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    „Leuchtende Vorbilder“

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    SH-Obmann Roland Lang fordert in einem Offenen Brief an den Kommissar, auf dem Geschwister-Scholl-Platz eine Erinnerungstafel für die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ anzubringen.

    In einem offenen Brief an den kommissarischen Verwalter der Gemeinde Bozen, Präfekt Michele Penta, ersuchen der Schützenbezirk Bozen des Südtiroler Schützenbundes und der Südtiroler Heimatbund gemeinsam die Anbringung einer Erinnerungstafel für die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ auf dem Geschwister-Scholl-Platz an der Kreuzung Romstraße/Triest-Straße.

    „Die Mitglieder der „Weißen Rose“ waren zum großen Teil junge Studenten, die sich auf christliche und humanistische Werte beriefen“, so SH-Obmann Roland Lang.

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    Hans und Sophie Scholl wurden am 18. Februar 1943 von der Gestapo festgenommen. Die Geschwister Scholl und Christoph Probst wurden vom sogenannten „Blutrichter“ Roland Freisler am Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil umgebracht. Weitere Prozesse und Verurteilungen folgten.

    Bereits in den vergangenen Jahren fand im Februar auf dem Geschwister-Scholl-Platz eine mäßig besuchte Gedenkfeier für diese Studenten statt. „Da auf dem Platz aber nur ein Blumenbeet mit weißen Rosen an den Opfergang dieser jungen Studenten erinnert, wäre es an der Zeit, den Namen des Platzes mit einer Erinnerungstafel zu ergänzen“, so Roland Lang.

    Der Brief im Wortlaut:

    Bozen, den 24.12.2015
    Sehr geehrter Herr Kommissar,
    vor mehr als fünf Jahren hat die Gemeinde Bozen den Platz zwischen Rom- und Trieststraße nach den Geschwistern Hans und Sophie Scholl benannt, die wegen ihrer Tätigkeit in der Widerstandsgruppe “Weiße Rose” gemeinsam mit Christoph Probst am 22. Februar 1943 hingerichtet wurden.
    Mit der Benennung wurden mutige junge Menschen geehrt, die ihr Leben für Freiheit und Demokratie eingesetzt haben und die gerade in Südtirol leuchtende Vorbilder sein sollten.
    Leider sind die Ideale und das Schicksal der jungen Freiheitskämpfer in Bozen zu wenig bekannt, wie auch die enttäuschend schwache Beteiligung an den jährlichen Gedenkfeiern zeigt.
    Der Südtiroler Heimatbund und der Schützenbezirk Bozen, die sich zu den Idealen Freiheit und Demokratie bekennen, ersuchen daher, am Geschwister-Scholl-Platz eine Tafel anzubringen, die in kurzen Worten die Widerstandstätigkeit der Geschwister Scholl erläutert und an ihr tragisches Schicksal erinnert.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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