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    Neun neue Filme

    Foto: Roxy-Film/Christian-Hartmann

    Foto: Roxy-Film/Christian Hartmann

    Von Reinhold Messners Doku bis zum TV-Krimi mit Tobias Moretti: Für Südtirol gibt es neun neue Filmprojekte. Das Land fördert sie mit 1,79 Millionen Euro.

    „Klingende Namen vor und hinter der Kamera, Projekte mit hohem Marktpotential für Kino und TV, große Beteiligung Südtiroler Filmschaffender und Dienstleister und viel Sichtbarkeit für Südtirol: Die neun Filmprojekte des zweiten Calls 2016, die vom Südtiroler Filmfonds unterstützt werden, können sich sehen lassen“, heißt es in einer Aussendung der IDM Südtirol.

    Thematisch reicht der Bogen vom TV-Krimi mit Tobias Moretti („Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“) und Robert Palfrader („Braunschlag“) über die Komödie mit Alessandro Siani („Il principe abusivo“) und den Kinderfilm mit Fritz Karl („Der stille Berg“) bis zur Berg-Doku, bei der Reinhold Messner für Drehbuch und Regie verantwortlich ist. Auch eine TV-Serie mit Josephine Ehlert („Im Labyrinth des Schweigens“) in der Hauptrolle ist mit dabei. Alle Projekte werden vor Ort von der IDM Südtirol betreut, die auch den Südtiroler Filmfonds verwaltet.

    Insgesamt 1,79 Millionen Euro bekommen die neun Film- und TV-Projekte als Unterstützung aus dem Südtiroler Filmfonds, an die 3,95 Millionen Euro werden sie wieder in Südtirol ausgeben. Dafür drehen sie gesamt über 140 Tage lang in verschiedensten Teilen des Landes. Zwei Projekte kommen aus Südtirol, zwei aus anderen Regionen Italiens, vier sind deutsche Produktionen und eine Produktion kommt aus Österreich. Acht Projekte erhalten eine Produktionsförderung, eines hat um Produktionsvorbereitungsförderung angesucht.

    Siani Felberbaum – Il Principe abusivo Foto: Cattleya Gianni Fiorito

    Siani/Felberbaum – Il principe abusivo
    Foto: Cattleya/Gianni Fiorito

    Hierzulande wohl prominentester Drehbuchautor und Regisseur aller neun geförderten Produktionen ist wahrscheinlich Reinhold Messner, der für seine Bergsteigerdoku Der Heilige Berg“ auch in Sulden drehen wird. Verfilmt wird die Geschichte von Peter Hillary, Sohn des Erstbesteigers des Mount Everest, Sir Edmund Hillary, der mit drei Bergkameraden die Erstbesteigung der Mingbo-Wand angeht und an einer Eislawine scheitert.

    Nicht weniger dramatisch ist die Produktion „Zweitland“ der Bozner Echo Film („Von Männern und Vätern“), eine Drei-Länder-Koproduktion mit der Salzburger SK Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft und der Starhaus Filmproduktion aus München. In Klausen, Partschins und Meran soll die Geschichte der ungleichen Brüder Paul und Anton filmisch umgesetzt werden, die im Südtirol der Bombenjahre spielt.

    „Der Stoff dieser Produktion wurde bei der ersten Auflage des Drehbuchautorenprogramms RACCONTI der IDM – damals noch BLS – vom Brunecker Autor Michael Kofler entwickelt und dann auch in der Vorbereitung unterstützt. Somit konnten wir dieses Projekt von Anfang an begleiten und freuen uns sehr darüber, dass es nun von einer Südtiroler Produktionsfirma verfilmt wird“, sagt Christiana Wertz, Leiterin der Filmförderung bei IDM.

    Michael Kofler wird beim Dreh – unter anderem mit den Darstellern Andreas Lust („Einer von uns“) und Florian Brückner (“Das finstere Tal”) – auch Regie führen.

    Viel Marktpotential steckt in dem Projekt „Die Pfefferkörner und der Fluch der Berge“ der Letterbox Filmproduktion aus Hamburg („Nachtzug nach Lissabon“), das auf einer bekannten und sehr erfolgreichen Kinderbuchserie basiert. Dabei geht es um die Kinderdetektive Mia, Alice und Basti, die gemeinsam mit ihrem Südtiroler Freund Luca beim Schulausflug nach Südtirol in ein großes Abenteuer stolpern. Das Kinderabenteuer soll zum Großteil in Südtirol realisiert werden, gedreht wird im Vinschgau, Passeiertal und in Niederdorf, unter anderem mit Fritz Karl, der hierzulande bereits bei „Der stille Berg“ mitgewirkt hat.

