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Mehr Einwanderer

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In Südtirol lebten Ende 2016 46.794 ausländische Staatsbürger, das sind 8,9 Prozent der Bevölkerung. Auch im Jahr 2016 verzeichnen die Behörden eine leichte Zunahme. 

Die neuesten statistischen Daten zur Einwanderung in Italien und Südtirol aus dem Statistischen Jahrbuch zur Einwanderung wurden am Donnerstag bekanntgegeben. Das Jahrbuch wird jährlich von der im Ministerratspräsidium angesiedelten gesamtstaatlichen Antidiskriminierungsstelle (UNAR) herausgegeben und italienweit am selben Tag vorgestellt. Bei der Pressekonferenz in Bozen ging Federica Dalla Pria von der Alexander-Langer-Stiftung auf die Südtiroler Daten ein, während Karin Girotto von der Genossenschaft Savera einen Überblick über die Daten auf Staatsebene gab.

LR Philipp Achammer

Landesrat Philipp Achammer wies in seinen Grußworten darauf hin, dass gerade beim Thema Einwanderung die Verfügbarkeit von verlässlichen Daten besonders wichtig sei, um auf deren Basis einen offenen Umgang zu pflegen. „Aber auch Schwierigkeiten müssen da, wo sie auftreten, offen angesprochen werden“, sagte Landesrat Achammer. Sprache, Bildung und Arbeit bezeichnete er als die drei wichtigsten Schlüssel für die Integration.

Die Zahlen zur Einwanderung in Südtirol:

Während Ende 2016 in Südtirol 46.794 ausländische Staatsbürger lebten (8,9 % der Bevölkerung), waren es im Trentino 46.456 (8,6 %) und im Bundesland Tirol 111.626 (15 %).

Die Zunahme im Vergleich zum vorhergehenden Jahr beläuft sich auf 340 Personen. Dabei steht dem negativen Migrationssaldo (-294) ein positiver Geburtensaldo (634) gegenüber.

Bei der ausländischen Bevölkerung überwiegen die Frauen (53.1 %), allerdings gibt es bei der Geschlechterverteilung erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Nationalitäten.

Etwa ein Drittel (nämlich 15.315) der ausländischen Staatsbürger lebt in Bozen, gefolgt von Meran (6.352), Brixen (2.117), Leifers (1.613) und Bruneck (1.506).

Über zwei Drittel der ausländischen Staatsbürger stammen aus Europa: Insgesamt sind dies 30.294 Personen, davon 15.628 aus EU-Staaten, 14.469 aus Osteuropa außerhalb der EU und 197 aus anderen europäischen Staaten. Die Albaner bilden mit 5.332 Personen in Südtirol die stärkste Gruppe, gefolgt von Deutschen (4.373), Marokkanern (3.446), Pakistanern (3.366) und Rumänen (2.985). Insgesamt leben in Südtirol Menschen aus 135 verschiedenen Ländern.

Südtirolweit gibt es 3.873 registrierte Firmen mit ausländischen Inhabern.

Von den 176.523 Flüchtlingen, die bis Ende März 2017 in Italien angekommen sind, wurden weniger als ein Prozent (1.504) in Südtirol untergebracht.

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