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    Schiefe Bahn

    Foto: HMG

    Die Olanger Seilbahnen scheinen kein Interesse an der Erschließung der Lanzwiesenalm zu haben. Sie erneuern die bestehenden Bahnen und gehen auf Distanz zum Rathaus.

    von Silke Hinterwaldner

    Eisige Stimmung zwischen der Gemeindeverwaltung Olang und den Seilbahnen: Wütend hatte Matthias Prugger, Präsident der Olanger Bahnen, im Frühjahr das Projekt für eine zweite Talabfahrt ins Gassl zurückgezogen. Seine Begründung: „fehlende Unterstützung von Seiten der Gemeindeverwalter“ (die TAGESZEITUNG berichtete).

    Seitdem brütet man in Olang darüber, was die Olanger Seilbahnen wohl vorhaben. Im Raum steht eine neue Liftverbindung auf die Lanzwiesenalm, die als Fortführung des geplanten Dorfliftes „Panorama“ aber einer Neuerschließung gleichkommen würde. Dieser Eingriff in die Landschaft wird von Umweltschützern als schwerwiegend bewertet.

    Aber Matthias Prugger gibt Entwarnung. Er sagt: „Ich kenne dieses Projekt nicht.“ Und erklärt, dass sich die Liftgesellschaft jetzt auf die Erneuerung der beiden Bahnen Olang 1 und 2 konzentrieren wird. Dabei handelt es sich um eine Investition von rund 25 Millionen Euro: Die beiden Aufstiegsanlagen sind mittlerweile 30 Jahre alt und damit die ältesten Bahnen am Kronplatz. Bis 2019 müssen sie deshalb erneuert werden.

    „In Olang selbst stehen abgesehen davon keine weiteren Projekte an“, erklärt Prugger. Und weiter: „Außerhalb von Olang gibt es immer wieder interessante Anfragen und Ideen, die man umsetzen könnte.“

    Dieser letzte Satz des Seilbahn-Präsidenten offenbart das schwierige Verhältnis zwischen Bahnen und Gemeinde. Aber Bürgermeister Georg Reden will sich nicht in die Ecke des Verhinderers drängen lassen. „Wichtige Entscheidungen brauchen viel Vorbereitungszeit“, sagt er und ist überzeugt davon, dass der Gemeinderat schlussendlich einer zweiten Talabfahrt zum Gassl zugestimmt hätte. Aber das ist jetzt Schnee von gestern.

    Heute wird über die Erschließung der Lanzwiesenalm gesprochen. Auch Reden erklärt, dass es wohl kein Projekt gebe und dass dieser Eingriff in die Landschaft massiv wäre. Aber er weiß freilich auch, dass er zwischen zwei Stühlen sitzt. Als Besitzer eines Gasthofes würde er unmittelbar von der Errichtung des Dorfliftes „Panorama“ und von einer neuen Aufstiegsanlage auf die Lanzwiesenalm profitieren.

    Nur: Die Olanger Seilbahnen scheinen daran so gar kein Interesse zu haben.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (6)

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    • einereiner

      Die Olanger haben kein Konzept….bereits die Lorenzi-Bahn war eine falsche Entscheidung. Eine zweite Abfahrt ins Gassl wäre die nächste falsche Entscheidung.
      Das einzige richtige wäre eine Abfahrt bis nach Niederolang.

    • roberto

      Vom Kronplatz Richtung Olang herabblickend sprach ein Vater zu seinen Söhnen in den 1950 Jahren: „Buibm, des wos es do seg, weard amo olls enko sein!“.
      …………. und so ist dem geschehen, denn nur den Tüchtigen winkt das Glück und der Erfolg.

    • holzmichl

      Roberto

      Hast einiges vergessen, diesen Vater rette damals ( vor dem Konkurs )ein Bauunttenehmer aus Vicenza, ansonsten würden diesen Menschen heute nichts mehr besitzen, müssten Unterstüzung einforderen.

    • george

      Die haben ohnehin schon den Osthang über Geiselsberg versaut, wieso sollten sie dann auch noch den Hang zur Lanzwiese auch noch versauen. Das einzige Vernünftige ist dort nichts zu tun und stattdessen zu schauen, ob der Wiesenhang im Nordosten vom Kronplatz über die Wiesen gegen Niederolang hin befahren werden kann, ohne viel zu planieren. Dort hat man ohnehin schon früher Zonen-Abfahrtsrennen vom Spitzhörnle herunter veranstaltet, noch bevor der Kronplatz erschlossen war.

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