    Italienweit gute Vermarktungschancen hat sicher auch das Projekt „Mister Felicità“ mit dem bekannten Regisseur und Schauspieler Alessandro Siani, in Südtirol bereits für seine Südtirol-unterstützte Produktion “Il principe abusivo” zu Gast. In seiner neuesten Komödie, produziert von Cattleya aus Rom, spielt er denn faulen Martino, den erst ein von ihm verschuldeter Unfall seiner Schwester Caterina zwingt, seine Lethargie aufzugeben und sich eine Arbeit zu suchen. Schauplätze in Südtirol für diesen Kinofilm werden Meran, Kaltern, Eppan, Schluderns und Auer sein.

    Spannend hingegen wird‘s im TV-Krimi Schlussrechnung“. Die Produktion der Allegro Film Wien („Das finstere Tal“) aus der Reihe der „ORF-Landkrimis“ wird zur Gänze in Meran und Umgebung abgedreht. In dem Plot um den österreichischen Kommissar Höllbacher, der nach Meran zieht und dort einem Serienmörder auf die Spur kommt, sind Tobias Moretti („Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“) und Robert Palfrader („Wir sind Kaiser“) mit im Cast.

    Viel Südtirol steckt naturgemäß auch in der Dokumentation Oswald von Wolkenstein“ über den Ritter, Dichter, Minnesänger des Spätmittelalters und Berater des deutschen Kaisers – nicht nur bei den Locations, die in Waidbruck, Brixen, Prissian und Bozen sein werden. Die Produktionsfirma Videocap von Klaus Romen („Die Heimatfront – La Grande Guerra in Alto Adige“), der auch Regie führen wird, kommt aus Bozen, viele weitere Südtiroler Kreative sind mit eingebunden. Gezeigt wird das fertige Produkt auf dem Sendeplatz „Alpen-Donau-Adria“ im deutschen Fernsehprogramm.

    Die TV-Serie „Urban Divas“ der Lüthje Schneider Hörl Film aus München („Das letzte Schweigen“) dreht sich um die amourösen Abenteuer der Münchnerin Lou, die an ihrem 30. Geburtstag von ihrem Freund verlassen wird und nun die biologische Uhr ticken hört: Ein Mann muss her! Voraussichtlich sechs Drehtage wird die Serie mit Josephine Ehlert („Im Labyrinth des Schweigens“) Bozen und Umgebung sowie Meran bescheren, Regisseurin Natalie Spinell hat Südtiroler Wurzeln und deshalb engen Bezug zum Filmland Südtirol.

    Turbulente Liebesverwicklungen gibt es auch in der romantischen Komödie „Verliebt, verlobt,…vergeigt“ von Die Film GmbH aus München („Winterreise“). Bozen, Eppan, Ritten und Oberbozen werden die Locations sein, wo sich Rebecca Immanuel („Vera“) und Christoph M. Ohrt (“Nachbarn Süß Sauer”) als Claudia und Herb bei der Hochzeitsplanung ihrer Kinder ineinander verlieben.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (5)

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    • richard

      Wer ist das Land? Dies sind unsere Steuern, verschleudert für sinn- und nutzloses, damit einige Wenige sich bereichern. Steuern für essenzielle Dienste und Infrastrukturen JA, für diesen sinnlosen Größenwahnsinn „PLUNDER“, NEIN!

    • susi

      So eine Verschwendung von Steuergeldern! Sollen lieber die Steuern senken oder die Sozialleistungen verbessern, sondern so was zu fördern.

      • andreas

        Mädl, Südtirol etabliert sich als Standort für Filme, die Landschaft ist grandios, es entstehen Arbeitsplätze in einer Branche, welche wir vorher nicht hatten und die Filmer nehmen diverse Dienstleistungen wie Hotels usw. in Anspruch.

        Warum müssen Leute wie du eigentlich immer über alles meckern und so sinnfreie Kommentare schreiben wie bei Ausgaben von 1,8 Millionen eine Steuersenkung fordern, was keine 4 Euro pro Kopf wären?

    • george

      Es scheint wichtiger zu sein Filmproduktionen zu finanzieren als Geburtenstationen, ganz besonders dann, wenn auch noch Reinhold Messner am Werk ist. Armes, reiches Südtirol (arm im Geiste, aber reich an Geld).

      • gerecht

        Messner ist ein aktiver Befürworter des Flughafen (sogesehen Rai Sender Bozen)
        für sein Image Werbung zu machen ist er bereit …
        soweit sogut …
        nur die Gäste kommen auch trotz geschlossen Flughafen 2015
        genau deswegen—– keine Flughafennähe … zu haben

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