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Das OneCoin-Verbot

onecoinJetzt wurde der Verkauf von OneCoins auch in Deutschland verboten. Die Hintergründe.

von Heinrich Schwarz

Es wird enger und enger für die umstrittene Kryptowährung OneCoin. Viele Südtiroler, die aufgrund eines hierzulande breiten Netzwerkes eingestiegen sind, fürchten immer mehr um ihr Geld. Werden ihre OneCoins, für die sie teils viele Tausend Euro investiert haben, am Ende wertlos sein, während die Vermittler Millionen verdient haben? Jetzt greifen jedenfalls auch die deutschen Behörden immer härter durch.

In Italien hatte die Wettbewerbsbehörde AGCM im Dezember einen Stopp der Vermarktung und Verbreitung von OneCoin und der damit verbundenen Ausbildungspakete angeordnet.

Wie mehrfach berichtet, können Mitglieder online sogenannte Ausbildungspakete kaufen und damit OneCoins generieren. In den Werbevorträgen wird von großen Wertsteigerungen gesprochen. Zudem kann man auf mehreren Ebenen bares Geld verdienen, wenn man neue Mitglieder anwirbt. Die AGCM geht in ihren Ermittlungen von einem gesetzlich verbotenen Pyramidensystem aus.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat am Donnerstag der Onecoin Ltd (Dubai) und der OneLife Network Ltd (Belize) untersagt, „im Internet ein öffentlich zugängliches System anzubieten, um darüber Geschäfte mit OneCoins durchzuführen.“ Darüber hinaus hat sie die Unternehmen angewiesen, jegliche Werbung für den Vertrieb und Verkauf von OneCoins in Deutschland sofort einzustellen. Der One Network Services Ltd (Bulgarien) hat die BaFin unterstützende Tätigkeiten untersagt.

Die Geschäfte mit OneCoins sind laut BaFin als Eigenhandel nach dem Kreditwesengesetz zu qualifizieren. Die Betreiber hätten aber keine Erlaubnis für diese Finanzdienstleistung.

Erst vor kurzem hat die BaFin die Konten einer deutschen Firma eingefroren, die für die Onecoin Ltd Finanztransfers mit OneCoin-Anlegern durchgeführt hatte. Innerhalb eines Jahres seien 360 Millionen Euro angenommen worden. 29 Millionen befinden sich noch auf den gesperrten Konten.

Siehe auch: https://www.tageszeitung.it/2017/04/23/zitternde-anleger/

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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