Du befindest dich hier: Home » Südtirol » „Bin kein Star“

„Bin kein Star“

Jonas Oberstaller bei „The Voice of Germany“ (Foto: Facebook/ Jonas Oberstaller)

Jonas Oberstaller ist bei „The Voice of Germany“ nach den Battles ausgeschieden. Im Tageszeitung-Interview spricht der junge Musiker über seine Erfahrungen bei The Voice und wirft einen Blick hinter die Kulissen. 

TAGESZEITUNG Online: Jonas, am Sonntag bist du im ersten Battle bei „The Voice of Germany“ ausgeschieden. Was sagst du zur Entscheidung deines Coaches, der deinen Konkurrenten für die nächste Runde ausgewählt hat?

Jonas Oberstaller: Es ist nicht so schlimm, dass ich ausgeschieden bin, weil ich eigentlich das erreicht habe, was ich wollte. Natürlich will man so weit wie nur möglich kommen, aber ich habe es geschafft, mich und meine Musik zu bewerben und ich glaube, dass mir das ziemlich gut gelungen ist. Ich habe ja nicht unbedingt schlecht gesungen, es war einfach eine Entscheidung von Mark Forster, die man akzeptieren muss. 

Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen an „The Voice of Germany“ teilzunehmen?

Eine alte Schulfreundin hat mich auf die neue Bewerbungsphase aufmerksam gemacht, aber ich hatte eigentlich nicht vor, mich anzumelden. Eines Abends habe ich mich dann nach dem Feiern doch spontan angemeldet und ich wurde zu den Vorausscheidungen eingeladen. 

Wie fühlt man sich bei den „Blind Auditions“ auf der Bühne, wenn alle Coaches umgedreht sitzen? Hattest du Angst, dass sich niemand umdreht?

Ich habe versucht die ganze Geschichte locker anzugehen und mir daher auch nicht zu viele Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn sich niemand umdreht. Ich habe schon viele Auftritte gemeistert und daher war ich auch nicht so nervös. Ich konnte beide Auftritte bei The Voice genießen und hatte wirklich Spaß an der Show. 

Es haben drei Coaches für dich „gebuzzert“. Warum hast du dich für Mark Forster entschieden? War das im Nachhinein die richtige Entscheidung?

Im Nachhinein kann man sicher darüber nachdenken, ob die Teamauswahl richtig war, aber ich stehe zu meiner Entscheidung. Jetzt kann man nichts mehr daran ändern. Mark Forster hat für das Battle zwar ein cooles Lied ausgesucht, aber die vielen Sprechgesangpassagen waren neu für mich und daher habe ich auch lange gebraucht, um den Text einzulernen. 

Hast du bei den zahlreichen Proben und Aufnahmen auch viel Neues gelernt?

Das meiste lernt man von den anderen Talenten, weil man viel Zeit zusammen verbringt und gemeinsam musiziert. Man kann von jedem Musiker etwas lernen. 

Du warst zusammengerechnet knapp vier Wochen mit den Proben und Aufnahmen beschäftigt. Was passiert so am Set? Wie kann man sich die Aufzeichnungen vorstellen?

Wir haben bei den Proben sicher unheimlich viel gelernt. Man bekommt Tipps von den Profis, was man verbessern und verändern kann und kann diese Ratschläge dann auch gleich umsetzten. 

Haben dich die Kameras nervös gemacht?

Die Kameras sind nicht bei jeder Probe dabei. Nur einige wenige Proben werden von den Kameras aufgezeichnet, was für mich eher blöd war, da sie genau bei uns eine der ersten Proben ausgewählt haben und ich den Text zu diesem Zeitpunkt noch nicht so gut konnte. Das ist dann im TV ein bisschen blöd angekommen. Auch die Coaches waren bei den Proben ohne Kamera viel lockerer drauf. 

Klingt so, als würdest du diese Erfahrung gerne wieder machen…

Klar, auch weil viele Südtiroler hinter einem stehen und mitfiebern. Ich habe in den letzten Tagen viele nette Nachrichten bekommen und finde es echt cool, dass man so unterstützt wird.

Du bist in Südtirol praktisch über Nacht berühmt geworden… 

Ich würde nicht sagen, dass ich berühmt geworden bin – ich bin kein Star (lacht). Es war eine wirklich tolle Erfahrung, aber ich habe jetzt noch nicht so viel erreicht. Ich möchte als Musiker weitermachen und in dieser Branche ist es ganz wichtig, dass man mit beiden Füßen auf dem Boden bleibt. 

Einer deiner Posts verrät, dass du nicht nur positive Kommentare bekommen hast…

Ja, aber man darf nie vergessen, dass es eine TV-Show war. Von einem 30-minütigen Interview werden wenige Sekunden zusammengeschnitten und verwendet. Es war sicher ein Eigentor von mir, dass ich gesagt habe, dass ich oft ein bisschen faul bin. Aber im TV wurde diese Aussage aus dem Kontext gerissen. Ich bereue diese Erfahrung aber trotzdem nicht und hoffe, dass die Menschen auch hinterfragen, was sie im TV sehen. Ich wollte authentisch sein und das werde ich auch weiterhin bleiben. 

Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde am Ball bleiben und wöchentlich neue Cover-Versionen auf meinem Youtube-Kanal präsentieren. Ich möchte aber auch an meinen eigenen Songs arbeiten und hoffe schon bald eigene Lieder präsentieren zu können. 

Interview: Lisi Lang

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen