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„Eine schwierige Zeit“

Der ehemalige Pensplan-Invest-Direktor Florian Schwienbacher zeigt sich erleichtert über die Einstellung des Rentenskandal-Verfahrens gegen ihn.

Von Thomas Vikoler

Er musste gehen, weil gegen ihn ermittelt wurde und die Aufsichtsbehörden sich ständig über den Fortgang seines Strafverfahrens informierten. Florian Schwienbacher verließ deshalb im Jahre 2015 seinen gutdotierten Posten als Direktor von Pensplan Invest.

Er hatte seit dem Start des Zusatzrentenfonds im Jahre 1998 für Pensplan gearbeitet, 2010 wurde er Direktor von Pensplan Invest.

Am Mittwoch, nach einem über vier Jahre dauernden Ermittlungsverfahren zum Tatverdacht der Wettbewerbsverzerrung, verfügte Vorverhandlungsrichter Andrea Pappalardo dessen Einstellung.

„Ich bin sehr erleichtert, es war eine schwierige Zeit“, sagt Schwienbacher, der inzwischen bei der Kranverleih-Firma Niederstätter arbeitet. Selbst die Staatsanwaltschaft war im Verfahren zum Rentenvorschuss-Skandal zum Schluss gekommen, dass die Zuweisung der Verwaltung des Family Fonds für ehemalige Abgeordnete an Pensplan Invest rechtmäßig erfolgt ist. Also keine maßgeschneiderte Ausschreibung, um die Pensplan-Tochter zu begünstigen.

Anfangs, als die Staatsanwaltschaft Trient die Ermittlungen infolge des Bekanntwerdens der Vorschuss-Zahlungen einleitete, hatte es noch ganz anders ausgesehen: „Die Stimmung war dort absolut gegen uns“, erinnert sich Schwienbacher. Nachdem das Verfahren nach Bozen gewandert war, habe sich dies etwas geändert. „Ich fand es aber traurig, dass mein Anwalt Francesco Coran erst bei der Finanzwache die Herausgabe der Ermittlungsakten erwirken musste, die für uns sprachen“, betont der eingetragene Finanzberater, der wegen des Strafverfahrens zeitweise von der Berufskammer suspendiert worden war.

Das am Mittwoch eingeleitete Hauptverfahren gegen die frühere Regionalratspräsidentin Rosa Thaler und Ex-Pensplan-Präsident Gottfried Tappeiner zum Verdacht des Betrugs und Amtsmissbrauchs wurde einem Richtersenat unter Vorsitz von Carla Scheidle zugewiesen. Es startet am 19. September.

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