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Die Klagedrohung

Die Klagedrohung

Der Konflikt zwischen Arno Kompatscher und dem Hause Athesia spitzt sich zu: Weil der LH die Übernahme der Brennercom-Aktien durch die Athesia verhindert hat, droht Michl Ebner mit einer Klage. Die Hintergründe.

Von Matthias Kofler

Im Palais Widmann spricht man nur mehr über das eine Thema: Am vergangenen Donnerstag hat Athesia-Chef Michl Ebner bei einem Treffen von Aktionären der Brennercom AG dem Landeshauptmann eine Klage angedroht, sollte dieser bei seinem Vorhaben bleiben – und eine Übernahme der Aktienmehrheit durch die Athesia verhindern.

Zuvor hatte der Athesia-Chef – immer nach Informationen der TAGESZEITUNG – dem Landeshauptmann bereits einen geharnischten Brief zukommen lassen.

Um was geht es?

Arno Kompatscher hatte die Aktionäre zu dem Treffen geladen, um sie über seine Pläne zu unterrichten: Geht es nach dem SVP-Politiker, soll das Land das gesamte Südtiroler Kabelnetz der Brennercom AG abkaufen. Der Wert der Glasfaserkabelnetze wird auf wenige Millionen Euro geschätzt. Mit diesem Vorhaben will Kompatscher sicherstellen, dass das Breitbandnetz und die Datenleitungen in der öffentlichen Hand bleiben und nicht an Private übergehen.

Denn: Wer im Besitz der Infrastrukturen ist, trifft im Breitbandgeschäft die Entscheidungen: über die Anbieter, die Preise und dergleichen.

Ein Oppositionsvertreter im Landtag, der nicht namentlich genannt werden will, begrüßt die Entscheidung des Landeshauptmanns, dem Hause Ebner die Mehrheit an der Brennercom nicht zu überlassen: „Endlich hat er Mut gezeigt und sich der Expansionsgelüste der Athesia in den Weg gestellt. Man wird nun beobachten können, wie Athesia auf den Affront reagieren – und mit welchen Geschützen man nun gegen den Landeshauptmann auffahren wird.“

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