung mit dem Eishockeyspielen aufhören muss.

Den letzten Teil der Regular Season und die Play-Offs habe er trotz einer schweren Gehirnerschütterung gespielt, schreibt Austin Smith. „Die Team-Verantwortlichen haben versucht mich davon zu überzeugen, dass es mir gut geht und mir Tabletten gegen die Schmerzen gegeben“, schreibt Smith.

„In den Play-Offs habe ich dann aber zwei Spiele verpasst, weil die Schmerzen so stark waren“, erklärt Austin Smith.

Dieter Knoll sei danach außer sich gewesen und habe erklärt, dass eine Gehirnerschütterung kein Grund sei, ein Spiel auszulassen. „Er hat sich danach auch geweigert, mir die Play-Off-Prämie auszuzahlen“, so der ehemalige HCB-Spieler.

In seinem Post rät er aber auch neuen Spielern sich gut zu überlegen, welchen Verein sie wählen: „Ich hoffe, dass so etwas wie mir keinem anderen Spieler passiert“, so Austin Smith.

Der HCB Südtirol wollte sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern, kündigte jedoch eine Stellungnahme in Laufe des Nachmittags an.

Hier das Statement des ehemaligen HCB-Spielers: 

„I have officially decided to retire from the greatest game I’ve ever played. I will miss it every day, but I’m grateful for everything it has given me in my life. I would like to thank all of my coaches, teammates, and fans I had the pleasure playing with, or for, along the way. I would always like to thank my parents and my wife for all of their sacrifices and endless support of me, allowing me to live out my dream.

The last season was the perfect way to end my career. Unfortunately it came at a cost. I played the last part of the regular season and playoffs with a pretty severe concussion. I tried to convince myself I was healthy enough to play and that their wouldn’t be consequences. The team doctors and owner didn’t empathize with my symptoms and what I was going through. They forced pills on me and told me it would be ok. I even missed two games in the playoffs, because symptoms were so severe. The Gm, Dieter Knoll of @hcbfoxes, was furious and did not understand why I could not play. He actually refused to pay me the extra bonuses the team earned in the playoffs, because he felt that a concussion is not a reason to miss a game. The @erstebankeishockeyliga has been trying to convince the Gm to do what is right and pay me what I earned. Regardless of the money, the symptoms are still lingering, and treatment is very expensive. The Gm has not offered any help financially for the medical bills, and has dodged every phone call and email of mine.

I will always cherish my time in Bolzano and I thank my teammates, coaches, and fans for helping me battle through until the end. I just hope that someday these symptoms will go away, and I really hope this circumstance never happens to anyone else. My advice to anyone going over seas is to really do your home work before choosing where you play. Good luck to all of my former teammates as you start a new season. Austin“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • prof

    Werde jetzt anfangen Englisch zu lernen,trotzdem eine Übersetzung ins Deutsche wäre wohl angebracht gewesen.

    • mannik

      „Ich habe mich entschieden, mich offiziell aus dem großartigsten Sport zurückzuziehen, den ich je ausgeübt habe. Ich werde ihn jeden Tag vermissen, aber ich bin dankbar für alles, was er mir in meinem Leben gegeben hat. Ich möchte allen meinen Trainern, Teamkollegen und Fans danken, mit denen, oder für die ich im Laufe der Jahre das Vergnügen hatte zu spielen. Ich bin meinen Eltern und meiner Frau für all ihre Opfer und endlose Unterstützung die es mir erlaubten, meinen Traum zu leben für immer dankbar.

      Die letzte Saison war der perfekte Abschluss meiner Karriere. Leider musste ich einen Preis dafür bezahlen. Ich spielte den letzten Teil der Regular Season und der Playoffs mit einer ziemlich schweren Gehirnerschütterung. Ich habe versucht, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich gesund genug bin, um zu spielen und dass das keine Konsequenzen haben würde. Die Teamärzte und der Club-Besitzer hatten kein Verständnis für meine Symptome und was ich durchmachte. Sie zwangen mich Tabletten einzunehmen und sagten, es sei alles in Ordnung. Ich habe sogar zwei Spiele in den Playoffs verpasst, weil die Symptome so stark waren. Der GM, Dieter Knoll der HCB Foxes, war wütend und verstand nicht, warum ich nicht spielen konnte. Er weigerte sich tatsächlich, mir die Extra-Boni zu zahlen, die dem Team in den Playoffs zustanden, weil er meinte, dass eine Gehirnerschütterung kein Grund ist, ein Spiel zu verpassen. Die Erste Bank Eishockeyliga hat versucht, ihn zu überzeugen, das Richtige zu tun und mir zu bezahlen, was ich verdient habe. Unabhängig vom Geld, sind die Symptome noch gegenwärtig und die Behandlung ist sehr teuer. Der GM hat keine finanzielle Hilfe für die Arztrechnungen angeboten und ist jedem meiner Telefonanrufe und E-Mails ausgewichen.

      Ich werde meine Zeit in Bozen immer sehr schätzen und danke meinen Teamkollegen, Trainern und Fans, dass sie mir bis zum Ende geholfen haben. Ich hoffe nur, dass diese Symptome eines Tages verschwinden und ich hoffe wirklich, dass niemandem Gleiches passiert. Mein Rat an alle, die nach Übersee gehen ist, dass Sie Ihre Hausaufgaben machen, bevor Sie entscheiden, wo Sie spielen wollen. Allen meine ehemaligen Teamkollegen wünsche ich viel Glück für die neue Saison. Austin „

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