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    „Jetzt ist Schluss“

    Mussolini_Kalender_2015_CD_001Die Süd-Tiroler Freiheit will den Vertrieb von faschistischem Propagandamaterial unterbinden – ebenso die Renovierung faschistischer Relikte.

    „Der Vertrieb von Propagandamaterial und die Renovierung faschistischer Relikte in Süd-Tirol verstößt gegen alle demokratischen Grundprinzipien, den europäischen Geist und muss deshalb auch entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen“, findet die Süd-Tiroler Freiheit.

    Der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer hat einen Beschlussantrag im Landtag eingereicht, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird, die regelmäßigen Arbeitstreffen mit der Stadtgemeinde Bozen auszusetzen und das EU-Parlament sowie die EU-Kommission über die Beweggründe zu informieren. Darüber hinaus soll der Bozner Bürgermeister zu einer Anhörung in den Landtag eingeladen werden.

    Bernhard Zimmerhofer

    Bernhard Zimmerhofer

    Von Caramaschi verlangt Zimmerhofer, dass er den Landtagsabgeordneten erklärt, wie die Gemeinde dazu komme, die zwei Säulen vor dem Siegesdenkmal inklusive Markuslöwen und römischer Wölfin mit über 50.000 Euro an Steuergeldern zu restaurieren.

    Ebenso erwartet sich der Landtagsabgeordnete von Caramaschi eine Antwort auf die Frage, warum sich die Verkehrsteilnehmer der Gemeinde Bozen vielfach mit einem schlechten Straßenzustand begnügen müssten, während für ca. 38.000 Euro der Platz vor dem so genannten Siegesdenkmal neu gepflastert werde, obwohl dort kein Fahrzeug verkehren dürfe.

    Auch ruft Zimmerhofer die Restaurierung des so genannten Siegesdenkmals in Erinnerung, die den Steuerzahler zwei Millionen Euro kostete, und er zieht einen Vergleich Italiens mit Deutschland und Österreich: „Dort wäre es undenkbar, Relikte aus der Nazizeit zu renovieren oder gar neu aufzustellen. Weltweit werden Symbole von Terrorregimen von öffentlichen Plätzen entfernt, etwa in Spanien oder in der ehemaligen Sowjetunion. In Italien und in Süd-Tirol laufen die Uhren anders. Hier stimmen sogar die Grünen für den Erhalt und die Wiederaufstellung solcher Relikte.“

    In diesem Zusammenhang verweist Zimmerhofer auf das Scelba-Gesetz von 1952 und das Mancino-Gesetz von 1993, denen zufolge die Verherrlichung des Faschismus sowie die Rassendiskriminierung verboten ist. Aber dadurch, dass in Zeitungsgeschäften Mussolini-Wandkalender verkauft würden, werde dieses Verbot regelrecht verhöhnt. Eine entsprechende Eingabe der Süd-Tiroler Freiheit vor über zwei Jahren bei der Staatsanwaltschaft Bozen blieb ohne Ergebnis.

    Zimmerhofers Schlussforderung: „Ich fordere alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte auf, sich dafür einzusetzen, dass diese ewiggestrigen und provokanten faschistischen Umtriebe endlich ein Ende finden!“

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    Kommentare (10)

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    • goggile

      WIESO wird nicht endlich die eu eingeschaltet? oder schaut die eu weg weil es zu aufwendig ist einzuschreiten?

      • yannis

        @goggile
        die EU, allen voran Merkel, Schulz, Juncker usw. usf. mit dem „Bürger-Verriss“ derart beschäftigt dass sie diese Schweinereien schlicht nicht bemerkt.
        Anderseits wird man (zumindest verbal) schnell tätig wenn zehn Jugendliche im Kreise stehen und ein Bier trinken,

    • felixaustria

      kleine Zwischenfrage …
      warum hackt hier jeder auf Merkel , Schulz , Junker
      usw. rum ?
      Gebt euer Problem der FremdHerrschaft ein und
      ihr werdet bestimmt gehört , von vielen Gleichgesinnten ,
      in ganz Europa .

    • mannik

      In Deutschland wäre es undenkbar? Herr Zimmerhofer ist wie so oft wahnsinnig gut informiert:
      Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf Usedom
      „Gauforum“ in Weimar
      Zeppelinfeld Nürnberg
      Prachtstraße in Nürnberg
      Kongresshalle in Nürnberg
      „Parteiviertel“ in München (NSDAP-Hauptverwaltung)
      NSDAP-Ordensburg Sonthofen
      Autowerk am Mittellandkanal im heutigen Niedersachsen
      Olympia-Stadion in Berlin
      Bundesfinanzministerium in Berlin-Mitte (Reichsluftfahrtministerium)
      Flughafen Tempelhof in Berlin
      Seebad Prora auf Rügen ( „Kraft durch Freude“)
      150 unterirdische Stollenanlagen in Österreich (etwa „Quarz“ bei Melk)
      Fasangartenkaserne in Wien
      Flaktürme in Wien u.v.a.m.
      Von militärischen Bauten (Bunkern usw.) ganz zu schweigen…
      Richtigerweise spricht man in Deutschland vom „Wert als Lernorte“. Diese Weitsicht ist genau das was Ihnen fehlt Herr Zimmerhofer.

    • fronz

      mannik
      Du bist anscheinend auch für dieses Faschistengut. Anderst kann ich mir deine Aufregung gegen Herrn Zimmerhofer nicht erklären.

      • mannik

        Ich habe noch nie mit Ihnen Knödel gegessen, dass das Du angebracht wäre. Und nein, ich bin weder aufgeregt noch bin ich für italienischen Faschismus. Allerdings auch nicht für deutschen. Aber mir fällt immer wieder auf, wie die Leute der STF Tatsachen verdrehen oder einfach nicht genügend recherchieren, bevor sie irgendeine Behauptung vom Stapel lassen. Finden Sie es OK, wenn ein Politiker einfach Dinge behauptet, die nicht stimmen (und die nebenbei ganz einfach nachzuprüfen wären)? Was soll man von so einem halten?

    • sogeatsnet

      mannik, nimms locker!
      😉

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