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„Sofortiges Fahrverbot“

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Die SVP Wipptal fordert ein sofortiges Fahrverbot für Transit-Schwerverkehr auf der Landesstraße.

„Der Transit-Schwerverkehr muss ab sofort von der Landstraße verbannt werden – und nicht erst nach Inbetriebnahme des BBT“, fordert der Wipptaler SVP-Bezirksobmann Karl Polig.

Es sei nicht mehr länger tragbar, dass die Sattelzüge bei Staus die Autobahn verlassen und ihre Fahrt auf der Staatsstraße fortsetzen. Dies sei in den vergangenen Tagen verstärkt zu beobachten gewesen: „Zusätzliche Staus und Verzögerungen auch auf der Landesstraße und erhöhte Belastungen durch Lärm und Abgase sind die Folge.“

Karl Polig

„Mit dieser Maßnahme noch länger zuzuwarten, kann der Bevölkerung nicht zugemutet werden“, betont Karl Polig. „Die offensichtlich zu hohe Attraktivität der Brennerroute ist zu reduzieren. Da gibt es keinen anderen Weg.“

Es brauche ein Bündel gezielter und konzertierter Maßnahmen, denn das erträgliche Maß sei längst überschritten.

„Das Verbot für schwere Lkw – mit Ausnahme des Quell- und Zielverkehrs – wäre eine erste Maßnahme, die wenigstens abseits der Autobahn eine Erleichterung bringen würde. Als wirksame Begleitmaßnahme braucht es natürlich auch rigorose Kontrollen von Seiten der Ordnungskräfte – mit entsprechenden Sanktionen im Falle von Übertretungen“, so Polig.

Er meint: „Gut funktionierende Verkehrswege sind sowohl für die großräumige als auch für die lokale Wirtschaft von grundlegender Bedeutung. Der Umwegverkehr muss jedoch eliminiert und der verbleibende Transit so organisiert werden, dass die Lebensqualität der Anwohner so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Eine Herkulesaufgabe, die endlich mit mehr Engagement anzugehen ist.“

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Kommentare (10)

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  • thefirestarter

    Rigorose Kontrollen und und entsprechende Sanktionen.

    Aus Erfahrung muss ich da leider sagen: Träumt weiter!

  • kleinlaut

    Sollte es sich nicht mit den EU-Bestimmungen kreuzen, dann genau das Gleiche für das Pustertal! Es dürfte doch kein all zu großes Problem sein in Vierschach die von Osttirol kommenden LKW ( Slowenen, Ungarn, Rumänen, Bulgaren usw ), in Toblach ( aus dem Cadore ) und in Mühlbach die LKW zu kontrollieren und nur diese durchzulassen, die auch im Pustertal ent- oder aufladen ( bei einem 20 Tonner wäre natürlich eine Palette á 100kg nicht ausreichend )- Neulich von der Brücke in Ehrenburg bis zur Peintner Brücke in St. Lorenzen um 7.30 Uhr…16 LZW Züge im Gegenverkehr, davon 2 mit italienischem Kennzeichen!

  • josef.t

    Die Witzbolde der SVP schreien jetzt am lautesten nach Verboten,.
    wo genau ihre Führung für diese „Zustände“ verantwortlich ist !
    Der Sender Bozen biete auch noch, gewiisen „Schwätzern“ eine
    Bühne, die von der Realität kein blasse Ahnung haben…….

    • andreas

      Die SVP ist für den internationalen Warenverkehr verantwortlich? Seit wann?

      Diese Forderung ist nachvollziehbar, nur wäre zu klären, wer die Zuständigkeit für die Maßnahmen hat und ob die Landesregierung überhaupt eine Staatsstraße für einen Teil der Verkehrsteilnehmer sperren darf.

      Irgend eine Forderung in die Weltgeschichte hinaus posaunen ist nicht schwierig, nur die, welche es umsetzen sollen, müssen sich halt an die Spielregeln halten.

      • kurt

        @andreas
        Frage : Von welcher Partei sind den die Herrschaften die Politisch und Gesellschaftlich in den besten Positionen bei Brenner Autobahn Ag sitzen und mischen sich überall drein in Bozen ,Trient und Rom wenn du schon vom Internationalen Warenverkehr sprichst .
        Aber wenn es ums Geld geht dann stehen deine Kollegen immer an erster Stelle.

        • roadrunner

          Erklär mir mal, welche Herrschaften „gezielt“ und weil von der SVP überdurchschnittlich „abkassieren“. Nenne mir bitte Namen und deine Motivation dazu, warum du denkst, die kassieren widerrechtlich zu viel und wer zudem indirekt abkassiert. Kannst du das oder kann ich deinen Post als kollektives Gejammere einstufen?

      • yannis

        @Andy

        natürlich müssen sie sich an die Spielregeln halten, schließlich haben sie die ja auch geschaffen.

      • josef.t

        Die Straßenprojekte die es schon seit Jahrzehnten gibt,
        wurden genau von der SVP als Regierungspartei immer
        wieder blockiert.
        Beispiel MeBo; auch damals waren die meisten Verbände
        dagegen, bis die Landesregierung den Mut aufbrachte, ein
        Machtwort zu sprechen und sie wurde realisiert !
        Mit immer wieter zunehmenden Verkehrsaufkommen,
        müssen eben die Verkehrswege dementsprechend
        ausgebaut werden, ansonsten gibt es eben Probleme !
        Mit Verboten kann nichts gelöst werden ?

        • moosstattler

          Es wird ja hauptsächlich gefordert, dass die schweren Brummis, die im Wipptal weder etwas auf- noch etwas abzuladen haben, auf der Autobahn bleiben und nicht auch noch die Normalstraße verstopfen. Und diese Forderung finde ich berechtigt.

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