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Gescheiterte Revolte

Lanafruit hat die Weichen für die nächsten drei Jahre gestellt: Der langjährige Obmann der Obstgenossenschaft Norbert Schnitzer wurde im Amt bestätigt, Manuel Santer wird sein Stellvertreter.

von Karin Gamper

101 Stimmen für den einzigen Obmann-Kandidaten Norbert Schnitzer, 28 Stimmen für Manuel Santer, Obmann des Südtiroler Beratungsringes für Obst- und Weinbau, 27 weiße Stimmzettel und eine Handvoll Stimmzettel, auf denen andere Namen geschrieben standen. Dies ist das Ergebnis der Obmann-Neuwahl bei Lanafruit vom vergangenen Freitag.

Wie berichtet, gab es im Vorfeld der Vollversammlung innerhalb der großen Burggräfler Obstgenossenschaft den Versuch einiger Mitglieder, die Neuwahl von Norbert Schnitzer zu verhindern bzw. ihn durch einen geheim gebliebenen Kandidaten zu ersetzen. Unmut gab es nicht zuletzt deshalb, weil die Auswahl auf den Stimmzetteln mehr als dürftig war: einziger Obmann-Kandidat war Norbert Schnitzer, einziger Kandidat als Vize-Obmann Manuel Santer. Der bisherige Vize-Obmann Hansjörg Oberhofer hatte sich bereits im Vorfeld aus freien Stücken in den Vorstand zurückgezogen.

Norbert Schnitzer hat laut Insidern vieles dafür getan, als Einziger auf dem Stimmzettel aufzuscheinen. Gut informierte Kreise wissen von mehreren Dringlichkeitssitzungen im Vorfeld der Vollversammlung zu berichten. Der Lananer Großbauer ist ein Urgestein des Genossenschaftswesens im Etschtal und steht Lanafruit seit deren Gründung im Jahr 2009 vor. Zuvor war er ab 1976 im Vorstand der Pomus, die gemeinsam mit Lanafrucht/Ogol zur heutigen Genossenschaft fusioniert hat.

Schnitzer gilt als fleißig und ist beinahe täglich am Sitz der Genossenschaft in der Bozner Straße anzutreffen. Der ehemalige SVP-Bezirksobmann ist aber aufgrund seiner polarisierenden Persönlichkeit für viele auch ein rotes Tuch.

Der Plan seiner Gegner, Schnitzers Wiederwahl zu verhindern, ist jedenfalls am Freitag gescheitert. Dies ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass der von einigen favorisierte junge Lananer Bauer Manuel Santer vor der Wahl in aller Deutlichkeit festgehalten hat, dass er nicht für das Obmann-Amt zur Verfügung steht. Bei der geheimen Wahl fielen dann dennoch 28 Stimmen auf ihn.

Als (einziger) Vize-Obmann-Kandidat erhielt Manuel Santer 140 Stimmen. Die kommenden drei Jahre wird er daher als Obmann-Stellvertreter in der zweiten Reihe stehen und – so mutmaßen einige Mitglieder – langsam als natürlicher Schnitzer-Nachfolger aufgebaut. Diesmal aber vom Chef selbst.

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