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Soldaten als Busfahrer

Elena Artioli prescht mit einem aufsehenerregenden Vorschlag vor: Um die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen, sollen Soldaten zu Busfahrern umgeschult werden.

Von Matthias Kofler

Nach den sich häufenden Übergriffen auf Chauffeure und Fahrgäste in Südtirols Bussen prescht die Landtagsabgeordnete Elena Artioli mit einem aufsehenerregenden Vorschlag vor: Transportgesellschaften wie SASA oder SAD sollen junge Soldaten vom italienischen Heer abwerben und zu Busfahrern umschulen. Damit soll die Sicherheit der Fahrgäste, aber auch jene der Buschauffeure erhöht werden.

„In unseren Kasernen finden sich viele junge Soldaten, die die Einstellungstests überstanden haben und körperlich fit sind“, sagt Elena Artioli. Mit der Umschulung zu Busfahrern hätten diese jungen Soldaten die Möglichkeit, ihre berufliche Zukunft abzusichern. Das Heer sei kein lukrativer Arbeitgeber: Soldaten müssten für Auslandsaufenthalte ihre Frauen und Kinder zurücklassen und das eigene Leben aufs Spiel setzen. Jene, die das Glück hätten, in Südtirol den Militärdienst zu leisten, würden oft unter Langeweile leiden, erklärt die Abgeordnete.

Für Unternehmen wie die SASA sei es ein Leichtes, mit den Gehältern der Soldaten mitzuhalten: Ein Gefreiter ersten Grades verdiene 17.485 Euro brutto im Jahr, als Busfahrer verdiene er nicht weniger, weiß Elena Artioli.
Abgeschaut hat sich die A-Team-Politikerin ihren Vorschlag in Israel, wo schon viele (Ex-)Soldaten als Busfahrer unterwegs sind.

Wie ihr Fraktionsmitarbeiter Claudio Degasperi auf Nachfrage mitteilt, ist nicht ausgeschlossen, dass Elena Artioli auch einen Beschlussantrag im Landtag einreichen wird. Die Entscheidung obliege zwar der SASA. „Als Land können wir die Umschulung aber unterstützen, indem wir zum Beispiel Deutschkurse für die jungen Soldaten, die Busfahrer werden wollen, anbieten“, so Claudio Degasperi.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (13)

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  • andreas

    Gute Idee, bei uns laufen ja auch so viele Palästinenser mit Maschinengewehren rum.

    Ein Busfahrer hat rechtlich so gut wie keine Möglichkeit gegen jemanden vorzugehen.
    Was soll da ein ehemaliger Soldat ausrichten, der kann weder seine Schieß-, noch die Nahkampfausbildung nutzen, da er da schon mit einem Fuß im Gefängnis sitzt.

    Da Soldaten dafür ausgebildet werden im Zweifel recht konsequent vorzugehen, sind sie als Busfahrer eher ungeeignet, außer natürlich, die Zahl der bewaffneten Palästinenser erhöht sich in Zukunft in Bozen signifikant.

  • watschi

    Andreas, es sind auch nicht palästinenser, die jeden tag ohne fahrkarte den bus besteigen und bei der kontrolle ausflippen. ausserdem, jeder hat das recht sich zu verteidigen, auch busfahrer, handelt es sich dabei um junge soldaten, sind die eher imstande einen angriff abzuwehren.. studier dir mal bei gelegenheit den art,52 c.p. durch und du wirst staunen. sind da auch noch ein paar gute kameras im bus angebracht, bibt es keinen zweifel mehr. alles klar?

  • hells_bells

    Selten so einen „Schmarrn“ gelesen.

  • markp.

    Jede vorgebrachten Idee, und sei sie bei erster Betrachtung noch so skuril, hat es verdient, daß man über sie nachdenkt…..

    …ich habe zwei Minuten nachgedacht (mehr Zeit habe ich nicht) und für mich kann man sie in dieser Art verwerfen, weil viel zu kurz und einfach gedacht.

    Ein Mensch wählt normalerweise (Ausnahme bestätigen natürlich immer die Regel) einen Beruf, der ihn erfüllt. Also wählt ein Busfahrer den Beruf Bus zu fahren, weil er gerne große Fahrzeuge bewegt und ein Soldat, den Beruf des Soldaten um sein Land zu verteidigen, Waffe tragen, marschieren.. boh… keine Ahnung.

    Warum sollte nun ein Soldat, der komplett ein anderes Berufsgebiet wählt, auf einmal Busfahrer sein, nur weil er körperlich vielleicht besser dasteht und sich besser verteidigen kann als ein Busfahrer. Die Hauptaufgabe des Busfahres ist noch immer BUSFAHREN und lenken und nicht sich gegen irgendjemanden zu wehren.

    Wenn einer Soldat ist, weiß er doch von vornherein, daß er auch dazu auserkoren ist, in den Krieg zu ziehen. Wenn einer Soldat ist, weiß er von vornherein, daß es er wohl immer weit weg von seiner Familie sein wird und wohl viel rumkommen wird. Wenn einer Soldat ist, weiß er er wohl, daß es auch Zeiten gibt, in dem es ihm in den Kasernen langweilig sein wird. Und wenn jetzt viele Soldaten Busfahrer werden, wer soll dann das Land verteidigen, wenn es wirklich mal brenzlig wird? Und was machen nun die Busfahrer, deren Stellen jetzt von Soldaten besetzt werden?

    Wenn den jungen Soldaten bei uns wirklich langweilig ist (ist es denn wirklich so?) und sie hier nur ihren Sold aussitzen und nichts zu tun haben (ist das wirklich so?), warum können sie dann nicht einfach als unterstützender Beifahrer und Abschreckung für die kriminelle Kunden mitfahren? Und anstatt die Soldaten umzuschulen, könnte man doch für die Busfahrer eine Schulung zur Selbstverteidigung bezahlen. Und das Geld für die Schulung könnte man – anscheinend reichen die momentanen Gesetze nicht aus, wenn schon wirklich soviele unbestraft schwarz fahren dürfen, also auch hier endlich mal den Hebel ansetzen liebe Politiker!!! – könnten man endlich bei den Schwarzfahren einkassieren.

    Ich weiß, meine Idee ist noch kürzer gedacht… aber ich bekomme vom Land ja auch nicht Geld um mich über Gesetze und Probleme unseres Landes auseinanderzusetzen und Lösungen zu suchen 😀

  • franz

    @watschi
    Leider irrst Du Dich art,52 c. p. legittima Difesa kann in Bussen nicht angewand werden, ( eventuell wenn jemand in der in Wohnung überfallen bedroht wird.
    Oder wenn Polizisten- Carabinieri mit einer Waffe bedroht werden )
    Abgesehen davon , dass der art 52 c. p in der Abgeordnetenkammer neu behandelt wurde mit den Vorschlag “ legittima Difesa“ – solo di notte worüber die ganze Welt lacht.
    http://www.ilfattoquotidiano.it/2017/05/04/legittima-difesa-ok-della-camera-licenza-di-sparare-di-notte-ecco-cosa-prevede-la-legge-show-di-salvini-espulso/3562215/
    Schwarzfahren sieht nur eine Verwaltungsstrafe vor ( was illegalen Immigranten nicht daran hindert den Kontrolleur die Polizei zu attackieren anzuspucken bzw. zu bedrohen ist ja keine Straftat,. leider
    Diesbezügliche art. 337 c. p & 336 c. p Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Violenza al publico ufficiale , wurde von der Regierung Renzi mit Unterstützung von SVP aus den Strafrechtgestrichen . ( DL- Depenalizzazione ) darunter auch der art 614 c. p sowie der art 612 bis c. p Stalling erstezt durch den art 162 terr sowie weitere 120 art .
    Demnach jemand das Recht in eine Wohnung einzudringen um Schutz vor Kälte zu suchen. art 614 del Codice Penale
    https://www.money.it/senzatetto-entra-casa-altri-non-punibile
    Kameras helfen nicht wenn es keine sichere Strafen gibt. So ist es auch in der Stadt die Stadtgemeinde gibt 300.000 € für Kameras aus die nicht viel bringen wenn es keine sicher Starfen gibt.
    Eigentlich logisch. Alles nur Scheinpopulismus, Schaumschlägerei und Wahlpropaganda von den links-grünen Postkommunisten & SVP Vasallen des PD.
    Kein Wunder wenn sich die Bürger verarscht belogen unsicher und von der Politik im Stich gelassen fühlen und dann Rechts wählen.
    Wie schon geschrieben das Problem links grüner SVP Politiker ist ihre Uneinsichtigkeit , schuld sind immer die anderen.
    Einsicht ist ( wäre ) der erste Schritt zur Besserung.

  • jennifer

    Jeder stupfsinnige Vorschlag ist gut genug. Hauptsache man ist 2-3 mal pro Jahr in den Medien und die Leute diskutieren. Wie manche Politiker Aufmerksamkeit generieren ist wirklich unterste Schublade.

  • wollpertinger

    Wenn die Soldaten nicht streiken dürfen, dann wird der Gatterer den Vorschlag sicher gerne ausgreifen und seine streikereiten Busfahrer feuern.

  • rowa

    Ist denn schon Unsinniger ?

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