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„Ich will wie Seppi werden“

Jannik Sinner

Jannik Sinner gilt als eine der größten Tennis-Nachwuchshoffnungen Italiens. Der erst 16-jährige Sextner, der auch ein ausgezeichneter Skifahrer war, hat heuer bereits zwei ATP-Punkte geholt und ist der jüngste Italiener im ATP-Ranking. 

Sinner, den es bereits mit 14 Jahren ins 650 km entfernte Trainingscenter „Piatti Tennis“ nach Bordighera zog und dort von den Trainer-Assen Riccardo Piatti und Massimo Sartori (Coach von Andreas Seppi) betreut wird, ist sich über seine Entscheidung sicher: „Ich wusste, dass es ein harter Weg wird, aber ich habe mich dafür entschieden. Der Weg zum Tennisprofi ist sehr lang, ich habe aber sehr viel Spaß am Tennis und hoffe, dass es so weitergeht“.

Max Sartori hatte einen großen Anteil an Sinners Entscheidung, nach Bordighera trainieren zu gehen. „Sartori hat mir gesagt, ich soll dorthin gehen, da ich mich hier gut weiterentwickeln kann. Wir trainieren jeden Tag, die Anlage ist wunderschön, wurde kürzlich umgebaut und alles ist perfekt organisiert. Hier macht es einfach Spaß, Tennis zu spielen“.

Auch der Tagesablauf von Sinner ist genau geregelt: „Wir frühstücken alle gemeinsam um 9 Uhr, danach wärmen wir uns knapp eine Stunde lang auf. Anschließend spielen wir eineinhalb bis zwei Stunden, ehe wir wieder gemeinsam essen. Am Nachmittag steht dann dasselbe Programm auf der Reihe, meist machen wir auch noch ein paar Kraftübungen“.

Der junge Pusterer, der heuer in Sharm El Sheikh und Heraklion bereits zwei ATP-Punkte holte, wird auch in der restlichen Saison hauptsächlich auf der ITF-Tour im Einsatz stehen: „Im Vergleich zum Vorjahr spiele ich heuer mehr, das habe ich zusammen mit meinen Trainern entschieden. Der Plan ist, immer drei bis vier Wochen hintereinander an einem Ort zu spielen, so findet man den notwendigen Rhythmus. Danach kehre ich immer wieder ins Trainingscenter zurück“.

Sinner, aktueller Weltranglisten-1770., hat ein großes Ziel: „Ich will wie Andreas Seppi werden. Er ist seit meiner Kindheit ein Riesenvorbild, so zu werden wie er, das wäre ein Traum. Ich arbeite hart daran und gebe stets mein bestes. Wir trainieren manchmal zusammen, es ist ein unglaubliches Gefühl. Schon nur zu sehen, wie „lässig“ er spielt, ist sensationell. Eines Tages hoffe ich, in seine Fußstapfen treten zu können“.

Der Sextner sagt außerdem: „Ich will an die Spitze kommen, das war schon immer mein Ziel. Seit ich 14 Jahre bin strebe ich den Weg an, Tennisprofi zu werden. Irgendwann will ich auf meine Karriere zurückblicken und sagen können, dass ich dafür alles gegeben habe“.

Über seine Saisonziele sagt der 1,88 m große Pusterer: „Wichtig ist spielen. Ich habe mittlerweile zwei ATP-Punkte, ich kann somit stets die Qualifikation spielen. Heuer werde ich mehr ITF-Spiele bestreiten, um den Rhythmus zu behalten, aber ich spiele sicher auch noch ein paar Junioren-Turniere“.

Über eine mögliche Teilnahme am ATP-Challenger in Gröden macht sich Sinner vorerst keine Gedanken: „Ich will mich nicht stressen. Natürlich, sollte die Möglichkeit bestehen, in St. Ulrich eine Wild-Card zu bekommen, wäre es super. Ich lasse es auf mich zukommen, aber sollte es nicht klappen, wäre es auch kein Problem“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • prof

    Laut Tages-Ablauf ist die Schule auf der Strecke geblieben,wäre es nicht ein Vorteil die Oberschule wo auch immer weiter zu besuchen??

    • goggile

      prof ganz sicher nicht. ich rate dem jungen Talent all seine kräefte für den Tennis zu mobilisieren. wens der durchbruch geschafft wird, warten emozionen und Millionen. man muss die ziele verfolgen. und nicht alle muessen einen hirnlosen oberschulabschluss vorweisen.

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