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Eisprinzessin mit Kopftuch

Zahra Lari war die erste Athletin, die je für die Golfstaaten an einem internationalen Turnier im Eiskunstlauf teilgenommen hat. Jetzt trainiert sie in Brixen.

Derzeit findet das Sommertrainingslager des Wintersportvereins (WSV) Brixen/Eiskunstlaufen in der Eishalle von Brixen statt.

Den Veranstaltern ist es gelungen, ein höchst professionelles Trainer-Team ins Eisacktal zu holen.

Neben dem slowenischen Eiskunstlauf-Profi und Brixner Cheftrainer Damjan Ostojic, werden die Athleten und Athletinnen in einem zweiwöchigen Sommercamp von der russischen Vize-Meisterin 2007 Alexandra Ievleva trainiert.

Dem Team als Choreograph und Salto-Meister stehen der amerikanische Meister im Eiskunstlauf Eliot Halverson, sowie der italienische Tanz-Profi David Cipolleschi zur Seite. Letzter wirkte u.a. in verschiedenen nationalen TV-Shows, Kinofilmproduktionen und internationalen Videoclips mit.

Der Einladung zu diesem Trainingslager sind nicht nur die jungen Eiskunstlauftalente aus Brixen gefolgt. Auch Athleten aus Gröden, Bozen, sowie dem fernen Dubai, Abu Dhabi, der Türkei und aus Deutschland wollten sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Zahra Lari, besser bekannt als „die Eisprinzessin mit dem Kopftuch“ angereist. Sie war die erste Athletin, die je für die Golfstaaten an einem internationalen Turnier im Eiskunstlauf teilgenommen hat.

Das Eiskunsttalent hat einen Traum. Zahra Lari möchte als erste Eiskunstläuferin ihr Land bei den Olympischen Winterspielen vertreten. „Ich habe an vielen Sommercamps teilgenommen, aber dieses hier in Brixen ist etwas Besonderes“, sagt die Eisprinzessin mit einem Lächeln im Gesicht. „Nicht nur wegen des familiären Ambientes, in dem eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre herrscht. Gleichzeitig ist alles sehr professionell. Es gibt hier sehr viel positive Energie und ich kann mich sehr gut auf mein Training konzentrieren“, so die Athletin weiter. “Man hat mich hier sehr gut aufgenommen und ich habe schon neue Freundschaften geschlossen”, erzählt die junge Zahra während einer Trainingspause am Sommer Camp des WSV Brixen.

Schon einmal hat Italien der Eiskunstläuferin Glück gebracht. Bei einem Wettkampf in Canazei im Fassatal hat das arabische Eiskunstlauftalent zum ersten Mal an einem internationalen Turnier teilgenommen.

Der 22-Jährigen aus Abu Dhabi wurde nach diesem Wettkampf bewusst, dass sie eine Vorbildfunktion für viele Mädchen haben könnte. Sie möchte vor allem die Botschaft transportieren, dass jeder sein Ziel und seine Träume verfolgen und Hindernisse überwinden kann: der Blick muss stets nach vorn gerichtet sein und man muss hart an sich arbeiten.

Die Sektionsleiterin Eiskunstlauf Elke Urthaler des 1947 gegründeten Vereins zeigt sich über die Internationalität und Professionalität der Trainer im Sommercamp sehr glücklich. Damit sollen nicht nur künftige Champions gefördert werden, sondern vor allem den Kindern und Jugendlichen auch dieser Wintersport nähergebracht werden. „Dank dieses Sommercamps können sich die jungen Athletinnen und Athleten auf sportlicher Ebene messen, allem voran entstehen aber neue Freundschaften und es findet ein wunderbarer Austausch zwischen verschieden Kulturen statt“, zeigt sich die Sektionsleiterin mit dem Verlauf des Camps zufrieden.

In Brixen zeigt sich einmal mehr, dass Sport eines der besten Werkzeuge ist, um kulturelle Barrieren und Mauern abzubauen und Brücken zu schlagen.

Das Sommercamp wird unterstützt von der Raiffeisenkasse Eisacktal.

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