Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Der Hilfeschrei

Der Hilfeschrei

Foto: 123RF.com

Das Hilfspersonal der Südtiroler Schulen klagt über missliche Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften sprechen von einem Notstand.

von Heinrich Schwarz

Sie seien die „Vergessenen“. „Jene, denen wir die Sauberkeit und Sicherheit unserer Schulen verdanken, jene, die aber immer wieder vergessen werden und denen man keine Anerkennung schenken will.
 Diese Personalkategorie wurde in den letzten Jahren vernachlässigt und immer mehr zu einfachem Reinigungspersonal deklassiert“, erklären die Südtiroler Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst, die sich auf das Hilfspersonal der Schulen beziehen.

Sie berichten: „Schuleingänge werden weniger überwacht und Eltern beschweren sich, dass ihre Kinder – wenn sie etwa alleine auf die Toilette geschickt werden – ohne Aufsicht im Schulgebäude zirkulieren. Die Sparpolitik des letzten Jahrzehnts hat dem Hilfspersonal der Schulen schwer zugesetzt und der Arbeitsaufwand und die Belastung haben stark zugenommen. Die Würde und Wertschätzung für dieses so wichtige Glied für die Funktion der Schulen sind aber stark zurückgegangen.“

Die Gebrechen der Schulwarte haben stark zugenommen, da sie in ihrer Arbeitszeit fast keine Aufsichts-, bzw. Sekretariatshilfsdienste mehr erledigen, „sondern nur mehr reinigen.“ In einer von den Gewerkschaften durchgeführten Befragung haben 80 Prozent der Schulwarte angegeben, dass sie sich mehr Anerkennung und Wertschätzung wünschen.

„Leider wird diese Berufskategorie fast ausschließlich nur mehr für die Reinigung (schlecht) bezahlt und für die anderen wesentlichen Aufgaben, die ihr Berufsbild vorsieht, findet sich keine Zeit mehr. Einige Schulwarte schaffen es nicht mehr, ihren Arbeiten zeitgerecht nachzugehen. Also lassen sie sich entweder von Bekannten helfen oder erledigen ihre Arbeiten noch nach dem Ausstempeln“, so die Gewerkschaften, die von einem Notstand sprechen.

MEHR DAZU IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (3)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • franz02

    Gut eingesetztes und wertgeschätztes Schulpersonal kann sehr viel zum guten Schulklima, zur effizienten Organisation und zum Schutz der Schule und der darin Tätigen beitragen. Kontrolldienste, verschiedenste Serviceleistungen, kleine jedoch notwendige Instandhaltungsarbeiten verknüpft mit der Pfege des Gebäudes lassen die Arbeit abwechslungsreich erscheinen und bilden ein Berufsbild, das gerne verantwortungsvoll ausgefüllt wird. Dafür hat das Personalamt des Landes überhaupt kein Verständnis. In seiner Kurzsichtigkeit sieht es nicht, dass Einsparungen beim Personal letztendlich zu Mehrausgaben für Instandhaltung und Sanierung führen. Schulführungskräfte, die ihre Hauptaufgabe nicht nur darin sehen, ihre „Untergebenen“ zu terrorisieren und zu schickanieren um so ihre armselige „Macht“ zu demonstrieren, solche Schulführungskräfte schätzen ihr Personal und ermöglichen den Mitarbeitern sich beruflich zu entfalten. Es ist erwiesen, dass in sochen Schulen auch eine Menge Geld eingespart werden kann, das dann anderen Bereichen zugute kommt. Leider hat sich in den Schulen eine neue Philosophie eingeschlichen, leider auch in der Schulverwaltung. Ein Indiz für diese Politik könnten die Kriterien der neuen Evaluationsstelle sein (Etikettenschwindel, es ist eigentlich eine Art Inspektion). Die Schulwarte sind gänzlich aus den Inspektionsmodellen herausgenommen worden, so als ob sie nicht mehr existent wären. Es ist nur ein kleines Zeichen, nicht dass die sogenannte externe Evaluation – ein teurer, aber unnötiger Kropf in unserer Schulwelt – maßgeblich wäre.

  • franz

    Das ist das Resultat von 5 Jahren Regierung PD/SVP
    “ La Buona Scuola“ Legge 107/2015, von Renzi
    Schulgebäude die in sich zusammenbrechen, und Personal wird mit prekären Zeitverträgen wie Sklaven behandelt.
    http://www.lastampa.it/2018/05/14/italia/crolla-il-soffitto-di-una-scuola-di-fermo-poco-prima-dellinizio-delle-lezioni-nessun-ferito-xRkRXxDIFxmQ2DmYSU8ZuM/pagina.html
    Anief –( Associazione Sindacale Professionale ) La disfatta elettorale ha lasciato il segno: Matteo Renzi abbandona la segreteria del PD e dall’interno del partito si sono analizzati gli errori compiuti nel corso degli ultimi anni. Ad iniziare dal job acts. Ma a bruciare è stata, soprattutto, la Legge 107/2015, la più contestata riforma della Scuola & il JOBS ACT che il Partito Democratico ha voluto approvare contro tutti e tutto.

  • peppile

    Ja ja der Franz……

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen