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FC Südtirol im Halbfinale

Der FC Südtirol steht sensationell im Halbfinale. Die Weiß-Roten besiegten am Sonntag im Drususstadion Viterbese mit 2:0.

Die Sensation ist perfekt!

Der FC Südtirol steht im Halbfinale der Playoffs zum Aufstieg in die Serie B.

Die Weiß-Roten besiegten am Sonntag die Mannschaft von Viterbese mit 1:0.

Den ersten Treffer erzielte Rocco Costantino in der 49. Spielminute. Für Costantino war es der 18. Saisontreffer.

Das zweite Tor erzielt Leonardo Candellone wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Der FCS trifft nun im Halbfinale auf Cosenza. Die Mannschaft auf Süditalien hat Sambenedettese aus den Playoffs geworfen.

Das erste Spiel findet am Mittwoch, 6. Juni, in Bozen statt. Am Sonntag muss der FCS auswärts ran.

DAS SPIEL

2.700 Zuschauer im vollgepackten Drususstadion sahen den erwartet energischen und aggressiven Beginn von Viterbese, doch die erste Möglichkeit ging an die Weiß-Roten: Frascatore hatte viel Platz über die linke Außenbahn und zog mit Tempo nach vorne. Er setzte zur flachen Flanke in die Mitte an, im Strafraum kam Costantino um einen Hauch zu spät.

Und die Weiß-Roten blieben konkreter: In der 11. Minute brachte Berardocco einen schnell ausgeführten Eckball von Frascatore direkt als Flanke an den zweiten Pfosten, wo Sgarbi sich gekonnt hochschraubte und mit dem Kopf das lange Eck anzielte. Knapp vorbei.

Nur eine Minute später kamen die Hausherren mit Broh erneut über links, die Nummer 6 des FCS setzte zur Flanke an, in der Mitte kam Costantino aber nicht zum Ball, auch weil er von De Vito elfmeterwürdig geschubst wurde.
Chancen im Minutentakt für die Mannen von Zanetti: Nur 60 Sekunden später kombinierten sich Gyasi und Fink über links, letzterer legte in die Mitte des Strafraums zu Broh, der jedoch darüber schoss.

In der 26. Minute pfiff Schiri Valiante – aufgrund der drückenden Hitze – zur obligatorischen einminütigen Hitzepause. Die Spieler hatten die Möglichkeit, sich an der Seitenlinie kurz zu erfrischen. Die beiden Trainer – Zanetti und Sottili – nutzten das natürlich aus und gaben ihren Jungs taktische Anweisungen.

Zehn Minuten später hatte Gyasi die Führung auf dem Fuß: Der Stürmer der Gastgeber ließ zwei Gegenspieler stehen und drang in den Strafraum ein, wo es zu einer 1-gegen-1-Situation gegen Iannarilli kam. Gyasi war einen Tick schneller und versuchte, das Leder am Torhüter der Gäste vorbeizuspitzeln, dieser jedoch hielt klasse per Fußabwehr.

Nur eine Minute später konnte die Hintermannschaft der Gäste – unter Druck gesetzt von Costantino – nicht richtig klären, der Ball kam zu Frascatore, der mit dem Rücken zum Tor den Abschluss suchte und Iannarilli überraschte. Der Schlussmann der Gäste konnte das Spielgerät trotzdem noch in extremis über die Latte lenken.

In der 40. Minute dann die erste Torchance für Viterbese – und was für eine: Rinaldi mit dem langen Ball auf Calderini, der von Sgarbi bedrängt und zu Fall gebracht wurde. Das Spielgerät kam jedoch in den Sechzehner der Hausherren zu Jefferson, der sich gekonnt drehte, abzog und den linken Innenpfosten traf. Von dort sprang das Spielgerät in die Hände von Offredi, die Aktion wurde wenig später wegen Stürmerfouls abgepfiffen.

Die letzte Aktion der ersten Hälfte gehörte erneut den Weiß-Roten: Tait kombinierte sich mit Berardocco die rechte Seite entlang, letzterer spielte einen grandiosen Pass in den Strafraum zu Costantino, der jedoch hektisch mit seinem schwachen linken Fuß abschloss. Iannarilli hielt im Nachfassen.
Dann ging es – nach vier langen Minuten Nachspielzeit – zum Pausentee in die Kabinen.

Viterbese tätigte in der Pause keinen Wechsel, während Mister Zanetti den bereits verwarnten und angeschlagenen Gyasi in der Umkleide ließ und für ihn Candellone brachte. Die Nummer 27 der Weiß-Roten legte Rocco Costantino im Hinspiel beide Tore auf.

Die Gastgeber starteten furios in die zweiten 45 Minuten und gingen in Minute 48 verdientermaßen in Führung: Frascatore brachte einen Eckball gefährlich in die Mitte, wo Costantino goldrichtig stand und zum 1:0 für den FC Südtirol einköpfte. Es war der 18. Saisontreffer der Nummer 9 der Weiß-Roten.

Doch die Mannen von Zanetti hatten – so schien es –nicht genug: Viterbese wirkte ein wenig angeknockt, Fink kam in der 50. Spielminute über die rechte Seite und zog in die Mitte, wo er mit seinem schwächeren linken Fuß flach abschloss. Iannarilli war auf der Hut und hielt sicher.

Nur eine Minute später erneut der FCS: Tait brachte eine scharfe, flache Flanke von rechts an den Elfmeterpunkt, wo Costantino genau im richtigen Moment angelaufen kam und aus kurzer Distanz abzog. Iannarilli hielt jedoch überragend per Fuß-Reflex.
In der 56. Minute gab es dann wieder ordentlich Arbeit für Offredi: Die Nummer 1 der Weiß-Roten musste einen giftigen Freistoß des frisch eingewechselten Vandeputte über die Latte lenken.

Wenig später konnte sich der Keeper der Gastgeber erneut auszeichen – und wie: Er kratzte einen Abschluss von Vandeputte, der zuvor von Calderini bedient wurde, herausragend von der Linie.

Mister Zanetti brachte frische Kräfte für das Mittelfeld, er nahm Kapitän Fink runter – Renny Piers Smith kam in die Partie. Und genau jener hatte in der 74. Minute 20 Meter vor dem gegnerischen Tor viel Platz, er fasste sich ein Herz und hielt einfach mal drauf. Iannarilli konnte das Leder nur zentral nach vorne abwehren, machte seinen Fehler anschließend aber sofort wieder gut, als er den Abstauberversuch von Costantino glänzend parierte.

In der Folge war Viterbese bemüht, schaffte es aber nicht, gefährlich zu werden. Die Weiß-Roten standen hinten zu kompakt und waren durch Entlastungsangriffe dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich. Die Jungs von Mister Zanetti verwalteten das Ergebnis gekonnt und legten in der sechsten Minute der Nachspielzeit sogar noch das 2:0 nach:

Nach einem langen Abschlag von Offredi kontrollierte Heatley Flores das Leder glänzend in der gegnerischen Hälfte und setzte mit einem tollen Lochpass Candellone in Szene, der trocken abzog und Iannarelli zum 2:0 überwand.
Dann war Schluss und der Halbfinaleinzug des FC Südtirol Tatsache. The dream continues…

FC SÜDTIROL – VITERBESE 2:0 (0:0)
FC SÜDTIROL (3-5-2): Offredi; Erlic, Sgarbi, Vinetot; Tait (81. Oneto), Broh, Berardocco (86. Cia), Fink (66. Smith), Frascatore; Costantino (86. Heatley Flores), Gyasi (46. Candellone)
Auf der Ersatzbank: D’Egidio, Bertoni, Zanchi, Baldan, Cess, Boccalari, Gatto, Berardi
Trainer: Paolo Zanetti
VITERBESE (4-3-3): Iannarilli; Celiento, Rinaldi, Sini, De Vito (55. Vandeputte); Baldassin, Di Paolantonio, Cenciarelli (58. Peverelli); Mosti (70. De Sousa), Jefferson, Calderini
Auf der Ersatzbank: Micheli, Bismark, Mendez, Zenuni, Sanè, Pini, Pandolfi, Atanasov, Benedetti
Trainer: Stefano Sottili
SCHIEDSRICHTER: Vincenzo Valiante aus Salerno (Linienrichter: Ruben Liveratto Agnotti aus Bologna und Abou Elkhayr Driss aus Conegliano. Vierter Offizieller: Paride de Angeli aus Abbietegrasso)
TORE: 1:0 Costantino (48.), 2:0 Candellone (90. + 6)
ANMERKUNGEN: Spätnachmittag mit sommerlichen Temperaturen. 2.701 Zuschauer.
Gelbe Karten: Gyasi (28., FCS), Vinetot (44., FCS), Costantino (86., FCS), Rinaldi (86., VIT), Candellone (90. + 6, FCS)

 

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