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Zufriedene Mitglieder

Der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau startet zum 60-jährigen Jubiläum eine breite Mitgliederbefragung, um die Kundenzufriedenheit zu überprüfen.

Der Südtiroler Beratungsring steht als wichtiger Partner an der Seite der Obst- und Wein-bauern: Zum 60-jährigen Jubiläum startete der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau daher eine breite Mitgliederbefragung, um die Qualität und die Kundenzu-friedenheit zu den angebotenen Dienstleistungen zu überprüfen – „mit überaus guten Ergebnissen“, berichteten Obmann Manuel Santer und Ringkoordinator Robert Wiedmer bei der Generalversammlung  in Nals.

Die Begleitung der Bauern und immer mehr Nachhaltigkeit im Anbau steht auch in Zukunft auf dem Programm.

Mit fast 6.000 Mitgliedern, welche insgesamt rund 22.000 Hektar Fläche bearbeiten, ist der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau in den 60 Jahren seines Bestehens zu einer Organisation herangewachsen, die federführend die Landwirtschaft in Südtirol mitgestaltet. Seine Struktur und kapillare Arbeitsweise gilt international als Vorbild; die Berater sind direkte Ansprechpartner der Bauern vor Ort und darüber hinaus gibt es auch breite Grundlageninformation über neue Erkenntnisse und Techniken, die für die Bauern wichtig sind.

Der Beratungsring betreut den Anbau von Äpfeln, Marillen, Kirschen und Wein sowohl im integrierten wie im biologischen Anbau.

„Wir bieten mittlerweile eine derart breite Palette an Information, Schulungen und anderen Leistungen an, dass wir es als wichtig erachteten, die Nutzung durch unsere Mitglieder zu überprüfen: Was wird gut angenommen, was ist hilfreich, was ist möglicherweise überholt und wie sinnvoll sind Materialien auf Papier, wenn wir zugleich immer mehr digitale Information zur Verfügung stellen?“ erklärte Obmann Santer die Beweggründe zu einer breitangelegten Mitgliederbefragung im Zeitraum November/Dezember 2017.

Die repräsentative Befragung unter fast 1.300 nach Zufallsprinzip ausgewählten Mitgliedern ergab eine hohe Beteiligungsquote von deutlich mehr als der Hälfte.

„Diese hohe Beteiligung unterstreicht, wie wichtig die Arbeit des Beratungsringes bei unseren Mitgliedern angesehen wird“, betonte Ringkoordinator Robert Wiedmer. Auch die Auswertung ergab sehr zufriedenstellende Ergebnisse:

„Unsere Kernleistungen sind Rundschreiben, Leitfäden, Warndienste und verschiedene Formen der persönlichen Beratung: Sie werden von fast allen Mitgliedern viel genutzt und als sehr wichtig erachtet“, so Wiedmer.

Die Zufriedenheit mit diesen Diensten liegt bei einem Wert von mehr als 8 auf der Skala von 0 bis 10. Besonders geschätzt wird die Arbeit der Beraterinnen und Berater, die sich durchwegs als kundenorientiert, kompetent, professionell und als vertraut mit den örtlichen Gegebenenheiten erweisen.

Obmann Manuel Santer

Wiedmer: „Eine große Herausforderung erwächst uns aus der zunehmenden Vielfalt der Kulturarten und Betriebsweisen unter den Mitgliedern: Äpfel, Weinbau, Steinobst, integrierter und biologischer Anbau, Hobbybauern und größere Betriebe – sie alle brauchen individuell passende Beratung.“

Sehr gut genutzt werden auch die digitalen Dienstleistungen: Rund 1.400 Bauern informieren sich mittlerweile über die Beratungsring-App; immerhin 750 nutzen das Online-Betriebsheft. Auch das Kursangebot erfreut sich großer Beliebtheit; darunter finden sich Kurse für Baumschnitt, Umveredeln von Apfelbäumen, Bewässerung, Peronospora, Online-Betriebsheft… Insgesamt 410 Teilnehmer besuchten im Vorjahr die verschiedenen Kurse.

Das vergangene Jahr war geprägt von außergewöhnlichen Wetterereignissen wie Frost, Starkregen und Hagel, aber auch durch das wieder verstärkte Aufkommen der gefährlichen Pflanzenkrankheit Feuerbrand, berichtete Ringkoordinator Wiedmer. Für das bevorstehende Anbaujahr stehen einige Schwerpunkte an, die den Bauern in ihrem Bemühen um immer mehr Nachhaltigkeit von Nutzen sind: Dazu gehören die verstärkte Beratung der Bio-Bauern im Bereich Ökologisierung sowie einige Projekte im Bereich Bewässerung: „Es geht darum, den Wasserbedarf der Pflanzen möglichst punktgenau zu treffen und die Qualität der Früchte und Trauben zu erhöhen“, so Santer.

Für seine 25-jährige Mitarbeit wurde schließlich Bernhard Torggler geehrt: „Bernhard Torggler ist ein treuer und kompetenter langjähriger Mitarbeiter, der bei den Bauern besonders für seine fachliche Kompetenz geschätzt wird“, so Santer in seiner Laudatio.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • realist

    Es gibt fast auf der ganzen Welt Obstbaugebiete, die mit Respekt aber auch mit etwas Neid auf diese, von den Bauern selbst ins Leben gerufene Beratungssystem schauen.
    Leider ist bald alles selbstverständlich, das das nicht so ist, beweist, dass nur diese Beratungsform richtig gut funktioniert,
    Bergbauernberatung/Versuchswesen/Forschung usw. was genau so wichtig wäre, hinkt da gewaltig hinterher, obwohl die Strukturen auch da vorhanden wären.

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