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„Lust auf Familie machen“

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Die Erarbeitung des Familienförderplanes geht nach Diskussionsrunden in den Bezirken in die Endrunde. Die Vorstellung ist für September geplant.

Betreuung, Bildung, Beratung, Begleitung, Begegnung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf: diese gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Zukunft der Familienförderung und der Familienpolitik wurden im Zusammenhang mit der Arbeit am Familienförderplan diskutiert und erörtert. „Der Familienförderplan soll künftig eines der Instrumente für die Familienpolitik für morgen sein. Gerade deshalb ist es wichtig, neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Handlungsfelder auch konkrete Inputs und Vorschläge vor Ort zu sammeln und einzuarbeiten“, betont Familienlandesrätin Waltraud Deeg. Der Familienförderplan, der auch bereits im Landesgesetz zur Förderung und Unterstützung der Familien in Südtirol vorgesehen ist, wird im Auftrag der Familienagentur des Landes von treff.familie des Südtiroler Kinderdorfs in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und dem Österreichischen Institut für Familienforschung der Universität Wien erarbeitet.

Waltraud Deeg

Südtirol biete Familien bereits ein breites Spektrum an Unterstützung und Begleitung. Dennoch sei es wichtig, jederzeit neue Anregungen und Vorschläge einzusammeln und aufzunehmen. „Familienpolitik muss vorausschauend agieren, um mit Maßnahmen rechtzeitig Antworten geben zu können. Das Instrument des Familienförderplanes und der darin aufgezeigten Handlungsfelder kann uns dabei ein nützliches Instrument sein“, sagt Landesrätin Deeg. Die fünf Diskussionsabende Abende in Brixen, Lana, Bozen, Bruneck und Schlanders hätten gezeigt, dass Familien sich vielfältigen Herausforderungen stellen müssen, bei denen die öffentliche Hand, aber auch andere Stellen hilfreich zur Seite stehen können. Vor allem im Bereich der Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben gebe es noch einiges zu tun. So wurde unter anderem der Vorschlag gemacht, die Kooperation mit den Bildungseinrichtungen Kindergarten und Schule in diese Richtung neu zu denken. Außerdem sei es wichtig, Väter in ihrer Rolle innerhalb der Familie auch gesellschaftlich weiter zu stärken und die Vaterrolle aufzuwerten.

„Es geht darum, durch gute Rahmenbedingungen Lust auf Familie, auf Kinder zu machen“, stellt Familienlandesrätin Deeg als Zwischenresümee fest. In jedem Fall, waren sich die Teilnehmenden der Diskussionsrunden einig, sei es wichtig und richtig den Familien einen hohen Stellenwert einzuräumen. Man dürfe nie vergessen, dass Kinder und Familie Werte und Erfahrungen mit sich bringen, die unbezahlbar und nicht vergleichbar seien. „Familie ist eine Lebenserfahrung, die niemand missen sollte. Mithilfe des Familienförderplanes und weiterer Maßnahmen und Instrumente wollen wir uns noch mehr in Richtung Familienland Südtirol weiterentwickeln“, betont Deeg. Der Familienförderplan gehe nun in seine abschließende Erarbeitungsphase und soll Anfang September im Detail vorgestellt werden.

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Kommentare (5)

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  • iluap

    Die familie ist das wichtigste was es gibt. Wie es zur Zeit aber aussieht wollen viele nur noch höchstens ein Kind! Wo soll das hinführen?? Dann gibt es Kommentare dass man froh sein muss dass Ausländer zu uns kommen die viele Kinder haben!!! Geht da wohl nicht was falsch?? Das wichtigste ist man solle den Familien welche in der Privatwirtschaft arbeiten besser unterstützen (finanziell, denn der Unterschied zu den Öffentlichen Angestellten ist enorm. diese werden wohlgemerkt nur mit den Steuergeldern finanziert ).Vielleicht entschließen sich dann mehr Familien wieder mehr Kinder zu haben. Bitte nicht so massiv in Kindertagesstätten investieren, das ist der Werteverfall der Familien!!!

  • yannis

    @iluap,
    Da läuft grundsätzlich was falsch !
    Aber vielleicht hat das System, erst Familien gründlich benachteiligen, sodass diesen die Lust auf Nachwuchs vergeht und dann den Ausgleich mit allen möglichen bunten Immigranten schaffen.
    Manche sehen auch für die Zukunft seiner Kinder keine Perspektive und lassen es ganz einfach sein.
    Ich persönlich hätte unter dem heutigen Zuständen ganz sicher auf Nachwuchs verzichtet und bei meinen vorhandenen Nachwuchs trifft haargenau oben zitiertes zu.

  • meintag

    Da wir in Südtirol Sozialtussen en Masse haben die immer wieder versuchen ihren oft persönlichen Stempel in die Familien einzubringen wäre es sinnvoll wenn hier dafür auch eine Anlaufstelle vorhanden wäre. Den wenn erwähnte Damen dann nicht zu ihrem gewünschten Ergebnis kommen wird das Gericht eingeschaltet welches wiederum Ersterwähnten den Auftrag erteilt Familien zu kontrollieren und zu zerbrechen.

  • noando

    der unterschied zwischen öffentlichen und privaten sektor ist für mich eine frechheit! sind frauen des privaten sektors frauen zweiter klasse? wo sind die gleichberechtigung-emanzen? welche partei bricht eine lanze? streicht den ganzen beiträge-dschungel und passt den privaten an den öffentlichen sektor an!

  • iluap

    Bravo Noando, genau aso isch es! Genau so schaugs aus als ob die Frauen in der Privatwirtschaft 2 Klasse sein, und dei im Öffentlichen Bereich werden zum großteil von die Privaten finanziert – frechheit und dei Emanzen regen sich net auf weil sie im öffentlichen Dienst sein!!

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