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„Dramatische Lage“

Foto: 123RF.com

Die Grünen-Abgeordnete Brigitte Foppa zeigt sich beunruhigt über die jüngsten Fälle von Bienensterben in Südtirol.

Zuletzt gab es den Fall in Vilpian. Im vergangenen Jahr einen eklatanten Fall von Bienensterben in Kaltern.
Die Grünen-Abgeordnete Brigitte Foppa sagt nun:
Bienengesundheit sei nicht Privatsache, sondern Aufgabe der Allgemeinheit.
Auf Facebook hat Brigitte Foppa folgenden Text veröffentlicht:
Bienensterben ist keine Privatsache!
Der Fall des Bienensterbens in Vilpian, der vom Besitzer der Bienenstöcke zur Anzeige gebracht wurde, zeigt die Dramatik der Sachlage in der ganzen Breite auf.
In Südtirol gibt es über 37.000 Bienenvölker und rund 460 Wildbienenarten, von denen sich drei Viertel auf Kulturflächen und nicht in Naturräumen finden. Im Vergleich zu anderen Ländern weist Südtirol eine sehr hohe Bienendichte auf. 
In einer grünen Landtagsanfrage wurde dem Thema nachgegangen und in der Antwort sagt Landesrat Schuler, dass ,trotz aller Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen bei der Ausbringung dieser Mittel ein gewisses Restrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Um auch dieses Restrisiko zu vermeiden, müssten die Bienenstöcke außerhalb des Intensivobstbaues aufgestellt werden. Pflanzenschutzmittel werden zudem nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt, sondern auch im außerlandwirtschaftlichen Bereich (z.B. im öffentlichen Bereich und in Privatgärten). Um ganz sicher zu gehen, kann der Imker ein präventives Risikomanagement betreiben und den Pollen auf etwaige Rückstände untersuchen lassen‘.

Brigitte Foppa

Wenn auch sicher die Verantwortung für ein Bienenvolk beim Imker liegt, so ist die Bienengesundheit keineswegs Privatsache, sondern eine Angelegenheit der Allgemeinheit. Zu wichtig sind Bienen für die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion für die gesamte Gesellschaft.

Die Aufforderung ergeht an den Landesrat und die Landwirtschaftsvertretungen, hier gemeinsame Sache zu machen. Das Thema und die auftretenden Probleme dürfen nicht marginalisiert werden, indem man sich auf einzelne Entgleisungen hinausredet. 
Es braucht einen Schulterschluss von Landwirtschaft, Imkerei und KonsumentInnen, wenn es weiterhin genügend Bienen (und somit Ernährungssicherheit) im Lande geben soll.“
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • tiroler

    Warum muss die Foppa bei jedem Thema ihren Senf dazugeben?
    Stellt euch vor das macht jeder?
    Wiedergewählt sollte sie nicht mehr werden. Leute die Wasser predigen und Wein trinken braucht niemand

  • gestiefelterkater

    Nun, obwohl die Grünin auch von Bienen nichts versteht, so muss man ihr zu diesem Thema eine Stellungnahme zugestehen.
    Was das Bienensterben durch Gift betrifft, so muss man sagen, dass hier wohl nicht nur die Bauern, sondern auch jene, die ihr privates Gärtlein von sogenannten “Ungeziefer“ frei halten wollen dazu beitragen, wehe es kriecht eine Ameise zu nahe am Haus vorbei! Das Problem ist wohl eher die Gier des Menschen, alles und davon möglichst viel für sich zu haben. Viele Imker sind da keine Ausnahme, so fahren sie in die Obstblüte, nicht weil sie der Biene oder gar den Obstbauern einen Gefallen tun wollen, sondern des Honigertrages wegen, auch wenn sie damit die Kontaminierung des Honigs in Kauf nehmen. Für die meisten Menschen zählt einzig und allein der Profit, das ist das wahre Problem.
    Wenn die Grüninen sich wirklich für die Umwelt interessieren, und diese retten wollten, so gäbe es ein viel größeres Problem das es zu lösen gilt, aber da sind sie zu feige das Thema auch nur an zu sprechen.

    • george

      ‚gestiefelterkater‘, Sie sprechen es ja auch nicht an, geschweige denn dass Sie imstande sind eine Lösung anzubieten? Welches Tema meinen Sie also? Nicht um den Brei herum reden, sondern handeln ist die Devise.

      • gestiefelterkater

        https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/03/geoengineering-klimawandel-einfluss-co2-technik

        Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt hierzulande 18 Universitäten und Institute mit insgesamt zehn Millionen Euro, um Geoengineering zu erforschen. Die Wissenschaftler sollen nicht die Technik für einen globalen Thermostaten entwickeln, sondern die Risiken und Nebenwirkungen von Eingriffen ins Klimasystem abschätzen. In anderen Ländern ist das ähnlich. Allerdings: „Diese Forschung wird missbraucht werden.“ Das sagt der Physiker David Keith, der sich an der Harvard University mit Geoengineering befasst.

        Die Grüninen haben zwar hohle Birnen, aber es passt trotzdem nichts hinein!

        • george

          Ich sag es ja, ‚gestiefelterkater‘ muss sich selbst damit verwechselt haben, wann er solch dummes und wirres Zeug den Grünen zuzuschieben versucht. Ist das etwa der ………kater, den er hat oder verkörpert? 😀

  • robby

    Das ist sehr wohl ein Thema für die Grünen, mehr jedenfalls als viele andere Themen. Und Verantwortlich für ein Bienensterben sind die Bauern, die sich nicht an Vorschriften halten und bienengefährliche Mittel zu Zeiten ausbringen in denen es verboten wäre. Aber vielleicht verstehen es die Bauern auch bloß nicht dass sie die Bienen für die Bestäubung brauchen.
    Ich sehe die Bauern schon mit ihrem SUV’s während der Baumblüte in die Apfelplantagen fahren und mit einem Wedel ihre Baüme bestäuben.

  • rota

    Auf Rai Südtirol. der Pusterer Imker will aus Angst anonym bleiben. Soviel zur transparenten Ehrlichkeit der Psm-Obstbauern.

  • ahaa

    Grùne sind wie Bananen.
    Die grùnen mag keiner.

    • george

      @ahaa
      Doch, doch, die mögen jene, die nicht unüberlegt so matschiges Zeug in sich hinein pressen und etwas warten können, bis sie schön reifen, fest und aussagekräftig sind. 😀

  • thefirestarter

    Das Bienenproblem wird sich rasch verkleinern wenn die „neue“ Wespenart sich auch bei uns ausbreitet. Im Moment sind sie bis ins Veneto vorgedrungen.

    Aber kein Angst ihr Pseudo-Imker deswegen dürft ihr schon trotzdem eure „Bienenhäuser“ auf der Alm errichten, ja wenn ihr es ganz schlauch macht eventuell sogar mehr als die 20 m².

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