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    Der mysteriöse Tod

    notrufGegen einen Mitarbeiter der Landesnotrufzentrale in Bozen wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

    Hat ein Mitarbeiter der Landesnotrufzentrale die Situation falsch eingeschätzt?

    Das ist die Kernfrage in einem Justizfall am Landesgericht in Bozen.

    Auslöser der Ermittlung ist eine Eingabe der Angehörigen eines Mannes um die 50, der an einer inneren Blutung verstorben ist.

    Der Mann hatte die Notrufzentrale alarmiert, der Mitarbeiter in der Zentrale soll den Code Gelb ausgegeben haben, so dass dem Rettungsteam kein Arzt angehörte (wie dies bei Code Rot der Fall ist), sondern nur ein Sanitäter.

    Der freiwillige Helfer in der Notrufzentrale, so lautet nun der Vorwurf, habe die Situation völlig falsch eingeschätzt, denn am darauffolgenden Tag alarmiert der Mann abermals die Rettung. Kurz nach der Einlieferung ins Spital erlag er einer inneren Blutung.

    Gegen den Mitarbeiter der Notrufzentrale, der vom Bozner Strafverteidiger Mauro De Pascalis betreut wird, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Ermittlungen koordiniert Staatsanwältin Luisa Mosna.

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    Kommentare (1)

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    • strol

      Liebe Tageszeitung,

      dass sie auf dem Gebiet der Notfallrettung und Zivilschutzen keine Fachkompetenz aufweisen, kennen wir ja schon. Auch das sie gegen das Südtiroler Freiwilligenwesen im Rettungswesen nicht positiv gegenüberstehen, ist auch bekannt.

      Zum folgenden Artikel gibt es leider ein paar Fehler.
      Die Dringlichkeitsstufen der Landesnotrufzentrale werden im Bereich des Rettungsdienstes in drei Farbkodexe eingeteilt. Die drei Kodexe (Grün,Gelb,Rot) bedeuten in Südtirol, wie dringen ein Einsatz vom jeweiligen Rettungsteam angenommen wird ob die Anfahrt dringend (mit Sondersignal) erfolgt oder nicht und ob eine genaue Lagemeldung an die Zentrale erfolgen muss. Dabei ist es unbedeutend ob es sich um einen Krankentransportwagen, Rettungswagen oder um ein notarztbesetztes Mittel handelt. Die Kodexe geben also nicht vor welches Fahrzeug an den Einsatzort entsendet wird. Bei einem Kodex Rot wird nicht zwingend ein Notarzt mit entsendet und bei Gelb wird der Einsatzort ohne Sondersignal angefahren. Durch das Notrufgespräch wird herausgefiltert welche Mittel notwendig sind und wie dringend deren Einsatz ist. Je besser und genauer die Informationen durch den Anrufer sind, desto besser kann die Lage eingeschätzt werden.
      In der Landesnotrufzentrale sitzen keine freiwilligen Helfer, sondern nur vom Sanitätsbetrieb angestellte Krankenpfleger und ausgebildete Disponenten. Hierbei übernehmen die Krankenpfleger meist die Notaufnahme und die Disponenten kümmern sich um die Disposition und Alarmierung der Einsatzmittel.

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